Mittwoch, 24. Februar 2010

Skifahren

Ja, Skifahren war und ist in den letzten Wochen eine meiner Hauptaktivitaeten. Das glaubt man gar nicht, wenn man an Californien denkt und nur Palmen, Strand und Sonne vor seinem inneren Auge sieht. Nun, Sonne und blauen Himmel haben wir auch, aber eben in Kombination mit viel Schnee, Bergen und Skipisten! :-)

Ich war, seit ich aus Thailand wieder gekommen bin, jede Woche mindestens 2 Tage mit dem Skiteam der Uni in Tahoe. Das liegt direkt an der Grenze zu Nevada in der Sierra Nevada und ist zwar kein riesig hohes Gebirge (ca. 3000m), aber einfach wunderschoen mit vielen Bergseen, toller Aussicht und abwechslungsreichem Terrain. Wir haben einen Saison Skipass fuer Sugar Bowl, ein kleines aber feines Skigebiet. Ausserdem haben wir ein Haus in Truckee, wo wir wann immer wir wollen uebernachten koennen und auch unser ganzes Skizeugs lassen koennen. Dort ist an den Wochenende immer viel los, wir haben ne Menge Spass zusammen, da sich die Leute im Team supergut verstehen!

An den letzten Wochenenden fuhren wir diverse Rennen und ich bin brav mitgefahren - das ist schon ein cooles Gefuehl, fuer seine Uni einen Slalom oder einen Riesenslalom zu fahren, einen richtigen Rennanzug anzuhaben und vom Rest des Teams angefeuert zu werden! Wir hatten fuer ein paar Tage auch einen Coach, der uns ein bisschen was beigebracht hat - aber die anderen Uniteams fuhren weitaus professioneller und hatten immer 2 oder 3 Coaches bei jedem Rennen dabei. Bei uns stand eher der Spass und die Freude am Skifahren im Vordergrund - und dadurch wurde das Rennenfahren auch richtig lustig und es gab keinen Druck zu gewinnen!

Die Atmosphaere im Team ist einfach klasse, da wir alle die Berge, den Schnee und das Skifahren / Snowboarden lieben, und das an den Wochenenden fernab von jedem Unistress geniessen koennen! Niemand wuerde auf die Idee kommen ueber die Uni zu diskutieren oder sich Hausaufgaben mitzunehmen, wenn er nach Tahoe faehrt! Dadurch gewinnen meine Wochenenden sehr an Qualitaet und sind wirkliche Erholung fuer mich! Aber waehrend der Woche ist die Uni umso stressiger, da ich wirklich alles erledigen muss, da ich weiss, dass ich am Wochenende nix fuer meine Kurse oder mein Forschungsprojekt machen kann. Aber das ist ok, und bisher laeuft das alles prima!

In den kommenden Wochen wird das Skifahren nun weniger, da es erstens waermer wird und wahrscheinlich ab Mitte / Ende April kein Schnee mehr liegt. Ausserdem stehen nun die Midterms an und dann muss ich mal ein Wochenende einschieben, an dem ich lerne. *grins* Und natuerlich will ich auch noch andere Dinge in USA machen als nur Ski zu fahren, weshalb auf dem Plan fuer Spring Break im Maerz Santa Barbara, San Diego, und evtl. Mexico stehen, und auch Wochenendtrips nach Seattle und Las Vegas geplant sind! Ich schoepfe meine letzten Monate in Californien voll aus und geniesse meine Zeit hier immer noch genauso wie am Anfang!

Sonntag, 14. Februar 2010

Frühlings-Semester

Inzwischen ist das Spring Semester bereits 4 Wochen alt und somit in vollem Gange. Deshalb will ich hier mal wieder ein bisschen was über meinen Unialltag erzählen.

Meine Kurse dieses Semester sind folgende:
- Social Cognition: ein Graduate-Kurs mit einem sehr coolen Prof, der sehr viel zu erzählen hat. Ich muss viel lesen, aber es ist ein sehr spannendes Gebiet der Psychologie, das Kognitionspsychologie mit Sozialpsychologie verbindet – die Frage ist also wie Menschen in sozialen Situationen denken und handeln - und die Antwort versuchen wir zu finden!
- Social Epidemiology: ein Graduate-Kurs aus dem “Public Health Departement“, also kein Psychologiekurs. Es geht darum, welchen Einfluss das soziale Umfeld, psychologische Faktoren, die politische und wirtschaftliche Situation eines Landes, sowie Geschlecht, Rassenunterschiede und so weiter auf die Gesundheit von Menschen und verschiedenen Populationen haben. Spannend!!
- Stigma and Prejudice: ein Undergrad-Kurs mit einer sehr jungen Professorin, die recht streng tut, aber sehr nett ist. Das Thema ist schwer kontrovers, es wird viel diskutiert und es werden die verschiedensten Fälle von Vorurteilen, Stereotypisierung und offener Diskriminierung thematisiert in jeglichen Bereichen: Rassen, Geschlecht, Nationalitäten etc.
- Cultural Psychology: ein Kurs, der sehr breit über Amerikanische Identität, kulturvergleichende Studien, westliche und fernöstliche Kulturen und Multikulturalität informiert.

Außerdem hab ich ein tolles Forschungsprojekt über Freundschaft, wo wir gerade einen Fragebogen zusammenstellen, der in den nächsten Wochen bereits getestet werden soll. Das macht superviel Spaß, ich hab eine sehr nette Betreuerin und bin auch zu den Treffen und Colloquien der Abteilung eingeladen. Alle sind sehr aufgeschlossen und freundlich, und ich fühl mich recht wohl in der Abteilung für „Personality and Social Psychology“. Mein Praktikum im Napa Mental State Hospital in der Forensik läuft wie letztes Semester weiter, ich bin jeden Dienstag für 3 Stunden dort und interagiere mit den Patienten. Das macht nach wie vor Spaß - inzwischen haben wir ne Kartenspiel-Runde zusammen, wo wir immer so was ähnliches wie Schafkopfen gemeinsam spielen! :-)

Mein Stundenplan dieses Semester ist recht geschickt zusammengestellt, ich hab nahezu alle Kurse Montags oder Dienstags, Mittwoch und Donnerstag hab ich nur 2 Vorlesungen die auch nicht verspflichtend sind. Freitags hab ich generell frei, was mir viel Zeit zum Skifahren gibt – aber darüber schreib ich in nem seperaten Blogg-Eintrag nochmal, das verdient einen eigenen Eintrag! :-) Dafür hab ich jetzt allerdings leider keine Zeit, da die Krissi und die Nina gleich ankommen und für eine ganze Woche bei mir in Californien bleiben werden! *freu*