Freitag, 25. Dezember 2009

Koh Samui und Frohe Weihnachten

Jetzt kommt dann doch mal ein Eintrag von mir vom anderen Ende der Welt... aus Koh Samui, einer kleinen Insel an der Ostküste von Thailand. Es ist wunderschön hier, und als ich nach 24 Stunden Flug ankam, dachte ich, ich sei direkt im Paradies gelandet. Und der Meinung bin ich noch immer! Wir haben den Strand direkt vor der Terasse, wenn man 10 Meter geht bekommt man schon nasse Füße. Die Einheimischen sind alle sehr nett und das Thai-Essen ist einfach superlecker. Und jeden zweiten Tag sich eine Thaimassage zu gönnen ist auch ein besonderes Vergnügen! :-) Es ist herrlich warm, ca. 30 Grad und selbst abends sitzen wir barfuß im Tshirt am Strand. Paradies? Ja! :-)
Ich genieße es jedoch auch besonders mit meiner Familie hier vereint zu sein. Wir haben uns sehr viel zu erzählen, da wir uns alle seit einem halben Jahr nicht gesehen haben. Der Fabian und ich erzähen viel aus unserem Auslandssemester (er war ja in Singapur für ein Semester) und unsere Eltern von good old Germany. Spannend, was jeder einzelne so alles erlebt hat. Der Gesprächsstoff geht uns auf alle Fälle nicht aus, und ansonsten cruisen wir über die Insel, schauen uns Buddahs, Kloster und Dörfer an, gehen zur Massage und chillen am Strand! Ein Urlaub wie aus dem Bilderbuch, ich genieße alles rundrum und erhole mich bestens! :-)

Freitag, 18. Dezember 2009

Resume und Ade



Ich habe...

... nun endlich alle Prüfungen und Hausarbeiten geschrieben! Das Herbstsemester gilt somit als erfolgreich absolviert! :-)

... spannende Kurse für das Frühjahrs-Semester gewählt!

... meinen Stundenplan für kommendes Semester so organisiert, dass ich ein 3 1/2 Tage-Wochenende habe und somit viel Zeit zum Skifahren und für Kurztrips durch die USA habe. Ich freu mich drauf!

... in den letzten Wochen alle möglichen Weihnachts- und Abschiedsfeiern ausgiebig besucht, und einigen Amerikanern und Chinesen die schöne Welt des Glühweintrinkens eröffnet. *grins*

... mir gestern den Magen mit amerikanischem Käsefondue verdorben.

... heute Abend im Unitheater eine unglaublich amerikanisierte Version des "Nussknackers" angeschaut und mich kaputt gelacht. :-)

... mich in den letzten Tagen von etlichen neuen Freunden aus aller Welt verabschiedet, die nur für ein Semester hier waren und die ich leider im Frühling nicht wieder sehen werde. Doch ich bin fest der Meinung, dass man sich immer zweimal im Leben trifft!

... bisher unvorstellbar aufregende, abwechslungsreiche, spannende, wunderschöne und einfach unbeschreibliche 4 1/2 Monate hier in Berkeley verbracht! Somit ist jetzt fast Halbzeit meines Aufenthaltes hier und ich kann guten Gewissens behaupten, dass ich hier sehr, sehr glücklich und zufrieden bin, und mich auf die kommenden 5 Monate riesig freue!

... in der Zeit hier viel gelernt - über mich und über andere Leute, über Amerika und verschiedenste Kulturen dieser Welt, über Steroetype und Fakten, und nicht zu vergessen: neu erworbenes psychologisches Fachwissen! ;-)

... viele neue Freunde aus aller Welt hier in Californien gefunden, und mich gleichzeitig nahezu täglich über Emails, SMS oder Post von Freunden und Familie aus der Heimat gefreut - danke dafür!

... den Kopf voller Träume, Ideen und Pläne für mein persönliches Jahr 2010!

... jetzt 2 gepackte Rucksäcke neben mir stehen: einen voller Winterklamotten zum Skifahren, was ich im Januar in Tahoe / Californien tun werde, und einen voller Sommersachen, den ich mir morgen früh auf den Rücken schnalle und damit für 3 Wochen nach Thailand fliege, wo ich meine Familie sehen werde, und einen wunderschönen und entspannten Weihnachtsurlaub verbringen werde. Ich freu mich riesig!!! :-)

Ich wünsche Euch allen wunderschöne und frohe Weihnachten, erholsame, ruhige und entspannte Feiertage und einen guten Start in ein erfolgreiches, gesundes und vor allem glückliches und zufriedenes Jahr 2010!

Eure Silvana.

Montag, 14. Dezember 2009

Hanukkah

Für manche ist grad Weihnachtszeit, andere Leute feiern aktuell andere große Feste. So hatte ich gestern die Ehre bei Adam's Familie zu einem traditionellen Hanukkah Dinner eingeladen zu sein. Seine Eltern schienen uns wirklich gemocht zu haben an Thanksgiving, da sie uns schon wieder einluden, diesmal Aurelie, mich und zwei alte Schulfreunde vom Adam! Es gab ein seeehr leckeres traditionelles Hanukkah Essen, beispielsweise warme Krapfen mit Marmelade und Kartoffel-Puffer mit Apfelmus, und dazu gegrilltes Hühnchen, Spargel und Wein. Wir bekamen eine kurze Einführung in die Geschichte des Festes und in ein paar Traditionen. Nach dem Hauptgang wurden die Kerzen des neunarmigen Leuchters angezündet, und wir sangen ein paar Hanukkah Lieder begleitet von Adams Papa an der Gitarre, der sich über Aurelie's und meine hebräische Aussprache totlachte! :-) Nach dem Essen räumten wir dann brav gemeinsam die Küche auf, *grins* und spielten dann ein sehr witziges Brettspiel, bei dem man absurde Definitionen und Jahrestage erfinden und erraten muss, und lachten uns kaputt über die allseitige Kreativität! Es war wieder mal ein sehr gemütlicher und schöner "Familien-Abend" im Hause Naor, und ich fands super! So ein Abend ist für einen Studenten während der Prüfungsphase wirklich mit das schönste Geschenk, das man bekommen kann! :-) Jetzt freu ich mich umso mehr auf den Weihnachtsurlaub mit meiner Familie!! :-) Noch ein Final und dann bin ich fertig mit dem Herbstsemester! *jubel*

Montag, 7. Dezember 2009

Skifahren

Bin gerade nach Hause gekommen von einem phänomenalen Ski-Saison-Auftakt des Skiteams in Tahoe. Jetzt hab ich Muskelkater... :-) Wir haben seit gestern unsere Jahreskipässe für "Sugarbowl" (http://www.sugarbowl.com/home) und seit 1. Dezember unsere Cabin. Eine Skihütte in den Bergen mit 3 Räumen - darunter versteht unsereiner was anderes, als das was mich in Truckee erwartete. Wir haben ein komplettes Haus für das Skiteam für die Saison gemietet, mit 8 Betten in 3 Schlafzimmern (und viel Platz für zusätzliche Luftmatratzen). Dazu kommen eine vollausgestattete Küche, 2 Bäder, ein offener Kamin im großen Wohnzimmer incl. Fernseher mit X-Box und Playstation, Garage in die 3 Autos passen usw... Skihütte?!?! Die Amis haben wirklich manchmal andere Vorstellungen als ich und denken in anderen Dimensionen, da ich an eine gemütliche kleine Holzhütte in den Bergen dachte, wie man das eben aus den Alpen kennt! *lol*

Das Skigebiet ist klasse, und die Leute im Team fahren alle verdammt gut Ski oder Snowboard! Im Januar während unseres Trainingscamps werden wir einen Coach haben, der uns auf die Rennen vorbereitet und während der Saison coachen ein paar Leute aus dem Team diejenigen, die Interesse haben sich gezielt zu verbessern. Meine neue Skiausrüstung ist einfach ein Traum, die Ski flitzen einfach nur so den Berg runter und die Stiefel sind soooo bequem! :-) Und nach einem sonnigen Skitag mit Freunden auf der Terasse vor unserem Haus zu sitzen und ein Bierchen zu trinken ist einfach herrlich! Ich werd wohl viel Zeit in den Bergen verbringen diesen Winter - und ich freu mich drauf!! :-)

Dienstag, 1. Dezember 2009

Wandeln auf meinen eigenen Spuren

Letzte Woche fielen viele Kurse aus aufgrund des Thanksgiving Feiertages. Donnerstag und Freitag hatten wir regulär frei. Also beschlossen Aurelie und ich spontan am Montag Abend, am Dienstag mit Mike (einem amerikanischen Freund von mir) nach Monterey zu fahren, da er aufgrund seiner Arbeit dorthin musste und in seinem Auto 2 Plätze frei hatte. :-) Wir checkten in der Jugendherberge ein und liefen dann durch das malerische Städtchen, machten einen Strandspaziergang und bummelten über den Farmers' Market. Dort erwarteten uns viele "samples", heißt probier hier ein Stück Apfel, dort ein Stück Wurst, hier ein Häppchen mit 15 Jahre altem Californischen Balsamico, dort ein Schüsselchen Clam Chowder, und hier gibts noch leckeren Fudge und so weiter. Und das alles Ende November bei rund 20°C mit kitschiger amerikanischer Weihnachtsmusik und -deko. :-) Als wir den Markt einmal rauf und runter gelaufen waren, waren wir so satt, dass wir kein Abendessen mehr brauchten... also gingen wir direkt in eine Bar wo wir Mike trafen, und wo es hieß, dass es Margharitas für 3 Dollar gäbe. Wir setzten uns also an die Bar und orderten denselbigen. Und dann noch einen. Dann wollten wir weiter in die Stadt gehen und bekamen die Rechung präsentiert die stolze 46 Doller aufzeigte. Komisch, oder? Die Kellnerin machte uns klar, dass wir reguläre Margharitas getrunken hätten, für 8 Dollar pro drink. Wir hätten ihr doch sagen sollen, dass wir den anderen wollen, der sei viel kleiner. Und woher genau hätten wir wissen sollen, dass es 2 verschiedene gibt? Nun ja, lange Rede kurzer Sinn, wir bezahlten nach einer kurzen Diskussion mit dem Manager am Ende nur 18 Dollar und waren zufrieden... *hihi*

Am nächsten Tag nach einem ausgiebigen all-you-can-eat pancake Frühstück mieteten Aurelie und ich uns ein Tandem und radelten den 17-mile-drive rund um die Monterey Peninsula bis runter nach Carmel und wieder zurück nach Monterey. Das Wetter war herrlich, alle fanden uns superlustig auf unserem Tandem und winkten uns zu und wir genossen die frische Luft, die beeindruckende Landschaft, die Sonne und den Spaß am Tandemfahren! Die Wellen waren riesig an dem Tag, wir sahen viele Surfer, die neben den Seals im Wasser waren. Wir sahen aber auch Golfer, die neben Black Tail Deers ihre Bälle spielten. Und wir hatten freche Squirrels auf dem Schoß, die um Erdnüsse bettelten. Schlussendlich radelten wir ein bisschen mehr als 17 Meilen, weil wir uns leider ein wenig verfuhren... *grins* Doch trotzdem kamen wir wieder gut in Monterey an und genehmigten uns einen großen mexicanischen burrito! *lecker* Mittwoch Abends fuhren wir mit Mike wieder nach Berkeley, da wir ja am Donnerstag bei Adams Familie zum Thanksgiving Dinner eingeladen waren (siehe vorheriger Eintrag).

Doch bereits am Freitag in der Früh saßen Aurelie und ich wieder im Auto, diesmal mit Lasse, einem deutschen Doktoranden, der auch grad hier in Berkeley Research macht. Es ging wieder Richtung Süden - doch diesmal auf dem Highway 1 und leider bei strömendem Regen. Wir stoppten bei Wind und Wetter in "Halfmoon Bay" um am Strand zu Frühstücken, kämpften mit Möven um unsere Donuts und fuhren dann weiter nach Santa Cruz. Dort schien überraschenderweise die Sonne und wir beobachteten richtig gute Surfer im Wasser! Dann besuchten wir den sagenumwobenen "Mystery Spot" in den Hügeln hinter Santa Cruz, einem Berg an dem die Besucher mit optischen Täuschungen Glauben gemacht werden, dass unter dem Hügel ein seltsames Magnetfeld oder ein UFO ist. Es war allerdings sehr lustig sich das alles anzuschauen und mitzumachen und selbst Teil von optischen Täuschungen zu sein! :-) Weiter gings wieder Richtung Süden, der Sonne entgegen. Wir stoppten an diversen Look Out Points entlang des Highways und landeten schlussendlich wieder im Hostel in Monterey, wo wir wieder übernachteten. Abends schlug ich Lasse in etlichen Partien "4-gewinnt" und verdiente mir stolze 3 Bier dabei... dann gewann ich nicht mehr! ;-)

Samstag gings weiter: ein Aussichtspunkt nach dem anderen, eine Bucht schöner als die andere. Wir sahen elefant seals, surfer und hatten viel Spaß im Auto! Nachmittags stoppten wir bei Hearst Castle, einem riesigen Schloss des Zeitungsverlgers William Randolph Hearst aus den wilden 20ern. Die Tour war cool, wir sahen von dort oben den Sonnenuntergang und das Schloss war amerikanisch-kitsch-weihnachtlich geschmückt! Herrlich! Abends besuchten wir Bri, eine Freundin und Mitbewohnerin von Aurelie und mir, in San Luis Obispo. Wir bekamen die leckeren "left overs" von ihrem Familien-Thanksgiving und verbrachten gemeinsam einen lustigen Abend Karaoke-singenderweise... *grins* Am Sonntag chillten wir gemütlich am Avila Beach, dem Strand von San Luis. Eis essen, Surfern zugucken, ca. 25°C Lufttemperatur, ca. 14°C Wassertemperatur, Strandspaziergang, am Pier Fischern zugucken, Sonnenuntergang am Strand... und das alles am ersten Advents-Sonntag!! :-) Abends gings dann zurück nach Berkeley, da wir ja heute wieder in die Uni mussten.

Ihr habt euch bestimmt schon gewundert, weshalb der Titel dieses Bloggs "Wandeln auf meinen eigenen Spuren" lautet. Nun ja, vor genau 10 Jahren machte ich mit meinen Eltern und meinem Bruder eine Reise durch Californien. Wir fuhren den Highway 1 entlang der Küste von San Francisco bis LA runter und schauten uns viel an. Ich dachte, dass ich gar nicht mehr so viel in Erinnerung hatte, doch während dieses Road Trips letzte Woche kamen so viele Erinnerungen wieder hoch und ich konnte so viele Geschichten von dem damaligen Urlaub erzählen... ich konnte mich an Details von Hearst Castle erinnern, an Look Out Points des 17 mile drives, an das Aquarium in Monterey, an die Elefant Seals usw. Und ich finds cool, das alles jetzt mit Freunden zu machen und nochmal neu erleben zu können!

So, und ich befinde mich nun in der letzten Woche des Fall-Semesters, schreibe kommenden Mittwoch mein erstes Final Exam und hab bis zum 17. Dezember insgesamt 4 Exams und 2 Final Papers... doch ich bin gut zufrieden hier, die Uni läuft prima und macht nach wie vor Spaß und ich freu mich schon riesig auf Weihnachten und die 4 Wochen Weihnachtsferien! Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit und melde mich wieder, wenn es was spannendes Neues gibt! :-)

Thanksgiving

Vergangenen Donnerstag war hier Thanksgiving, der größte und beliebteste amerikanische Familienfeiertag. Aurelie und ich hatten das Glück, bei Adam, einem amerikanischen Kommilitonen von uns, eingeladen zu sein zusammen mit Kyle, einem neuseeländischen Austauschstudenten. Wir freuten uns riesig, da das für uns primär eine große und vernünftige Mahlzeit bedeutete! :-) Und wir wurden nicht enttäuscht und bekamen mehr als wir erwarteten: wir wurden begrüßt mit einem "welcome"-Martini und lecker Vorspeisen, wie beispielsweise gebackenem Bri in Blätterteig. *mmmhh* Zur Hauptspeise gab es natürlich Turkey, Stuffing, Salat, Süßkartoffelbrei, normalen Kartoffelbrei, Kürbisbrei, Frühlingszwiebeln, Pekannuts, Gemüse (das ich selbstverständlich nicht gegessen habe, war ja beschäftigt mit Fleisch und vielerlei leckerer Breis...) und noch mehr. Und als krönenden Abschluss gab es fünferlei Nachtisch: Carrot Cake, Apple Crust, Pekan Cake (ausnahmsweise Pekan und nicht Walnüsse, weil Adams Mama wusste, dass ich gegen Walnüsse allergisch bin), Fruit Tarte und Eis! Wahnsinn!! Das war mit Abstand das größte und leckerste Dinner, das ich bisher hier hatte! :-) Wir waren 15 Leute aus 3 Generationen, aßen 3 Stunden lang und hatten richtig viel Spaß. Die Erwachsenen waren alle sehr interessiert an unseren Erzählungen und Erfahrungen, erzählten aus ihrer Studienzeit und ließen sich von uns "entertainen". Irgendwie erinnerte mich das an diverse, sehr amüsante Abende im sehr gastfreundlichen Haus meiner Eltern, wo wir immer gerne Freunde mitbringen durften (und dürfen), die dann jedoch brav Konversation machen müssen / sollten, und lustige Geschichten zum Besten geben. *grins* Dazu gibts lecker Wein und fröhliche Familienatmosphäre. Klingt nach nem ziemlich gutem Abend, oder? Wars auch! :-) Wieder zuhause konnte ich mich nicht mehr bewegen, weil ich so vollgefressen war und schlief selig ein... und um die Geschichte zu einem Abschluss zu bringen: heute bekamen wir von Adam das feedback, dass seine Eltern uns supernett fanden und seine Mama will, dass wir ihn heiraten, weil sie freche und aufgeschlossene Mädels mag! *hahaha*

Montag, 16. November 2009

Bay Area

Ist ja eine Weile her, dass ich geschrieben habe, fällt mir gerade auf - das tut mir leid! Doch hier kommt mal wieder ein Bericht meiner Zeit hier. Natürlich hab ich immer noch Uni, sowie zwischendurch immer wieder Prüfungen. Die Finals stehen bald an, am 2. Dezember gehts damit los. Aber ich find es nach wie vor klasse, ich find die Uni hier toll und hab Spaß am Lernen (insofern das Spaß machen kann). Mein Praktikum im Napa Mental State Hospital läuft gut und mein Stundenplan für das kommende Semester ist soweit bereits fix, wobei ich wohl noch ein paar Kleinigkeiten ändern werde. Soweit, so gut!

Nun zu meiner Freizeit: Ich habe in den letzten 2 Wochen viel in der Bay Area rund um San Francisco unternommen sowie einige tolle Sachen hier in Berkeley gemacht. Warum immer in die Ferne streben, wenn das Gute so nah sein kann? *grins* Heute beispielsweise haben wir einen Ausflug gemacht zum Stinson Beach, wo wir barfuß am Strand entlang gelaufen sind - einfach klasse, wenn man bedenkt dass es Mitte November ist. Dann sind wir weiter den Highway Number 1 in den Muir Woods National Park gefahren, wo wir einen Spaziergang zwischen den Redwoods gemacht haben. Es ging weiter nach Sausalito, um dort mit einem großen Eisbecher den Sonnenuntergang und San Franciscos Skyline zu bestaunen. Und schließlich ließen wir den Abend in einer tibetischen Teestube in San Francisco ausklingen, wo ich mich mit den verschiedensten und interessantesten Leuten unterhalten habe... :-)

Gestern Abend war ich in der UC Berkeley Concert Hall bei einer Taiko Drum Show, einer japanischen "Trommelvorführung", die hochakrobatisch und sehr beeindruckend war. Erstaunlich und einfach klasse, was 30 Leute mit verschiendenen Trommeln auf der Bühne fabrizieren können! *wow* Außerdem war gestern das letzte Heimspiel unserer College Football Mannschaft, den Cal Bears. "Go Bears!!" Da ich letztes Wochenende bereits im Stadion war und dort superviel Spaß hatte, ging ich auch dieses Wochenende in die Berkeley Hills hinterm Stadion, wo sich all jene versammeln, die keine Tickets mehr bekommen haben oder kein Geld fürs Stadion ausgeben wollen oder in Ruhe Bier trinken wollen währen sie Football anschauen. Letzteres ist nämlich im Stadion verboten. Dort oben herrschte eine tolle Stimmung, man hatte eine unbeschreibliche Aussicht in das 72 000 Mann (und Frau :-) fassende Memorial Stadium sowie auf einen atemberaubenden Sonnenuntergang hinter der Golden Gate Bridge. Und im Footballstadion rockt echt der Bär, die Atmosphäre ist der Hammer! Die Fans singen und schreien sich die Seele aus dem Leibe und sind mit voller Energie dabei. Die "Marching Band" spielt die besten Songs und marschiert in der Pause in den wildesten Formationen über den Rasen. Das Spiel an sich ist jedoch weniger spektakulär, auch wenn ich nun endlich die Regeln des American Football verstanden habe (zumindest die basics!). Trotzdem ein absolut nicht zu verpassendes kulturelles Highlight meines Aufenthaltes hier!! :-)

Ein weiteres nennenswertes Event war das Pferderennen, wo ich vergangenen Sonntag mit ca. 10 anderen internationalen Studenten war. Wir zogen uns natürlich alle fesch an mit Anzug und Kleid und Hüten, wie man das so macht zum Pferderennen (dachten wir!). Doch leider waren wir die einzigen Gäste, die das taten! Alle anderen Zuschauer waren im Jogging Anzug dort und fanden es hochamüsant, dass wir alle so schick waren. *grins* Doch wir hatten auch unseren Spaß, wetteten ein bisschen, obwohl wir keine Ahnung hatten, aßen Hot Dogs, und ich fuhr mit Aurelie relativ bald wieder nach Hause, weil es kalt wurde! *grins* Trotzdem zieh ich seit ner Woche ne blöde Erkältung mit mir rum und huste mir die Seele aus dem Leib, während Aurelie genauso krank ist - kein Wunder, wenn man im gleichen Zimmer wohnt.

Außerdem war ich letzte Woche am Veterans Day (wir hatten keine Vorlesungen, ist ein Feiertag hier!) im Mt. Diablo State Park, einer wunderschönen Gegend hinter Berkeley, wo man toll klettern kann und vom Gipfel endlose Wälder und Felder sieht! Wunderschön! Solche kleinen Ausflüge sind einfach klasse und ich genieße es total, dass man von Berkeley aus so viel unternehmen kann und so schöne Dinge sehen kann ohne wirklich weit fahren zu müssen. Seltsam, ich denke, dass man das auch in Deutschland tun könnte, doch irgendwie macht man es dort einfach nicht, denn man hat ja alles ständig vor der Haustür und findet es weniger "besonders", weil man ja immer dort wohnt. Wenn man jedoch im Ausland studiert und weiß, dass man dort nur für eine begrenzte Zeit ist, dann nimmt man alles mit, was man eben sehen oder machen oder erleben kann! Zumindest erlebe ich das hier so! Irgendwie eine coole Lebenseinstellung - so sollte man immer leben und Gelegenheiten einfach beim Schopf ergreifen, wenn sie sich bieten! :-) Hm, wenn es nur immer so einfach wäre, wie das hier klingt... so long, ich geh jetzt ins Bett, gute Nacht und bis bald!

Mittwoch, 4. November 2009

Halloween und andere Spaesse

Inzwischen ist es November. Draussen scheint immer noch die Sonne und es hat heute ca. 25 Grad. Und letzten Samstag war ich beim Saisonauftakt-Skifahren in Tahoe (www.rideboreal.com)! Im T-Shirt auf einem Huegel, der dem Proeller Konkurrenz macht... *lol* Aber es war unglaublich lustig, die Leute mit denen ich unterwegs war, waren cool und wir hatten Spass!! Ja, das Wetter ist schon komisch hier und irgendwie hab ich so das Gefuehl, es sollte so langsam kalt werden, weil ja Weihnachten schon naeher kommt. Erstaunlicherweise ist hier noch gar kein Weihnachts-Trubel und Lebkuchen-Hype, so wie ich das aus Deutschland kenne, wo das ja immer bereits im Oktober losgeht. Grund dafuer ist, dass bis vorgestern hier alle im Halloween-Modus waren und jetzt die Thanks Giving Zeit kommt und erst am Tag nach Thanks Giving, sprich Ende November, der Weihnachtsverkauf losgeht - das ist gar nicht so schlecht in meinen Augen, denn dann hat man die Geschichte komprimiert in 4 Wochen und Spass dran und kann sich vorher anderen Festen widmen! :-)

Halloween war lustig, ich war an 3 verschiendenen Tagen auf 3 verschiedenen Partys, alle kostuemiert! Die Amis geben sich unendlich viel Muehe mit ihren Kostuemen und leben das so richtig aus! Ich als alte Theaterbegeisterte hab mich da natuerlich mitreissen lassen und war als Teufel unterwegs! :-) Allerdings findet die Polizei all die - stets friedlichen und froehlichen - Festivitaeten der Studentenschaft weniger lustig und beschloss kurzerhand in Berkeley jede einzelne Party mit Blaulicht, Krankenwagen und Feuerwehr so gegen 12 Uhr zu schliessen. Ja, ihr lest richtig: Mitternacht war immer alles gelaufen, zumindest von offizieller Seite aus! Die After-Partys gingen natuerlich noch laenger weiter im kleineren Kreise... Aber es ist schon erstaunlich, wie strikt hier die Gesetze sind und wie genau sich alle daran halten und welche Durchsetzungskraft die Polizei hier hat. Trinken auf der Strasse - verboten. Alkoholausschank nach 2 Uhr - verboten. Laermverwarnung? Gibt es nicht - da gibt es gleich eine Geldstrafe und ein Partyverbot fuer 6 Monate. Bei Rot ueber die Ampel gehen - Geldstrafe. Alkoholisierte, jedoch friedliche Fussgaenger - Geldstrafe. Ich koennte noch einige solcher Dinge aufzaehlen, doch ich denke das reicht an dieser Stelle um zu verdeutlichen, dass wir in Deutschland doch mit angenehmeren, lockeren und weniger strikten Regeln und Gesetzen leben.

Ein anderes Thema ist der immer waehrende Konkurrenzkampf der amerikanischen Studenten. Ich hatte mich von Anfang an ueber die mangelnde Kommunikation in den Seminaren und Vorlesungen gewundert und darueber, dass man anscheinend in der Uni keine oder nur wenig Leute kennenlernt, sondern nur bei seinen Freizeitaktivitaeten und Hobbies. Nun, man spricht auch nicht ueber Uni oder Noten - egal ob mit Leuten im gleichen Kurs oder mit Mitbewohnern oder Freunden, die was komplett anderes studieren. Das ist Privatssache und geht niemanden was an... Das klingt ja noch angemessen und positiv, koennte man meinen. Aber es schuert ganz viele negative Gedanken und ein unterschwelliges, ewiges Konkurrenzdenken, denn der andere koennte ja besser sein, man weiss es aber nicht. Man gibt deswegen auch beispielsweise keine Mitschriften weiter, auch wenn der Kommilitone krank war und deswegen nicht in die Vorlesung gehen konnte. Gruppenarbeiten? Nun ja, man lernt schon in Gruppen, aber danach sprich man nicht darueber, was man fuer eine Note bekommen hat. Seltsam, oder? Ich finde es traurig, denn in meinen Augen sollte die Uni ein Ort sein, wo man Freunde findet, Leute, die die gleichen Interessen haben und Spass daran haben gemeinsam in die gleiche Richtung zu laufen und ueber spannende Themen zu diskutieren udn so weiter. Ich kann nur jemanden einen Konkurrenten nennen, wenn er das gleiche Ziel hat wie ich und nur einer von uns es erreichen kann. Doch das ist hier nicht gegeben, denn warum sollten denn nicht mehrere Leute gute Leistungen bringen koennen? Deshalb verstehe ich nicht, wie es zu disem seltsamen unterschwelligen Konkurrenzkampf hier an der Uni kommt, der so viel Druck auf jeden einzelnen ausuebt. Und ich bin froh, dass das bei uns anders ist! :-)

Sonntag, 25. Oktober 2009

Kultur

Die letzten Tage und Wochenenden habe ich in Berkeley und der Bay Area verbracht und mir hier mal so einiges angeschaut - denn es gibt sooo viel zu sehen! Ein Spaziergang in den Berkeley Hills mit einem Blick über die ganze San Francisco Bay ist beispielsweise genau das richtige für einen sonnigen Freitagnachmittag im Oktober, mit anschließendem Besuch des Schwimmbads am Hügel hinter unserem Haus! Segeln und Surfen ist natürlich auch immer noch ganz groß auf meiner Freizeitaktivitäten-Liste! :-)
Donnerstags Abends ist in der Academy of Science immer "open night", es wird Musik von verschiedenen DJs gespielt und man kann mit einem Bierchen durch das Museum laufen. Es ist ein richtig tolles Museum unter anderem mit einem ganzen Costa Ricanischen Regenwald, durch den man gehen kann, sowie einem richtig schönen Aquarium, verschiedensten Reptilien, einem Planetarium, Dinosauriern usw. Sehr cool! :-) Aktuell laufen auch ganz viele Fulbright Veranstaltungen, wir gehen regelmäßig gemeinsam mit den Stipendiaten essen, oder machen irgendwas anderes. Übernächste Woche gehen wir in "Ottello" im San Francisco Opera House. :-)
Gestern Abend war ich in einem wunderschönen Jazz Konzert von "Billy Cobham & Friends". Er ist ein einzigartiger Drummer und die Musik war einfach der Wahnsinn! :-) Sind danach noch in einen Jazzclub in Berkeley gegangen und hatten dort Spaß beim Tanzen!
Letzte Woche war ich auf einer Farm im Landesinneren, wo ein riesiges Maisfeld-Labyrith aufgebaut war und "Zipp-Lines" (diese lustigen Seibahnen, die es auch auf Kinderspielplätzen gibt, nur viel größer!) und eine Geisterbahn mit echten Monstern drin und ein großes Kürbisfeld usw. Es war superlustig, vor allem im Dunkeln durch das Labyrith zu laufen! :-)

Mein Praktikum läuft inzwischen auch, ich hab schon Karten und Domino und "Wee-Bowling" usw. mit den Patienten gespielt, sowie interessanten Gespräche mit Patienten und Therapeuten geführt. Meine Midterm Exams liefen alle soweit ganz gut, ich warte noch auf die Noten, aber bin jetzt erst mal erleichtert und froh wieder mehr Freizeit zu haben! :-) Aufregende Trips durch die USA kommen wohl erst im November wieder auf mich zu, bis dahin werd ich hier Halloween feiern und mit meinen Freunden das schöne Berkeley und die Bay genießen! :-)

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Nach Regen kommt Sonnenschein...

Gestern öffnete der californische Himmel sein Schleusen... es war unvorstellbar! Ich wachte morgens auf und fragte mich, was für ein komisches Geräusch das da draußen ist... es war Regen! Aber nicht so ein bisschen Nieselregen, nein, es war ein Wolkenbruch, der nachts began und den ganzen Tag andauerte begleitet von sturmartigem Wind. Man war nach einer halben Minute bis auf die Unterwäsche nass! Der kleine Bach namens Strawberry Creek, der über den Campus fließt, verwandelte sich in einen reißenden Strom. Die Straßen von Berkeley verwandelten sich in Wasserfälle (da sie teilweise relativ steil sind) und legten es nahe auszurutschen und auf die Nase zu fallen, genau wie all die rutschig-nassen Treppenhäuser der Uni.
Alle californischen Studenten waren top ausgerüstet mit Gummistiefeln und sturmfesten Schirmen - nicht jedoch arme Austauschstudenten! Mir lief das Wasser oben in meine Turnschuhe rein und vorne wieder raus! Und dann kam auch noch der Bus nicht, aufgrund von 1000 Unfällen wegen des Wetters, und ich musste quer über den Campus zu Fuß durch den Regen stiefeln. Ich war froh und dankbar um meine holländische Regenjacke, die mich zumindest teilweise trocken hielt. Und noch froher war ich, als ich wieder zuhause im Trockenen war! Leider hielt die Freude nicht lange an, da aufgrund des Sturms ein Stromausfall unser Haus für 2 1/2 Stunden verdunkelte. Ungünstig, wenn man bedenkt, dass ich heute 2 Prüfungen schreiben musste und dafür noch lernen wollte. Nun, ich verzog mich mit meinen Büchern und einer Decke ins Treppenhaus, den einzigen Ort, wo wir Notstrom hatten und war froh, dass mein Laptopakku voll geladen war. Und als er leer war und ich nicht mehr sitzen konnte, ging das Licht wieder an! :-)
Doch heute morgen - oh Wunder - schien die Sonne wieder und es war wieder warm! Ich schrieb meine 2 Prüfungen, beide verliefen gut, doch ich brauche relativ viel Zeit für die Essays im Vergleich zu den Amis, da ich manchmal um Worte ringe... *grins* Aber ich bin zuversichtlich und zufrieden! :-)
Gleich kommt meine Cousine Jana zu Besuch und ich werden mit einem großen Eisbecher in ein langes Wochenende nach meinen Midterms starten! Mal sehen was es so bringt, ich hab nix großes geplant sondern freue mich auf Freizeit und Fun in Berkeley und San Francisco! :-)

Freitag, 9. Oktober 2009

Montreal und noch mehr Midterms

Ich hab mir Zeit gelassen mit meinem neuesten Eintrag, ich weiß. Jetzt gibts aber mal wieder news aus Californien!

Ich stecke mitten in den Midterm Exams. Ich habe 5 Prüfungen innerhalb von 15 Tagen plus eine Hausarbeit abzuliefern. Drei davon sind jetzt rum, 2 hab ich nächste Woche... Das scheint hier absolut normal zu sein, das Privatleben wird für 2-3 Wochen eingestellt und wenn Ende nächster Woche der Stress vorbei ist, dann kriechen alle wieder aus ihren Bibliotheken und study rooms heraus und es geht weiter wie vorher - bis dann die nächste Prüfungsphase kommt: eine kleine im November und die Abschlussprüfungen im Dezember. Dieses System ist schon anders, als das was wir in Deutschland erleben. Aber ich kämpf mich brav durch alle Bücher und Skripte, habe eine nette Lerngruppe gefunden und bin bisher recht zufrieden.

Mein Praktikum läuft auch gut, ich habe jetzt das Vorbereitungs-Training abgeschlossen und darf kommende Woche das erste mal auf eine der Stationen. Wir werden nur auf den forensischen Stationen des Krankenhauses eingesetzt: eine akute, eine geschlossene und eine halb-offene Station. Dort sind nur männliche Patienten, die psychische Störungen haben und aufgrund dessen irgendeine Straftat begangen haben. Wir haben strenge Sicherheits-, Verhaltens- und Kleidungsvorschriften und ich bin neugierig, wie die ersten Treffen verlaufen werden.

Letztes Wochenende war ich in Montreal / Canada zum Nordamerikatreffen der Studienstiftung. Wir waren 140 deutsche Stipendiaten, die alle aktuell in USA oder Canada studieren oder forschen. Der Wochenend-Workshop wurde von McKinsey unterstützt, und dementsprechend ausgezeichnet war die location der Tagung und das Catering! :-) Es gab Vorträge über Canada und "multiculturalism", Canada's wirtschaftliche Lage, die Universität von Montreal usw. In kleineren Gruppen durften wir uns einen Vormittag mit einem Thema beschäftigen, das wir uns aussuchen durften. Ich war in der Gruppe des Leiters des Schlaganfall-Zentrums von Montral, der über die Plastizität des Gehirns im Erwachsenenalter mit uns diskutierte! Es war superspannend und echt interessant! Nachmittags hatten wir dann ne Stadtführung und ein bisschen Freizeit. Da kanadische Wetter spielte nur teilweise mit, es war recht kalt und alle Studenten aus Californien und Florida beschwerten sich selbstverständlich, während Studenten aus Vancouver es recht warm fanden! :-) Am Samstag Abend gab es ein formelles Dinner mit musikalischer Begleitung, Reden und viel Essen und Wein! Danach gings wieder ab ins Montrealer Nachtleben, das wir wie auch am Freitag Abend bis zur Sperrstunde auskosteten. :-)
Ich durfte an diesem Wochenende superspannende und nette Leute kennenlernen, die bereits in der ganzen Welt unterwegs waren und viel zu erzählen hatten. Es lag immer ein aufgeregtes Summen über den Studenten, denn alle redeten gleichzeitig und die Gespräche waren teils kontrovers, teils unglaublich lustig, und immer gut! :-) Die Atmosphäre insgesamt war einfach toll, es war überhaupt nicht vergleichbar mit den Erfahrungen mit Studienstiftlern, die ich in Deutschland gemacht hatte.

Jetzt widme ich mich mal wieder meinen Büchern - die vermissen mich schon! *hihi* Aber denkt bloß nicht, dass ich wegen des Lernens mein Segeln und Surfen oder meine Freunde hier vernachlässige! Mein Zeitmanagement und meine (über-?)optimistische Einstellung erlauben es mir immer noch meine Freizeit zu genießen und Spaß zu haben! :-)

Mittwoch, 23. September 2009

Yosemite National Park & Mid Term Exams

Die Zeit verfliegt hier - unglaublich! Vergangenes Wochenende besuchten mich Robert und Jan, zwei Kommilitonen aus Göttingen, die aktuell einen unglaublich coolen Roadtrip von Ost nach West durch die USA machen. Freitagabends gingen wir mit einer lustigen, bunt zsuammengewürfelten Truppe auf eine sehr witzige Party im "International House". Kulturelle Eindrücke und kulturspezifische Erlebnisse der besonderen Art kriegt man auf diesen Partys in Berkeley geboten... Die Fotos erspar ich Euch! :-)

Samstag morgens gings dann los mit dem Auto von den beiden deutschen Jungs Richtung Yosemite National Park. Rund 3 Stunden später waren wir dort und mit ein bisschen Charme meinerseits bekamen wir sogar noch ein Plätzchen auf dem Campingplatz, der eigentlich voll war. :-) Den Nachmittag über fuhren wir diverse "look out points" und Sehenswürdigkeiten ab: das wunderschöne Yosemite Valley mit diversen Wasserfällen (mit wenig Wasser, da es Ende des Sommers ist und es lange nicht geregnet hat), sowie beeindruckenden Felswänden, großen Wäldern (teils recht abgebrannt...), hohen Bergen (über 3000m!), malerischen Tälern, kleinen Flüssen und Seen, und schlussendlich erwartete uns ein herrliches Abendrot am Glacier Point! Als wir zu unserem Campingplatz zurück kamen staunten wir allerdings nicht schlecht, als dort 2 Motorräder und ein kleines Zelt standen... Die beiden Bewohner des Zeltes, zwei Schweden Mitte 50, entschuldigten sich sehr, dass sie unseren Platz geklaut hatten, sie dachten dort würde niemand heute Nacht zelten. Wir machten kein Drama draus, stellten unser Zelt daneben, hatten alle zusammen ein lustiges BBQ und Lagerfeuer, unterhielten uns prächtig und die beiden Biker bezahlten den Platz für uns. So war allen gedient! :-) Sonntag morgens gings zu den Sequioa Bäumen im Süden des Parks. Wir machten eine knapp 3stündige Wanderung durch die Wälder und waren sehr beeindruckt von den riesigen und uralten Bäumen! Nachmittags gings mit vielen wunderschönen Eindrücken aus Mutter Natur zurück nach Berkeley. Danke Jungs, dass ihr mich mitgenommen habt, es war toll! :-)

Zurück in Berkeley wartet ein dickes Buch über klinische Psychologie auf mich sowie einiges an Lernstoff für mein erstes "Mid Term Exam", was rund 30% meiner Note in dem Fach "Clinical Psychology" ausmachen wird. Dies sollte am Montag stattfinden... ich las und lernte brav vor mich hin und schlief irgendwann über meinen Büchern ein, denn das Wochenende war anstrengend gewesen! :-) Die Prüfung lief jedoch recht gut, wenn man sich nicht daran stört, dass man 40 Multiple Choice Fragen innerhalb von 50 Minuten beantworten muss. Die Fragen sind zum Teil recht komplex, zum Teil auch einfach, und bei manchen Antworten hatte ich Schwierigkeiten aufgrund der Fomulierungen... da sind wir wieder beim "academic Enlish", das wirklich was anderes ist als bloßes Alltags-Englisch reden... vielleicht sind meine persönlichen Ansprüche an mich auch hoch, aber ich will mich einfach ausdrücken können, wenn ich über komplexe Sachverhalte spreche. *basta* Ich bin zuversichtlich, dass es immer besser wird, und wirklich schwerwiegende Probleme hatte ich bisher nicht (außer dass mir manchmal die Worte fehlen) - so auch nicht in der Prüfung, da musste ich ja nur Kreuzchen machen! :-)

Heute war dann meine zweite Prüfung, allerdings nur eine kleine, ein sogenanntes Quiz in "Cognitive Neuroscience". Zählt ganze 4% zur Endnote in diesem Fach und umfasste immerhin 20 Multiple Choice Fragen... irgendwie mögen die Amis diese Art des Abfragens. Ich finds hingegen dämlich und halte diese Art von Fragen für kein adäquates Mittel der Abfrage von Wissen und Verständnis des Stoffs! In den kommenden Wochen erwarten mich noch mehr solcher größerer und kleinerer Prüfungen und ich versuche vernünftiges Zeitmanagement zu betreiben, damit ich das hinkriege mit all meinen Trips und Freizeitaktivitäten. :-)

Dienstag, 15. September 2009

Hochzeit in Virginia

Inzwischen bin ich ausgeschlafen und wieder fit - doch das Wochenende war anstrengend und wunderschön zugleich! Es begann mit viel Enttäuschung und Trubel, da Fabians Flieger ersatzlos gestrichen wurde und er deshalb leider nicht nach Virginia zur Hochzeit von unserem Cousin Stefan kommen konnte. Wir waren beide maßlos enttäuscht und traurig und ich musste wohl oder übel das Wochenende allein ohne meinen Bruder meistern... vor lauter Aufregung vergaß ich jedoch leider den Akku für meine Kamera, weshalb ich nur sehr wenige Bilder von der Hochzeit habe. Sorry!

So fuhr ich Freitag morgens um 4 zum Flughafen in San Francisco, um halb 8 ging mein Flieger über Washington nach Richmond. Dort angekommen erwartete mich eine angenehme Überraschung: das Mietauto der günstigen Klasse war nicht mehr vorrätig, weshalb ich ohne Aufpreis einen schicken kleinen Sportflitzer bekam. :-) Aufpreis musste ich jedoch für mein Alter bezahlen - Mieter unter 25 zahlen $25 mehr am Tag! Wucher...
Ich fuhr also gemütlich nach Charlottesville - gemütlich ist der richtige Ausdruck, denn 65 Meilen pro Stunde sind einfach mal gemütliche 110 km/h und das ist die Maximalgeschwindigkeit auf dem Highway... da bedauert man richtig, dass man so ein schnelles Auto hat, dessen PS einem nix bringen! ;-) Im Hotel angekommen machte ich mich schnell schick für den Polterabend und ging dann zu Fuß rüber zum Collonade Club, einem Club mitten auf dem wunderschönen Campus der University of Virginia. Dort erwarteten mich eine life Band, leckeres Essen und eine tolle Stimmung! Stefan und Sheedeh begrüßten mich herzlich, ich wurde rundrum vorgestellt und fühlte mich ganz und gar nicht allein, obwohl ich meinen Bruder sehr vermisste - und das das gesamte Wochenende lang! Der Polterabend verlief sehr lustig, es gab Foto-Beiträge und bayerische "Gstanzl", viel Wein und Gelächter! Gegen 12 wurde die Party in die Buddhist Biker Bar verlegt, wo es mit life Musik und Bier weiterging, bis wir - ein alter Studienfreund vom Stefan und ich als letzte verbleibende Gäste - um 2 Uhr früh rausgeworfen wurden. :-)

Am Samstag Vormittag fand dann ein legendäres Fußballspiel der "Pistazien" gegen die "Brezen" statt, sprich Perser gegen Bayern. Leider verloren die Brezen, da sie alle ihre jungen dynamischen Spieler an die Perser abgegeben hatten, da diese anfangs mit nur 3 Mann auf dem Platz aufliefen... *grins* Nach dem Spiel hüpften wir noch schnell in den See und machten uns dann schick für die Trauung am Nachmittag. Ich durfte vor der Zeremonie die Programme verteilen und während der Trauung ganz vorne bei der Familie sitzen... Es fand eine unglaublich schöne und feierliche Zeremonie statt, die die wichtigsten Elemente einer Trauung entsprechend der Persischen und der Christlichen Kultur enthielt. Die Braut war wunderhübsch und alle waren zu Tränen gerührt! :-) Nach Glückwünschen, Kaffee, Tee und dem ersten Bierchen warf man sich in die Abendgarderobe und schon ging es weiter mit Sektempfang, life Musik und attraktivem Herumstehen. Ich unterhielt mich sehr gut mit einem Onkel von der Sheedeh, der vor langer Zeit in Berkeley studiert hat und bekam ein wunderschönes Kompliment: "You've got the shine of a Berkeley girl!" :-)

Das anschließende Abendessen war mehr als lecker, die Reden sehr kurzweilig und nett und meine Tisch-Nachbarn hochamüsant! Nach dem traditionellen Eröffnungswalzer des Brautpaars wurden mit persischen Hochzeits-Liedern alle 150 Gäste spielend leicht innerhalb von 5 Minuten auf die Tanzfläche geholt - was für ein Spaß! :-) Ich lernte etliche neue Tanzbewegungen von den Damen und fand es einfach klasse! Danach spielte eine unglaublich gute Band und die Tanzfläche rockte! Beeidruckend war außerdem auch die 5stöckige Hochzeitstorte!! *mmmhhhh* So gegen 1 legte dann ein DJ aus New York Musik auf und spielte - zu meiner großen Verwunderung - auch neue deutsche Welle. Natürlich ein Wunsch des Bräutigams! :-) Wir tanzten uns bis morgens um 4 die Füße wund und schlussendlich fuhr ich happy um halb 5 mit dem letzten Shuttle zurück zu meinem Hotel.

Am Sonntag gabs nen leckeren Brunch, große Verabschiedungs-Szenen und ein paar gemütliche Stunden am See. Am späten Nachmittag fuhr ich mit meinem Flitzi zurück nach Richmond und kam irgendwann nachts um 1 mit 2 Stunden Verspätung in San Francisco an. Leider fuhr keine U-Bahn mehr und keiner vom Bodenpersonal konnte mir so richtig weiterhelfen, weshalb ich für schlappe $35 mit einem Shuttle nach Berkeley fahren musste. *nerv* Egal, das Wochenende war der Hammer, ich hatte unendlich viel Spaß und bewundere, mit welcher Leichtigkeit und mit wie viel Vergnügen 150 verschiedene Leute aller Altersgruppen, aus 3 Kulturen, 6 Kontinenten mit so vielen verschiedenen Muttersprachen ein so tolles Fest miteinander feiern konnten! Danke Stefan und Sheedeh für diese 3 wundervollen Tage! :-)

Donnerstag, 10. September 2009

Los Angeles

Letzten Freitag ging ich zum Welcome-BBQ des Ski Teams der Uni, da die neue Mitglieder für den kommenden Winter suchen. Der Deal ist ziemlich gut: $350 für einen Jahrsskipass in Tahoe plus $300 für eine Hütte dort mitten im Skigebiet. D.h. für $650 kann ich so viel Skifahren gehen, wie ich möchte. Und die Leute im Team sind total nett, sie waren hocherfreut ein Mädchen aus Deutschland da zu haben und noch dazu eine Skifahrerin, die "in den Bergen aufgewachsen ist" - naja, fast... ;-) Ich werd also wahrscheinlich demnächst beitreten und ab Dezember / Januar jedes zweite Wochenende in die Berge fahren! *freu*

Am Samstag früh morgens um 7 fuhr ich mit Aurelie und Rozemarijn (Rose) nach LA. Wir waren die einzigen Europäer in einer Gruppe von KoreanerInnen und hatten das Gefühl, eine Minorität darzustellen. Da wir die einzigen auf der Tour waren, die gut Englisch sprachen und den Tour Guide verstanden, hielt dieser es allerdings nicht für notwendig, alle Tourhighlights anzusagen. Deshalb verpassten wir leider die University of California LA, die Hollywood-Buchstaben und noch die eine oder andere weitere Sehenswürdigkeit. Whatever, wir waren dafür in Beverly Hills, in Hollywood, in Venice Beach, in Disneyland usw.
Jaaaa, wir 3 großen Mädchen haben den gesamten Sonntag in Disneyland verbracht - und wir hatten unglaublich viel Spaß!! :-) Wir sind alle Achterbahnen und sonstigen "Rides" gefahren, waren bei den Pirates of the Caribbean, bei Tom Sayer, in Toon Town, in Tarzans Tree House, bei Indiana Jones, im Cinderella Schloss, usw. Wir haben uns mit Mickey Mouse fotographieren lassen, haben die Dance Parade und die "Phantasia"-Light-Show angeschaut, sowie ein atemberaubendes, beeindruckendes Feuerwerk mit musikalischer Untermalung gesehen! Das durften wir übrigens zweimal genießen, denn wir konnten die Raketen bereits an unserem ersten Abend aus dem Whirlpool unseres Hotels bestaunen! :-) Das Hotel war schick, direkt neben Disneyland in Anaheim, mit ein paar Swimming Pools, einem schönen Zimmer und gutem Frühstück. :-)
Am Montag gings dann weiter über Downtown LA (langweilig verglichen mit San Francisco!!) nach Santa Barbara, wo wir ein bisschen am Strand chillten, ins Wasser hopsten und durch die Stadt bummelten. Die Koreaner fanden es jedoch ganz absonderlich, dass wir im Bikini ins Meer gingen, da sie selbst mit langer Jeans, Turnschuhen und Pulli bei knapp 30°C am Strand rumstanden. Wir waren so ein Highlight ihrer Tour, dass sie uns sogar fotographierten! *lol*
Schlussendlich kamen wir abends nach 6 Stunden Busfahrt und einem lustigen Kurztrip nach Southern California wieder in Berkeley an.

Die Uni läuft weiterhin gut, ich find meine Kurse immer noch toll und bin immer wieder aufs Neue begeistert vom wunderschönen Campus, dem immerwährendem Sonnenschein, den kompetenten und netten Profs, sowie den spannenden Inhalten der Vorlesungen! Lernen macht Spaß hier; und ich bin jeden Tag, wenn ich über den UCB Campus schlendere, froh und auch dankbar, dass ich 1 ganzes Jahr lang hier studieren darf! :-)

Außerdem hab ich einen Praktikumsplatz bekommen! Ich werde das ganze Jahr über jeden Dienstag Nachmittag 5 Stunden im Napa Mental Health Hospital verbringen. Das ist das größte staatliche Krankenhaus für Patienten mit psychischen Störungen - die haben über 1000 Patienten aller Altersgruppen und das gesamte Spektrum von Erkrankungen! Ich darf zusammen mit 20 anderen Studenten in allen Stationen mal reinschauen, bei Gruppentherapien dabei sein, mit den Patieten interagieren usw. Ich freu mich riesig, dass das geklappt hat und bin schon gespannt auf nächste Woche, wenn es losgeht!

Aber am Freitag flieg ich erst mal nach Charlottesville, Virginia, um dort am Wochenende auf der Hochzeit meines großen Cousins Stefan zu tanzen! :-) Ich freu vor allem drauf meinen Bruder wieder zu sehen, der auch eingeflogen kommt! Ich werde selbstverständlich berichten, wie die Hochzeit war und wie es so weitergeht in meinem Berkeley-Alltag! ;-)

Freitag, 4. September 2009

University of California Berkeley

Ich hab ne ganze Weile nichts von mir hören lassen, denn die Uni ist letzte Woche losgegangen und seitdem bin ich ziemlich beschäftigt. Doch bereits jetzt kann ich Einiges darüber erzählen, wie mein Studium hier so läuft. Ich habe 6 Kurse mit insgesamt 17 Units belegt, was etwas viel ist, doch ich denke, ich komm klar da ich inhaltlich bereits viel Vorwissen habe. Im Schnitt macht man pro Semester nur 13 Units und 4-5 Kurse, um einen Vergleich zu nennen. Mal sehen, wie stressig das wird, im Zweifel kann ich bis Mitte September immer noch einen Kurs droppen. Also, meine Kurse:

Clinical Psychology
: Mehr oder weniger der gleiche Kurs, den ich bereits in Deutschland belegt habe, allerdings wird die ganze Bandbreite von psychischen Störungen behandelt aus allen möglichen Perspektiven. Er umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group. Kursleitung ist Ann Kring, eine recht bekannte Psychologin, die etliche Lehrbücher geschrieben hat.

Cognitive Neuroscience: Ein Kurs über das Gehirn, sehr aktuelle Forschung auf dem Feld der Neurologie verbunden mit Kognitionspsychologie und allen möglichen Bereichen des menschlichen Denkens. Kursleitung: ein unglaublich netter Prof, Richard Ivry. Der Kurs umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group.

Human Happiness: ein Kurs über akademisch sehr anspruchsvolle qualitative und quantitative Forschung auf dem Feld der Glücksforschung. Wir lernen viel über Philosophie aus östlichen und westlichen Kulturen, Komponenten des Glücks, wie man glücklicher wird, pathologische Aspekte etc. In meinen Augen der coolste Kurs, den ich hab, mit einem extrem charismatischen Prof (Dacher Keltner) der sehr unterhaltsame Vorlesungen hält. Der Kurs umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group.

Psychological Anthropology:
Ein etwas ungewöhnlicher Kurs, der viel Lesen voraussetzt und unglaublich philosophisch ist. Inhaltlich vieles über Freud und Co., spannende Konzepte und neue Wege, Menschen und Kulturen zu betrachten. Anstrengende Professorin, da sie Italienerin ist und einen starken Akzent hat. Der Kurs umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group.

Cultural and Social Cognition: Der einzige Graduate Kurs, den ich belegen durfte... *hmpf* Ist ein Seminar mit unter 10 Leuten, leider hatten wir noch keine Sitzung, da der Prof (Kaiping Peng) aktuell unterwegs ist... startet also erst nächste Woche. Der Kurs umfasst nur 2 Stunden Sitzung pro Woche, allerdings viel Lesen...

Communication for Leaders:
Dieser Kurs ist an der Haas School of Business und soll Studenten rhetorisch auf das Berufsleben vorbereiten. Man lernt wie man überzeugend auftritt, gute, flüssige Vorträge hält, spontane Reden hält, akademisch anspruchsvoll und verständlich argumentiert usw. Sehr cool, auch wenn dieser Kurs mir leider meine 4 Tage - Woche versaut, da er mein einzige Freitagskurs ist! :-)

Außerdem bewerbe ich mich kommende Woche für ein Praktikum im Napa Mental Health Hospital, das jede Woche 5 Stunden umfassen würde, in denen man dort in die Arbeit mit den Patienten involviert wird. Das Praktikum würde über 2 Semester gehen und ich hoffe ich werde genommen!!

Hier noch ein paar interessante Fakten über das Unileben hier:

- Vorlesungen dauern meist nur 50 Minuten - das heißt man kommt gar nicht dazu, dass man gelangweilt ist.
- Man bekommt mündliche Noten in den Discussion Groups - wie damals in der Schule. :-)
- Wir schreiben bis zu 4 (!) Prüfungen pro Fach!
- Der Campus wimmelt von Studenten wie ein Ameisenhaufen. Man kommt kaum von A nach B!
- Zwischen den Vorlesungen hat man meist nur 10 Minuten Zeit um von A nach B zu kommen - und das kann dann schon mal ein knapper Kilometer sein, den man quer über den doch recht großen Campus zurücklegen muss.
- Die Bücher hier sind schweineteuer! Ich hab allein $350 für meine Haupt-Lehrbücher ausgegeben!
- Die amerikanischen Studenten sind mucksmäuschenstill in den Vorlesungen - da ratscht keiner. Dafür haben ganz viele ihren Laptop dabei und spielen Computer, wenn es langweilig ist.
- Profs loben Studenten für Fragen, die gestellt werden und sind begeistert über jeden - noch so blöden - Kommentar.
- Die Studenten sind extrem jung verglichen mit deutschen Studenten.
- Die Zeit, die man in Deutschland damit verbringt Texte zu analysieren und systematisch zu denken und tiefer in die Thematik einzusteigen, wird hier damit verbracht Unmengen zu lesen - wöchentlich über 300 Seiten!

Ich könnte diese Liste über erstaunliche Fakten des amerikanischen Unilebens noch beliebig weiter fortsetzen, doch das langweilt meine lieben Leser - Euch - bestimmt irgendwann. Wenn ihr mehr wissen wollt, erzähl ich gern persönlich mehr! Doch jetzt schreibe ich lieber noch ein bisschen was über meine Freizeit:

Ich mache viel Sport hier: Windsurfen, Segeln, Squash, Schwimmen usw. Das macht Spaß, man lernt viele Leute kennen und hält sich fit neben all der Rumsitzerei in Hörsälen. Außerdem bin ich abends meist mit meinen neuen Freunden unterwegs, eine bunte internationale Gruppe aus Frankreich, Holland, Schottland, Australien, England, Dänemark, Deutschland usw. Wir haben ne Menge Spaß auf Fraternity Parties und anderen House Parties. :-) Alternativen sind Kino, Theater, Billard spielen in unserem 3. Wohnzimmer und vieles mehr. Ihr seht, langweilig wird mir nicht! :-)

Da wir ein langes Wochenende vor uns haben (Montag ist frei), wollen wir (Aurelie, Rose und ich) nach LA fahren und Hollywood unsicher machen - hoffe das klappt, ist alles etwas kurzfristig! Ich werde berichten und demnächst wieder mehr Fotos hochladen! :-)

Dienstag, 25. August 2009

Windsurfen, Segeln und mehr...

Am Samstag fuhr ich morgens zusammen mit Aurelie zur Berkeley Marina um dort dem Cal Sailing Club beizutreten. Dort trafen wir den Peter (meinen alten Klasskamerad :-)) und ein paar Freunde von ihm. Wir bekamen zuerst ein kostenloses Frühstück, und dann ging unsere erste Windsurfstunde los. Ein bisschen Theorie und dann 2 1/2 Stunden Praxis... und es ist gar nicht so schwer! Windsurfen macht so viel Spaß, unglaublich! Man macht schnell Fortschritte und die Leute aus dem Club waren total hilfreich und gaben uns viele Tipps. Vor allem ist es nicht ganz so gefährlich wie Wellenreiten... zumindest für mich nicht! *hihi* Sobald wir wieder sicher im Hafen angekommen waren, bekamen wir ein Bierchen in die Hand gedrückt und es gab ein riesiges BBQ. Wir unterhielten uns mit einigen Clubmitgliedern und fanden heraus, dass 50% der Leute dort Deutsche sind. :-) Einer von ihnen, Alex, lud mich ein nachmittags mit ihm segeln zu gehen. Klar wollte ich mit! Wir segelten mit einem minikleinen Sportsegelboot auf riesigen Wellen und mit viel Wind in der Bay vor Berkeley herum und ich hatte unglaublich viel Spaß dabei! Wir lagen mit dem Boot senkrecht in der Luft, ich musste mich komplett raushängen, sonst wären wir umgekippt, wir waren soooo schnell mit dem Boot und ich musste bei allen Manövern mithelfen! Gut 2 Stunden später segelten wir wieder Richtung Hafen. Leider bekam ich beim "einparken" des Bootes den Mast an den Kopf... aber mir ist außer ner Beule nix Schlimmes passiert. ;-) Alex fuhr mich trotzdem mit seinem Auto heim, weil es ihm so leid tat, weil er dran schuld war. Nächstes Wochenende gehen wir wieder segeln und windsurfen! Coole Sportarten!! :-)

Abends waren wir auf ne Party in einer Verbindung eingeladen, aber wir waren viel zu müde und fertig von all dem Sport um hinzugehen. Deswegen gehen wir heute auf eine andere Party! :-) Am Sonntag schliefen wir ewig aus, machten dann einen Großeinkauf im Supermarkt um uns mit den Basics zum Kochen einzudecken und abends machten wir nen gemütlichen Mädelsabend mit den Holländerinnen in unserem Haus.

Heute waren Open House Day im Sport Center und im Health Center - wir haben Unmengen von kostenlosem Essen und Give Aways bekommen und viele Infos über Sport in Berkeley, Krankheiten aller Art und was wir dagegen tun können, usw. :-) Morgen ist nun unser letzter freier Tag bevor am Mittwoch die Vorlesungen losgehen und deswegen müssen wir heute noch ordentlich feiern, bevor der "Ernst des Lebens" wieder Einzug hält!

Samstag, 22. August 2009

Neue Handynummer

Hab mir heute einen neuen, recht günstigen Handyvertrag geholt, die Nummer ist +1 510 240 2340. Ich kann weltweit Festnetznummern umsonst anrufen und auch weltweit so viele SMS an Handys verschicken, wie ich will. Der Haken an der Sache ist, dass ich nicht überall in der USA Empfang haben werde. Das Netz deckt nur die größeren Städte ab, aber da ich mich hauptsächlich dort aufhalten werde, ist das ok. ;-) Also, wenn ihr zufällig mit mir quatschen wollt, schreibt einfach ne SMS und lasst mich eure Festnetznummer wissen und ich ruf euch dann an!

Ansonsten ist nichts Wesentliches passiert - ich genieße es, dass wir momentan den ganzen Tag Zeit haben einfach zu relaxen, ein bisschen shoppen zu gehen, Organisatorisches zu erledigen und Abends mit Freunden Bier, Wein und leckeres Essen zu teilen. Nächste Woche Mittwoch geht die Uni los, dann wird sich das massiv ändern, da ich einen ziemlich vollen Stundenplan habe... freu mich aber schon auf die Vorlesungen, find es spannend herauszufinden, wie Uni hier in Californien abläuft! :-)

Freitag, 21. August 2009

IKEA

Ich bin umgezogen! Wir haben ein tolles, sehr großes Zimmer in einem herrlichen Haus südlich des Campus in der Nähe des International House - Fotos lad ich demnächst hoch, damit ihr seht in welchem Luxus ich hier lebe! ;-) Unser 30 Mädels starker Haushalt hat sogar einen "House Boy" namens Marcelino, ein spanischer Austausch-Student der gerne Salsa tanzt und unsere Küche putzt... :-) Meine neue Adresse ist:

Silvana Weber
2424 Warring Street
Berkeley, CA 94704
USA
Handy: +1 510 240 2340

Heute haben wir den halben Tag bei IKEA verbracht und uns mit allen möglichen Dingen eingedeckt, die man so braucht, wenn man irgendwo wohnt und lebt: Lampen, Bettdecke, Geschirr, Mülleimer, usw.! :-) Gut, dass es IKEA auch hier gibt, da weiß man, was man hat und kann auch noch was leckeres essen während man einkauft! :-)

Die Orientierungswoche verlief gut, wir haben einige Neuigkeiten erfahren über das Leben in Berkeley, z.B. Erdbeben (ja, die gibts hier) und Kriminalität (die sehr gering ist), wie man mit einem kleinen Budget trotzdem gut lebt, wie man ein erfolgreicher Student an der Elite-Uni UC Berkeley ist etc. Der Hauptaspekt lag jedoch auf dem "Leute kennenlernen" und darin waren Aurelie und ich sehr erfolgreich, wie wir finden! :-) Wir haben 3 nette Mädels aus Holland kennengelernt, ein paar Jungs aus Schottland, England und Australien, Psychologiestudentinnen aus Polen und Dänemark und natürlich auch etliche Deutsche. Ich bin ständig unter Leuten und genieße das total! Es ist extrem spannend, so viele neue Leute mit so verschiedenen kulturellen und sozialen Hintergründen kennenzulernen und deren Geschichten zu hören und mit ihnen eine tolle Zeit zu verbringen! Ich find das einfach klasse und fühl mich pudelwohl hier in Californien! Eine lustige Geschichte am Rande: ein ehemaliger Klasskamerad von mir aus Grundschulzeiten (Peter Reisenauer), der in Würzburg Physik studiert und den ich seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr gesehen habe, ist jetzt auch Student hier in Berkeley für 1 Jahr und wir haben uns total zufällig im Internatiol House getroffen und ich hab ihn erkannt und wir konnten es beide einfach nicht glauben! Wie klein die Welt doch ist... :-)

Am Wochenende ist Open House vom Sport Center, da werden wir wohl auch teilnehmen. Inzwischen hab ich auch einen einigermaßen vernünftigen Stundenplan - das dauert allerdings extrem viel Zeit, bis man sich für all diese Kurse registriert hat und die Erlaubnis von den Profs eingeholt hat, dass man ihre Klasse besuchen darf usw. Der amerikanische Bürokratismus an den Unis toppt den deutschen um Längen!! *basta*

Montag, 17. August 2009

Santa Cruz

Ich bin wieder in Berkeley und hab Internet. Deswegen erzähl ich gleich mal, wie mein Trip nach Santa Cruz war! :-) Fotos hab ich auf www.facebook.com hochgeladen, da ich leider noch nicht herausgefunden habe, wie das hier in dem Blog funktioniert. Aber dort kann man die Bilder auch wunderbar anschauen, das Album heißt "Summer in California"! :-)

Wir fuhren am Donnerstag mit dem Greyhound Bus die Küste runter, es sind ja nur knapp 80 Meilen von Berkeley nach Santa Cruz. Wir, das sind Aurelie und ich sowie Keno und Enrico, zwei Jungs aus Deutschland die auch in San Francisco bzw. Berkeley studieren werden und die ich letzte Woche kennengelernt hab. Dort angekommen brachten wir unser Gepäck ins Hostel und gingen direkt an den Strand. Es war herrliches Wetter, wir legten uns gemütlich in den Sand, genossen das - ziemlich kalte - Wasser und hatten Spaß in den Wellen. Leider waren die Wellen ziemlich klein, wie es für diese Saison typisch ist, weshalb wir nicht surfen gehen konnten. Aber das machte nix, da wir auch so unsere Zeit gut rumbrachten und genossen. Am Strand bemerkten wir komische Wolken, die sich später als riesige Rauchwolken herausstellten, die von den Waldbränden in den Hügeln hinter Santa Cruz stammten. Ziemlich beeindruckend, aber auch furchteinflößend, wenn man weiß, dass riesige Feuer gar nicht so weit weg in den Wäldern lodern... Abends kochten wir zusammen im Hostel und gingen dann noch einen Margarita am Pier trinken. :-)

Am Freitag schliefen wir alle gemütlich aus und trafen uns unten am Strand in einem Restaurant wo wir uns ein amerikanisches Frühstück genehmigten. Danach ging es mit dem Bus in die Hügel zu University of California of Santa Cruz. Der Campus ist riesig, es ist richtig beeindruckend wie die Uni und die Studentenwohnheime auf dem Gebiet verteilt sind. Alles ist im Wald und aus Holz gebaut. Die haben ihr eigenes Bussystem aufm Campus, da man nix zu Fuß machen kann, weil alles so weit voneinander entfernt ist. *wow* Wir wurden Zeugen eines kleinen Brandes (circa so groß wie eine Pizzaschachtel), den unser Busfahrer todesmutig löschte und dann die Feuerwehr rief, die sofort kam und den Brandherd gar nicht fand, ohne dass wir ihnen zeigten, wo das Feuerchen war. Es ist aber gut, dass die sowas so ernst nehmen, denn es ist alles so trocken dort, dass sich solche kleinen Brandherde krass ausbreiten können. Leider war die Luft am Campus voller Rauch und Asche, was das Atmen nicht gerade angenehm machte. Deshalb blieben wir nur knapp 3 Stunden und fuhren dann wieder zurück ans Meer, wo es zumindest ein bisschen besser war. Wir kochten lecker im Hostel und fanden es richtig klasse, dass die Unmengen von kostenlosem Essen, vor allem Obst und Gemüse, für ihre Gäste bereitstellen. Das bescherte uns ein ziemlich gesundes Abendessen! ;-) Abends gings dann an den Strand runter, wo eine Band namens "Papa Doo Run Run" Oldies spielte. Der Strand war voller Leute aller Altersgruppen, wir saßen zwischen ein paar Rentnern, die sich prächtig mit uns unterhielten und tanzten wir die Weltmeister. :-) Danach gingen wir noch in eine Bar zusammen mit einer Holländerin namens Aafke, die lustigerweise auch in Berkeley studieren wird und in dem Haus wohnen wird, wo ich übermorgen ausziehe! :-)

Samstags schliefen wir wieder ewig aus - das tut einfach gut, und anscheinend haben sowohl Aurelie als auch ich den Schlaf dringend nötig. Dann gings wieder runter an den Strand, diesmal an einen anderen. Es war wieder ziemlich rauchig, aber auch kalt. Wir schliefen wieder ne Runde, lasen ein bisschen, quatschen und beobachteten die Helikopter, die mit Wasserbehältern Richtung Hügel flogen. Unglaublich, wie heftig diese Waldbrände sein müssen... :-( Keno und Enrico fuhren zurück nach Berkeley, Aurelie und ich wollten allerdings noch bis Sontag bleiben. Wir checkten in ein total süßes "Bed and Breakfast" ein, das von ausgewanderten Mexikanern betrieben wird. Die ganze Familie war so unglaublich gastfreundlich und unser "California King Size Bed" einfach riesig!! :-) Abends fuhren wir wieder rauf zum Campus, weil wir dort "A Midsummernights Dream" von Shakespeare anschauen wollten. Leider war das schon ausverkauft, worüber wir aber nicht allzu traurig waren, da es ein Open Air Theater war und es schweinekalt war. ;-) Also schauten wir ein anderes Theaterstück an namens "Shipwrecked", das drinnen stattfand und superwitzig war! Haben viel gelacht und waren froh, dass wir nicht froren! :-) Danach fuhren wir zurück in unser King Size Bed und schliefen wieder mal. :-)

Tja, und schlussendlich: Sonntag! Wir bekamen ein sehr leckeres mexikanisches Frühstück und machten dann einen Strandspaziergang. Wir kamen sehr nah an Seelöwen ran, besuchten ein Surfer Museum und genossen die Sonne und die frische Luft (der Wind hatte gedreht, denkt bloß nicht, dass das Feuer schon gelöscht war!)! Nachmittags gings mit dem Greyhound Bus zurück nach Berkeley. Leider können wir erst am Mittwoch in unser neues Zimmer einziehen. Allerdings darf ich bis dahin hier im Hoyt Haus bleiben, was supernett von den Mädels ist!

Morgen ist der erste Tag der Orientation Week für die internationalen Studenten. Freu mich drauf, da werd ich bestimmt viele neue Leute treffen und einige neue Dinge über das Studieren in Berkeley erfahren! *juhu* :-)

Donnerstag, 13. August 2009

Where to live and where to go?

Es gibt Einiges an Neuigkeiten zu berichten!

Zu allererst: Ich werde umziehen! :-) Aurelie war bis gestern immer noch auf Wohnungssuche, und ich hab sie zu vielen Zimmern begleitet, da sie gern eine zweite Meinung hören wollte. Wir waren dann gestern in einem alten Sorority House und haben uns ein großes Doppelzimmer angeschaut. Die "Schwesternschaft" existiert nicht mehr, aber die Zimmer werden nach wie vor an Studentinnen vermietet. Da es Aurelie allerdings noch an einer Mitbewohnerin des - übrigens sehr günstigen Zimmers - mangelte, hab ich kurzerhand beschlossen hier zu kündigen und kommende Woche mit ihr dort einzuziehen! :-) Es wohnen dort während des Semesters 30 Mädels. Das Haus ist riesig, es hat ein großes Wohnzimmer mit Flügel und Kamin, eine große professionelle Küche, mehrere gemütliche Aufenthaltsräume usw. Außerdem gibt es einen House-Boy, der sich um alles kümmert und sauber macht usw. :-) Wir müssen keine Work Shifts übernehmen, sondern nur unseren eigenen Kram aufräumen, die Gemeinschaftsräume werden alle 2 mal die Woche geputzt. Wir können selber kochen und haben viel mehr Freiheiten als hier in dem Co-op. Das ist super! Außerdem kostet es nur die Hälfte von dem, was ich hier zahle und ist trotzdem direkt beim Campus! *freu*

Ansonsten hatten wir heute einen tollen Tag in San Francisco! Wir haben uns 2 Fahrräder gemietet, sind durch die Stadt gefahren, am Hafen entlang gerollt, und dann über die Golden Gate Bridge, die seit 5 Tage zum ersten Mal ohne Nebel war, nach Sausalito gefahren! Dort haben wir uns ein großes Eis gegönnt, sind im Grad gelegen, haben die Aussicht auf San Francisco genossen und viel geratscht und gelacht! :-) Am späten Nachmittag sind wir dann zurück über die Brücke geradelt nach San Francisco und haben unsere Räder zurück gegeben. Am Union Square gab eine Band ein life-Konzert, was wir uns natürlich ein wenig anhören mussten. Tolle Atmosphäre, das könnt ihr mir glauben: ein Sonnenuntergang, der sich in den Hochhäusern spiegelt, gute Musik, viele gut gelaunte Leute und ich selber: glücklich! :-)

Morgen fahren wir in aller Frühe (um 6!!) nach Santa Cruz, wo wir ein paar Tage bleiben wollen und am Strand entspannen, surfen und baden! :-) Ich schreib wie es war, sobald ich wieder in Berkeley bin und Internet hab!

Sonntag, 9. August 2009

San Francisco

Nach einem anstrengendem Tag sitze ich mal wieder vorm PC und schreibe ein paar Zeilen. Ich hab dicke Blasen an den Füßen vom vielen Rumlaufen in San Francisco. Aber die waren den Tag wert, denn es war absolut klasse! Wir haben sooo viel gesehen!! :-)
War mit ner deutschen Couch Surferin unterwegs, die gerade in Berkeley ist und die ich zufällig kennengelernt habe. Wir haben erst mal die Stadt nach einem bewährten Prinzip erkundet: erste Straße links, nächste Straße rechts, dann links, dann rechts, usw. :-) Haben total viel gesehen dadurch, vor allem Ecken, an die man sonst nicht kommt. In Japan Town kamen wir dann zu einem Straßenfest mit kleinen Hip-Hop tanzenden Kindern und vielen Ramsch- und Fress-Ständen, das hat unser System durcheinander gebracht. *hihi*
Sind dann runter zum Hafen, die Golden Gate war leider komplett im Nebel, sind dann rüber zu Fisherman's Wharf, wo wir 2 nette Jungs aus Deutschland kennengelernt haben. Die studieren auch beide hier in USA; einer in New Orleans, der andere an der San Francisco State University. Waren den Rest des Tages dann zu viert unterwegs, haben lecker Clam Chowder gegessen, sind durch die Straßen gebummelt, im Golden Gate Park spazieren gegangen und hatten viel Spaß zusammen. Zum Abendessen haben wir 2 weitere Jungs aus Würzburg getroffen, die auch an der UC Berkeley studieren und ein großes Auto haben. Mit denen hab ich gleich Nummern ausgetauscht - vielleicht klappt das ja mal, dass man an nem Wochenende nen Road Trip zusammen macht! :-)

Ich bin heute bestimmt Unmengen von Kilometern gelaufen und hab sauviel gesehen und Eindrücke gesammelt. San Francisco ist leider aktuell voll mit Touristen, weshalb wir beschlossen haben die Sehenswürdigkeiten wie Alcatraz erst im September zu machen, wenn es ruhiger wird. Mal sehen, was ich die kommenden Tage weiterhin machen werde. Aurelie hat inzwischen auch schon (fast) ne Wohnung gefunden, mal sehen was wir noch so machen bis die Uni losgeht in 14 Tagen! :-)

Samstag, 8. August 2009

All you need is sleep and Gin and Tonic...

Ich bin gut in San Francisco gelandet und auch gut in meinem Zimmerchen in Berkeley angekommen. Gestern nachmittag schon. Aber ich hatte bisher kein Internet und das jetzt ist auch mehr Zufall... :-) Deswegen schreibe ich jetzt erst.

Der Flug war unspektakulaer. Wir hatten ordentlich Verspaetung, warum auch immer. Ich habe die meiste Zeit geschlafen und zum Mittagessen und Abendessen Gin Tonic genossen. Als ich dann gelandet war, sprach ich noch mit einem netten officer an der Grenze, er liess mich ohne Probleme einreisen und dann holte mich auch schon auf Abruf mein Shuttle Bus nach Berkeley ab. Das klingt alles sehr einfach und entspannt, war es irgendwie auch, aber trotzdem war ich voellig uebermuedet, hatte viel Gepaeck zu schleppen und es war alle soooo aufregend! :-)

In meinem Co-op war leider niemand da um mich zu begruessen, also musste ich erst mal zum Central Office damit die die zustaendige Dame anriefen, die dann ne halbe Stunde spaeter kam und mir mein Zimmer und das ganze Haus zeigte. Ich habe ein suesses kleines Einzelzimmer, das aber nur fuer den Anfang. Evtl. muss ich in 2 oder 3 Wochen nochmal umziehen und mir dann ein Zimmer teilen. Aber das stellt sich dann noch heraus. Aber ich fuehle mich wohl und habe dann nach einem kleinen Spaziergang ueber den Campus 16 Stunden friedlich durchgeschlafen. :-) Ein Wort noch zu dem Haus: wenn dieses Co-op das Sauberste von Berkeley ist, wie sehen dann die anderen aus?!?!

Heute morgen bin ich dann zum International House, wo Check-In Meeting war. Es gab ein paar nuetzliche Infos, nette Officer, die einem das Leben leichter machen und vor ein Fulbright Welcome Package mit viel Papier und meinen Responsibilities, das ich mir noch genauer anschauen muss... Vor allem aber habe ich eine nette Franzoesin getroffen, Aurelie, die auch erst gestern gelandet ist und mit der ich jetzt Berkeley erkunde. Sie sucht aktuell noch nach einer Wohnung und deswegen hab ich grad Internet in so nem Rental Office... Wir gehen jetzt erst mal Mittagessen und die Sonne geniessen. So long... ich meld mich wieder! :-)

Mittwoch, 5. August 2009

Auf Wiedersehen, Deutschland!

Noch 34 Stunden, dann startet mein Flieger nach San Francisco... kaum zu glauben, dass es nun wirklich so weit ist! Erst konnte ich es kaum erwarten und jetzt steht der Abflug so kurz bevor! Ich habe mich inzwischen von allen meinen Lieben verabschiedet und werde gleich mal anfangen, meine Sachen zu packen - das muss ja auch irgendwann sein! :-) Die Vorfreude steigt, die Aufregung auch! Mein Visum ist endlich per Post vom Generalkonsulat zurück (wurde auch Zeit!) und meine Bachelorarbeit ist auch fertig und abgegeben. Ich warte nur noch auf meine Abschlussnote, dann bin ich tatsächlich "Bachelor of Science" in Psychologie! Kaum zu glauben, dass drei Jahre Studium in Göttingen schon vorbei sind... schön war's und wird es bestimmt auch wieder, wenn ich in einem Jahr zurückkomme und dort mit dem Master weitermache!

Aber ich fange mal mit den Eckdaten meines gerade beginnenden Auslandssemesters an:

Ich fliege am Donnerstag Morgen von München über Frankfurt nach San Francisco und werde dann direkt nach Berkeley fahren. Ich habe dort auch bereits eine Wohnung, besser gesagt ein Zimmer in einem Mädchenwohnheim... :-) Das Studentenwohnheim (oder auch "Co-op") heißt Hoyt Hall und bietet 60 Studentinnen ein Dach über dem Kopf - und das direkt neben der Uni! Ich bin schon sehr neugierig, wie das Leben dort wohl so sein wird. Was leider noch nicht sicher ist, ob ich ein Einzel- oder ein Doppelzimmer bekommen werde. Aber das wird sich in den nächsten Tagen klären... die Hauptsache ist, dass ich eine Wohnung habe und dort auch verpflegt werde und das zu einigermaßen bezahlbaren Mietpreisen.
Die ersten Einführungsveranstaltungen der Orientierungswoche für die internationalen Studenten beginnen erst am 17.08., d.h. ich habe noch 10 Tage Urlaub, bis ich wirklich anfangen muss, mich mit dem Unileben in USA auseinander zu setzen. Das finde ich super, da ich somit genügend Zeit habe, mich einzuleben, mir Berkeley und San Francisco anzuschauen, ein wenig am Strand zu entspannen und vielleicht sogar surfen zu gehen. Ich versuch mir auch nicht den Kiefer zu brechen... *grins* Die Vorlesungen an der UC Berkeley gehen dann erst am 26.08. los, bis dahin werde ich mich wohl gut genug eingelebt haben, um dann das "akademische Californien" kennenzulernen.

Ich bin gespannt, was mich alles da drüben erwarten wird, und habe vor, Euch hier in meinem "Online Diary" regelmäßig auf dem Laufenden zu halten! Ich freue mich jedoch auch sehr über persönliche Kommentare, Emails oder Skype-Gespräche! :-) Noch zur Info: Meine deutsche Handynummer wird nur bis 30.08. freigeschaltet sein und dann erst ab Sommer 2010 reaktiviert werden. D.h. ab September bin ich telefonisch nur noch über mein amerikanisches Handy erreichbar, dessen Nummer ich demnächst hier bekannt geben werde.