Wir verbrachten zwei gemütliche Tage in Vientiane, wo unter anderem Julia Informationen für ihre Seminararbeit über UXOs (nicht explodierte Bomben aus dem Vietnamkrieg, da die Amerikaner haufenweise Laos bombardiert haben) sammelte. Es war sehr interessant darüber mehr zu erfahren, wir waren in verschiedenen Museen und auch bei einer NGO, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Minen zu entschärfen. Schockierend, was ein so friedliches Land und seine Bevölkerung erleiden mussten, die eigentlich neutral waren während des Krieges und trotzdem am meisten bombardiert wurden. :-(
Von Vientiane aus flogen wir am Sonntagmorgen nach Siem Reap in Kambodscha, da wir keine Lust hatten auf weitere 30 Stunden Busfahrt. ;-) Auf dem Flug lernten wir drei nette Jungs kennen aus Irland, Australien und Neuseeland. Wir fuhren gemeinsam in ein Hostel und machten gleich aus, am nächsten Tag gemeinsam die Tempel von Angkor zu erkunden! Da das Tagesticket bereits am Abend vorher für den Sonnenuntergang gilt, fuhren wir noch am selben Tag am späten Nachmittag zum ersten Tempel. Der Sonnenuntergang war zwar miserabel bzw. nicht existent, aber wir hatten Spaß! :-)
Am nächsten Tag regnete es morgens, also schliefen wir 2 Stunden länger und fuhren nicht für den Sonnenaufgang zu den Tempeln. Um halb 9 war es dann schön und wir starteten zu sechst mit Mr. Chok Choky, unserem Fahrer, ganz komfortabel in einem klimatisierten Minibus. :-) Es wäre zu viel, hier jeden einzelnen Tempel zu beschreiben, aber jeder einzelne davon war einfach wundervoll!! Manche beeindruckten durch ihre Größe und vor allem Höhe, andere durch feine Reliefs über hunderte von Metern. Wieder andere waren kleiner und unscheinbarer, aber lagen malerisch neben einem See oder versteckt hinter Bäumen. Vor allem Angkor Wat und Tha Phrom (der Tempel, in dem Angelina Jolie in dem Film „Tomb Raider“ spielt) beeindruckten uns sehr; wir schossen hunderte von Fotos (die wir jetzt fein säuberlich aussortieren werden) und liefen den ganzen Tag durch das riesige Areal! Und dabei sahen wir noch nicht mal die Hälfte aller Tempel und Bauwerke, die dort stehen! Abends brachte uns Choky zu einem Markt, wo ausschließlich Einheimische Picknick machten – ein richtiges kleines Volksfest. Waren die einzigen Touris und daher aßen wir auch das, was es dort gab: Frösche, Heuschrecken und so weiter… schmeckt wie Hühnchen! ;-)
Am zweiten Tag fuhren wir drei Mädels (Krissi, Julia und ich, denn Franzi hatte uns in Vientiane verlassen um in den Süden von Thailand zu fahren zum Kite Surfen; das wollte sie lieber machen als mit nach Kambodscha fahren, also trennten wir uns für den zweiten Teil unseres Urlaubs und treffen uns in ein paar Tagen in Bangkok wieder) mit Choky im Tuktuk zu einem sehr abgelegenem Tempel namens „Beng Mealea“. Dieser ist völlig überwuchert von Bäumen und anderen Pflanzen – die Natur erobert sich ihr Gebiet zurück und gewinnt über die von Menschen errichteten Steine, die Wurzeln sprengen regelrecht die Mauern auseinander. Alles ist zusammengefallen, liegt kreuz und quer rum und wir kletterten mit einem guide zusammen über die Mauern, Steine und Bäume. Wir durften uns auf herabhängende Wurzeln setzen und schaukeln, sahen alte Reliefs, und waren völlig überwältigt von der Schönheit und dem Zauber von diesem Ort!
Abends bummelten wir noch ein wenig über den Nightmarket und fuhren dann mit dem „Over Night Sleeping Bus“ (der eine ziemlich Verarschung war – naja, egal) zurück nach Bangkok. Dort kamen wir Mittwoch mittags irgendwann an und fuhren gleich weiter zum Bahnhof, wo wir den nächsten verfügbaren Zug an die Küste nach Chumphon buchten. Nach 10 Stunden Busfahrt, ein wenig Aufenthalt und weiteren 8 Stunden Zugfahrt (die sehr komfortabel und gemütlich war!!) erreichten wir nachts um 11 endlich die Küste. Mit der Mitternachtsfähre wollten wir dann aber doch nicht fahren, wir waren lang genug unterwegs gewesen, also checkten wir in ein sehr nettes Hostel ein und schliefen erst mal seelig eine Nacht, bevor wir am nächsten Mittag die Fähre nach Koh Tao nahmen.
Auf Koh Tao kamen wir am Pier ins Gespräch mit PingPong, die uns einen verdammt guten Deal anbot für ein kombiniertes Tauch- und Unterkunft-Paket. Nach kurzem hin-und-her-Rechnen und Beratschlagen schlugen wir ein und sie brachte uns ins „Davy Jones Locker“ Dive Resort. Eine gute Entscheidung!!! Wir unterhielten uns noch einem der Dive Instructors und besprachen das weitere Prozedere, und wurden dann zu unserem kleinen süßen Bungalow 50m vom Strand gebracht. Sonja aus der Nähe von Stuttgart, echt cool und nett, war unser Instructor und wir wurden begleitet von Sam aus Schottland, der gerade seine Ausbildung zum Dive Master absolviert und Sonja assistierte (obwohl er später sagte, er hatte ja nix zu tun weil wir so unkompliziert waren und so gut im Wasser unterwegs). :-) Herrlich! Sonnschein, Meer, nette Leute, gutes Essen – was will man mehr! Der perfekte Ausklang eines tollen Urlaubs!!
Ich hatte mich dazu entschlossen den Advanced Diver zu machen, der 5 Tauchgänge einschließt. Die anderen beiden haben diesen Schein bereits, kamen aber auf die Tauchgänge mit als „Fun Dive“. Wir bekamen alle noch einen weiteren Tauchgang geschenkt, da grad eher low season ist. Über 30°C Lufttemperatur und 30°C Wassertemperatur – die absolut perfekten Konditionen zum Tauchen!! Am Freitagnachmittag fuhren wir mitm Boot raus und machten 2 Tauchgänge beim „Japanease Garden“ – wir sahen viele bunte Fische, Korallen und anderes Getier! WOW!! Ich war (und bin) völlig fasziniert von der Unterwasserwelt, von Tauchgang zu Tauchgang wurde ich begeisterter!! Freitagabend machte ich einen Nachttauchgang mit. Mit Taschenlampen bewaffnet tauchten wir ins tiefschwarze Meer runter! Ein faszinierendes Erlebnis, vor allem als wir von leuchtendem Plankton umgeben waren, das wie viele bunte Glühwürmchen im Wasser aussah!! Hinreißend und mit nichts zu vergleichen!! :-)
Am Samstag ging es sehr früh los, 7 Uhr war Abfahrt! Wir machten wieder zwei Tauchgänge, doch diesmal ging es tiefer! Der erste ging runter zu einem Riff auf 27 Meter, der zweite zu einem Wrack eines alten US Navy Schiffs aus dem zweiten Weltkrieg auf 26 Meter. Faszinierend!!! Wieder viele bunte Fische (keine Ahnung wie die alle heißen, konnte nur einen Schwarm von Barrakudas identifizieren und benennen) und wir konnten sogar noch die Kanone bewegen, die auf dem Schiff montiert ist! Nach einem gemütlichen Nachmittag gingen wir abends in eine Lady-Boy-Show, ein Kabarett! Einmalig!! Die Ladies konnten tanzen, unfassbar! Wir kugelten uns teilweise vor Lachen und waren völlig begeistert! Vielleicht gehen wir heute gleich nochmal hin, die Show kostet nämlich keinen Eintritt und das Kabarett Programm ist jeden Abend ein anderes. :-)
Trotz der etwas längeren Partynacht in einer Bar am Strand und Tanzen im Sand starteten wir heute Morgen um 7 schon wieder mit dem Boot raus aufs Meer. Der erste Tauchgang war geprägt von etwas schlechter Sicht und starken Wellen an der Oberfläche, doch es war auch toll! Den zweiten machte ich dann noch spontan mit, Krissi und Julia blieben auf dem Boot, da sie nicht nochmal einen Tauchgang extra bezahlen wollten. Doch mich hats voll erwischt, ich bin total hin und weg vom Tauchen!! Der letzte Tauchgang war also nur mit Sonja und Sam und ich fand ihn am allertollsten! Wir tauchten durch eine 25m lange Höhle durch, sahen Moränen und allerlei andere bunte Fische (mal wieder :-)), sowie viele Korallen und Seeschnecken in vielen verschiedenen Farben! Sonja fotografierte mit ihrer privaten Kamera, hab also auch ein paar Erinnerungs-Bilder! *juhu*
Die letzten 24 Stunden auf Koh Tao werden wir nun noch relaxen und am Strand chillen, und uns vielleicht noch eine Massage genießen. Tauchen können wir nicht mehr, da wir am Mittwoch heimfliegen und da sollten wir nicht mehr am Montag tauchen gehen, wegen der Stickstoffbelastung. Doch ich werde noch lange davon schwärmen und freu mich schon auf die nächste Möglichkeit abzutauchen! :-) Morgen starten wir nach Bangkok (wieder mal eine Overnight Verbindung), werden dann noch einen Tag shoppen und uns die letzte Thai-Massage gönnen und dann am Mittwoch früh nach Hause fahren. Somit ist dies wohl der letzte Blogg-Eintrag für diesen Urlaub! Hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen! Fotos und alle weiteren Storys gibt’s persönlich, wenn ich wieder da bin! Bis dann!! :-)
Wenn ich unterwegs bin, erzähle ich hier gerne meine ganz persönlichen Geschichten und berichte von meinen Erfahrungen. Zu Lesen gibt es Erzählungen von spannenden Erlebnissen und interessanten Menschen, Schilderungen von Eindrücken und Ländern, Reflexionen über neue Erkenntnisse und vieles mehr... nicht nur aus Californien, wo mein Blog began! Herzlich Willkommen und viel Spaß!
Dienstag, 6. September 2011
Freitag, 26. August 2011
Laos - das Land der Feuchte
Vielleicht wundert ihr euch gerade über den Titel - doch wenn ihr fertig gelesen habt, werdet ihr verstehen, warum! :-)
Nach einer problemlosen Busfahrt von Chiang Mai nach Chiang Khong blieben wir dort für eine Nacht in einem sehr malerischen Hostel direkt am Mekong, weil wir für die Grenze, die um 18 Uhr schließt, 15 Minuten zu spät dran waren. In der Früh konnten wir leider auch nicht frühzeitig zur Grenze aufbrechen, weil die Krissi starke Migräne hatte. Also saßen Julia, Franzi und ich auf der Terasse, beobachteten den Dauerregen aufgrund des Monsuns, der an diesem Tag besonders aktiv war und warteten auf Besserung. Die Dame des Hauses unterhielt sich noch lange mit uns - eine sehr gebildete Thailänderin, die mit einem Amerikaner zusammen ist, aber eigenständig seit 10 Jahren ihr Guest House führt. Sie sprach mit uns über kulturelle Differenzen in ihrer Beziehung, die politische Sitaution in Thailand und Laos, medizinische Versorgung, Bildung und vieles mehr. War echt interessant!!
Wir starteten also nach dem Mittagessen etwas verzögert nach Laos, überquerten in einem kleinen Ruderboot den Mekong und bekamen dann an der laotischen Grenze für 30 Dollar ein hübsches Visum in den Pass gestempelt. Wir gingen sofort zum Office der "Gibbon Experience" und buchten dort eine Zwei-Tages Tour, die am nächsten Tag früh morgens losgehen sollte. Die Krissi durfte sich also noch den restlichen Tag erholen und wir stapften durch den Regen durch Huay Xai um schlussendlich in einem Restaurant am Mekong zur Abwechslung Pizza zu essen, da uns das südostasiatische Essen bereits ein wenig zum Hals raushängt...
Freitagmorgen standen wir früh auf und fuhren hinten auf einem Pickup (Nieselregen - wir werden wieder etwas nass) in die laotische Pampa. Unser Gepäck hatten wir im Office gelassen und hatten nur einen kleinen Rucksack dabei mit dem allernötigsten. In einem kleinen Dorf wurden wir erstmal von Kindern umzingelt und angeschaut, dann bekamen wir unsere Kletter-Gurte und wurden den Guides vorgestellt. "You can ask any question" war die Aussage am Anfang - das taten wir auch, aber leider konnten Peng und Phong kaum Englisch und konnten deswegen keine passenden Antworten geben. Schade, aber das tat der Sache keinen Abbruch. Wir wanderten 2 Stunden durch den Dschungel steil bergauf. Es hatte zu regnen aufgehört, doch wir waren innerhalb von wenigen Minuten patschnass geschwitzt aufgrund der Hitze und der großen Luftfeuchtigkeit im Dschungel. Also wieder nass... :-)
Endlich erreichten wir die erste "Zipp-Line", auch "Flying Fox" genannt: ein Kabel über eine Schlucht gespannt, rund 500 Meter lang und 70 Meter hoch. :-) Wir spannten uns - nach dem "OK" unserer guides - einer nach dem anderen ein (die Rollen mit denen wir durch den Dschungel flitzten waren lustigerweise von einer deutschen Firma!), befestigten die Sicherungskarabiner und starteten. Ein unglaubliches Gefühl!!! Man fliegt regelrecht über das Blätterdach des Urwalds, sieht Vögel, Bäche Schmetterlinge und vieles mehr! Nur Gibbons sahen und hörten wir leider während der gesamten 2 Tage keine, das war traurig, aber nicht zu ändern. Doch das Gefühl wie Tarzan (oder wahlweise Jane :-)) durch den Urwald zu schwingen, sich in den Gurt zu hängen und mit bis zu 50 km/h unterwegs zu sein - das ist echt unbeschreiblich!! Man fliegt, schwingt, singt, genießt die atemberaubende Aussicht und kann es kaum glauben, dass man bis zu einer Minute lang an diesen Drahtseilen entlang flitzt! Unsere längste Zipp Line war über 600 Meter lang und 150 Meter hoch - echt stark!! :-)
Nach 3 Stunden wechselweise Zipp-Linen und Wandern erreichten wir unser persönliches Baumhaus; in 150 Metern Höhe, mit atemberaubender Aussicht über den Dschungel, selbst von Toilette und Dusche aus! :-) Wir bekamen Kaffee und Tee und genossen die Mittagspause - es regnete aber wieder (ja, erraten: wieder (oder immer noch?) alles feucht!!). Nachmittags machten wir nochmal eine Zippline-Runde mit unseren Guides. Leider war während des mittäglichen Gewitters ein Bambusbaum auf eine Zipp Line gefallen, weshalb wir stattdessen durch diese eine Schlucht wandern mussten... ein Abenteuer für sich! Böse beißende Insekten, steile Abhänge, fiese Lianen, die sich um unsere Füße wickelten und ein Bach, der überquert werden musste. Aber wir schafften es und genossen nach der Heimkehr in unser Baumhaus eine Regenwasserdusche mit der schönsten Aussicht der Welt!! Die guides ließen uns immer allein im Haus, sie brachten zwischendurch nur Essen und räumten auf. Wir haben auch keine Ahnung wo die schliefen... Nachts waren wir also allein mit den Geräuschen des Dschungels, Taschenlampen und Spielkarten! :-) Ein einmaliges Erlebnis!! Am Samstag machten wir nochmal eine morgendliche Zippline Runde und nach dem Frühstück machten wir uns auf den Rückweg: wieder mehrere Zipplines, auch über größere Flüsse, und sehr steile Hänge die wir abwärts wandern mussten! Unsere für 2 Euro gekauften Gummi-Turnschuhe mit Gummi-Noppen taten gute Dienste, denn es regnete mal wieder... ;-)
Auf einmal sahen wir eine kleine Hütte und ein Auto - wir waren also am Ende angekommen, dachten wir! Es gab Mittagessen und dann ging die extremste 4-wheel drive Fahrt los, die ich je erlebt habe. Über Stock und Stein, durch Bäche und Schlammlöcher - der Fahrer manövrierte uns durch alles gut durch - und das bei heftigem Dauerregen! Zwischendurch mussten wir mal schieben, denn alle Tricks des Fahrers griffen nicht mehr. Also waren wir nun nicht nur nass, sondern auch über und über mit Schlamm bespritzt! :-) So checkten wir nach 3 Stunden Fahrt in unser Hostel in Huay Xai ein - die Dame guckte etwas pickiert und versichterte uns, dass wir eine warme Dusche aufm Zimmer hätten! :-)
Am Sonntag und Montag fuhren wir dann mit dem Slow Boat den Mekong runter Richtung Luang Prabang. Sonntags regnete es mal wieder, aber nur zwischendrin immer wieder. Am Montag hatten wir strahlenden Sonnenschein, den ganzen Tag lang! Die Bootsfahrt war unendlich entspannt, wir konnten unseren Muskelkater pflegen und gemütlich lesen, Musik hören, ratschen und unseren weiteren Trip planen. Die Landschaft dort ist sehr schön, grüne Hügel, malerische Dörfer, Fischerboote und zwischendrin ein Tempel am Fluss. Sehr hübsch! :-) Wir unterhielten uns auch mit ein paar anderen Reisenden, Australiern, Engländern und Deutschen. Schon toll, was für Menschen man kennenlernt, wenn man unterwegs ist! Eine Gruppe von Engländern fanden wir besonders lustig, die kamen alle aus Abi Dhabi, wo drei als Lehrer, einer als Architekt und und einer bei der Botschaft arbeiten und seit Jahren leben. Sie luden uns gleich ein, unseren Rückflug umzubuchen und ein paar Tage bei ihnen zu bleiben! Die Einladung ist echt verlockend, wir versuchen aktuell herauszufinden, wie viel uns eine Umbuchung des Fluges kosten würde. :-)
Die Nacht von Sonntag auf Montag verbrachten wir in Pak Beng, einem kleinen Dorf am Mekong. Dort wurden wir um halb 10 darauf hingewiesen, dass die Stadt bald schließe (???) und wir doch bitte ins Bett gehen sollen. "Sorry, we're closed!" Wir saßen jedoch noch ein wenig auf dem Balkon und ratschten mit den Engländern bis um halb 1 ein Polizist vorbei kam und uns wild mit seiner Taschenlampe fuchtelnd darauf hinwies, dass die Stadt schon längst geschlossen sei und wir SOFORT ins Zimmer gehen müssten! Ein vorbeifahrendes Auto lenkte ihn jedoch ab, er sprang wieder hinten auf das Mofa und brauste dem Verkehrs-Sünder (weil nachts fahren anscheinend verboten ist) hinterher. :-)
In Luang Prabang schauten wir uns wieder mal einige hübsche Tempel an (schweißnass vom rumlaufen in der Hitze) und standen am Dienstag in der Früh auch gaaaaanz früh auf, um bei Sonnenaufgang den Mönchen beim Almosen-Einsammeln zuzusehen. Über 350 Mönche aus 8 Klöstern gehen jeden Morgen rum und bekommen Reis von der Bevölkerung (und von Touristen, die auch mitmachen wollen...). Wir saßen etwas abseits und beobachteten das Schauspiel nur und genossen die Atmosphäre.
Nachmittags fuhren wir gemeinsam mit den Engländern zu einem Wasserfall, der in Terassen durch den Urwald runterbrauste. Man konnte dort herrlich schwimmen, sich hinein-schwingen, über Steine klettern und mit Reifen rumrutschen! Wie im Paradies, vor allem bei der Hitze!! :-) Wir hatten einen riesen Spaß und platschten fröhlich den ganzen Nachmittag dort rum! Am Mittwoch machten wir vier Mädels wieder allein eine Tour; wir gingen Kayak fahren auf dem Mekong und absolvierten ein Mahout Training in einem kleinen Elefanten Camp, wo wir die einzigen Besucher waren. Wir lernten unsere Elefanten zu lenken, saßen ohne Sattel nur im Nacken der Dickhäuter und schossen die tollsten Fotos! Und dann das Highlight: wir gingen ewig lang mit den Elefanten im Mekong baden!!! :-D wir durften vom Kopf ins Wasser springen, am Rücken aufstehen, uns am Rüssel festhalten - die ließen echt alles mit sich machen und bespritzen uns fröhlich mit Wasser! Das Dauergrinsen stand uns allen noch lang im Gesicht, die Endorphine hatten eine lange Nachwirkung! :-)
Doch das war auch nötig, denn aus dem geplanten Over-Night Bus von Luang Prabang nach Vientiane, der normalerweise 9 bis 12 Stunden dauert, wurde aufgrund eines riesigen Erdrutsches, eine regelrechte Schlammlawine, die einen halben Berg wegriss und anscheinend mehrere Häuser unter sich begrub, eine Odyssee von 20 Stunden!!! :-( Wir waren stundenlang gestrandet, saßen fest zwischen Schlamm, Lastwägen und Bussen, die zum Teil schon seit Tagen dort festhingen und erst morgens konnten wir den Fahrer eines Minibusses mit viel Geduld, Verhandlungskünsten und letztendlich für hiesige Verhältnisse recht viel Geld dazu überreden, uns den Rest der Strecke (7 Stunden!!) nach Vientiane zu fahren. Statt um 7 Uhr morgens kamen wir also erst nachmittags um 15 Uhr an, waren fix und fertig und leicht genervt und gönnten uns erst mal ein leckeres Abendessen in einem französischem Restaurant!
Das Wetter ist inzwischen trocken, unsere Sachen aber immer noch feucht und morgen werden wir uns hier mal umsehen! :-) Am Wochenende gehts weiter nach Kambodscha - mal sehen, was ich davon berichten werde!
Nach einer problemlosen Busfahrt von Chiang Mai nach Chiang Khong blieben wir dort für eine Nacht in einem sehr malerischen Hostel direkt am Mekong, weil wir für die Grenze, die um 18 Uhr schließt, 15 Minuten zu spät dran waren. In der Früh konnten wir leider auch nicht frühzeitig zur Grenze aufbrechen, weil die Krissi starke Migräne hatte. Also saßen Julia, Franzi und ich auf der Terasse, beobachteten den Dauerregen aufgrund des Monsuns, der an diesem Tag besonders aktiv war und warteten auf Besserung. Die Dame des Hauses unterhielt sich noch lange mit uns - eine sehr gebildete Thailänderin, die mit einem Amerikaner zusammen ist, aber eigenständig seit 10 Jahren ihr Guest House führt. Sie sprach mit uns über kulturelle Differenzen in ihrer Beziehung, die politische Sitaution in Thailand und Laos, medizinische Versorgung, Bildung und vieles mehr. War echt interessant!!
Wir starteten also nach dem Mittagessen etwas verzögert nach Laos, überquerten in einem kleinen Ruderboot den Mekong und bekamen dann an der laotischen Grenze für 30 Dollar ein hübsches Visum in den Pass gestempelt. Wir gingen sofort zum Office der "Gibbon Experience" und buchten dort eine Zwei-Tages Tour, die am nächsten Tag früh morgens losgehen sollte. Die Krissi durfte sich also noch den restlichen Tag erholen und wir stapften durch den Regen durch Huay Xai um schlussendlich in einem Restaurant am Mekong zur Abwechslung Pizza zu essen, da uns das südostasiatische Essen bereits ein wenig zum Hals raushängt...
Freitagmorgen standen wir früh auf und fuhren hinten auf einem Pickup (Nieselregen - wir werden wieder etwas nass) in die laotische Pampa. Unser Gepäck hatten wir im Office gelassen und hatten nur einen kleinen Rucksack dabei mit dem allernötigsten. In einem kleinen Dorf wurden wir erstmal von Kindern umzingelt und angeschaut, dann bekamen wir unsere Kletter-Gurte und wurden den Guides vorgestellt. "You can ask any question" war die Aussage am Anfang - das taten wir auch, aber leider konnten Peng und Phong kaum Englisch und konnten deswegen keine passenden Antworten geben. Schade, aber das tat der Sache keinen Abbruch. Wir wanderten 2 Stunden durch den Dschungel steil bergauf. Es hatte zu regnen aufgehört, doch wir waren innerhalb von wenigen Minuten patschnass geschwitzt aufgrund der Hitze und der großen Luftfeuchtigkeit im Dschungel. Also wieder nass... :-)
Endlich erreichten wir die erste "Zipp-Line", auch "Flying Fox" genannt: ein Kabel über eine Schlucht gespannt, rund 500 Meter lang und 70 Meter hoch. :-) Wir spannten uns - nach dem "OK" unserer guides - einer nach dem anderen ein (die Rollen mit denen wir durch den Dschungel flitzten waren lustigerweise von einer deutschen Firma!), befestigten die Sicherungskarabiner und starteten. Ein unglaubliches Gefühl!!! Man fliegt regelrecht über das Blätterdach des Urwalds, sieht Vögel, Bäche Schmetterlinge und vieles mehr! Nur Gibbons sahen und hörten wir leider während der gesamten 2 Tage keine, das war traurig, aber nicht zu ändern. Doch das Gefühl wie Tarzan (oder wahlweise Jane :-)) durch den Urwald zu schwingen, sich in den Gurt zu hängen und mit bis zu 50 km/h unterwegs zu sein - das ist echt unbeschreiblich!! Man fliegt, schwingt, singt, genießt die atemberaubende Aussicht und kann es kaum glauben, dass man bis zu einer Minute lang an diesen Drahtseilen entlang flitzt! Unsere längste Zipp Line war über 600 Meter lang und 150 Meter hoch - echt stark!! :-)
Nach 3 Stunden wechselweise Zipp-Linen und Wandern erreichten wir unser persönliches Baumhaus; in 150 Metern Höhe, mit atemberaubender Aussicht über den Dschungel, selbst von Toilette und Dusche aus! :-) Wir bekamen Kaffee und Tee und genossen die Mittagspause - es regnete aber wieder (ja, erraten: wieder (oder immer noch?) alles feucht!!). Nachmittags machten wir nochmal eine Zippline-Runde mit unseren Guides. Leider war während des mittäglichen Gewitters ein Bambusbaum auf eine Zipp Line gefallen, weshalb wir stattdessen durch diese eine Schlucht wandern mussten... ein Abenteuer für sich! Böse beißende Insekten, steile Abhänge, fiese Lianen, die sich um unsere Füße wickelten und ein Bach, der überquert werden musste. Aber wir schafften es und genossen nach der Heimkehr in unser Baumhaus eine Regenwasserdusche mit der schönsten Aussicht der Welt!! Die guides ließen uns immer allein im Haus, sie brachten zwischendurch nur Essen und räumten auf. Wir haben auch keine Ahnung wo die schliefen... Nachts waren wir also allein mit den Geräuschen des Dschungels, Taschenlampen und Spielkarten! :-) Ein einmaliges Erlebnis!! Am Samstag machten wir nochmal eine morgendliche Zippline Runde und nach dem Frühstück machten wir uns auf den Rückweg: wieder mehrere Zipplines, auch über größere Flüsse, und sehr steile Hänge die wir abwärts wandern mussten! Unsere für 2 Euro gekauften Gummi-Turnschuhe mit Gummi-Noppen taten gute Dienste, denn es regnete mal wieder... ;-)
Auf einmal sahen wir eine kleine Hütte und ein Auto - wir waren also am Ende angekommen, dachten wir! Es gab Mittagessen und dann ging die extremste 4-wheel drive Fahrt los, die ich je erlebt habe. Über Stock und Stein, durch Bäche und Schlammlöcher - der Fahrer manövrierte uns durch alles gut durch - und das bei heftigem Dauerregen! Zwischendurch mussten wir mal schieben, denn alle Tricks des Fahrers griffen nicht mehr. Also waren wir nun nicht nur nass, sondern auch über und über mit Schlamm bespritzt! :-) So checkten wir nach 3 Stunden Fahrt in unser Hostel in Huay Xai ein - die Dame guckte etwas pickiert und versichterte uns, dass wir eine warme Dusche aufm Zimmer hätten! :-)
Am Sonntag und Montag fuhren wir dann mit dem Slow Boat den Mekong runter Richtung Luang Prabang. Sonntags regnete es mal wieder, aber nur zwischendrin immer wieder. Am Montag hatten wir strahlenden Sonnenschein, den ganzen Tag lang! Die Bootsfahrt war unendlich entspannt, wir konnten unseren Muskelkater pflegen und gemütlich lesen, Musik hören, ratschen und unseren weiteren Trip planen. Die Landschaft dort ist sehr schön, grüne Hügel, malerische Dörfer, Fischerboote und zwischendrin ein Tempel am Fluss. Sehr hübsch! :-) Wir unterhielten uns auch mit ein paar anderen Reisenden, Australiern, Engländern und Deutschen. Schon toll, was für Menschen man kennenlernt, wenn man unterwegs ist! Eine Gruppe von Engländern fanden wir besonders lustig, die kamen alle aus Abi Dhabi, wo drei als Lehrer, einer als Architekt und und einer bei der Botschaft arbeiten und seit Jahren leben. Sie luden uns gleich ein, unseren Rückflug umzubuchen und ein paar Tage bei ihnen zu bleiben! Die Einladung ist echt verlockend, wir versuchen aktuell herauszufinden, wie viel uns eine Umbuchung des Fluges kosten würde. :-)
Die Nacht von Sonntag auf Montag verbrachten wir in Pak Beng, einem kleinen Dorf am Mekong. Dort wurden wir um halb 10 darauf hingewiesen, dass die Stadt bald schließe (???) und wir doch bitte ins Bett gehen sollen. "Sorry, we're closed!" Wir saßen jedoch noch ein wenig auf dem Balkon und ratschten mit den Engländern bis um halb 1 ein Polizist vorbei kam und uns wild mit seiner Taschenlampe fuchtelnd darauf hinwies, dass die Stadt schon längst geschlossen sei und wir SOFORT ins Zimmer gehen müssten! Ein vorbeifahrendes Auto lenkte ihn jedoch ab, er sprang wieder hinten auf das Mofa und brauste dem Verkehrs-Sünder (weil nachts fahren anscheinend verboten ist) hinterher. :-)
In Luang Prabang schauten wir uns wieder mal einige hübsche Tempel an (schweißnass vom rumlaufen in der Hitze) und standen am Dienstag in der Früh auch gaaaaanz früh auf, um bei Sonnenaufgang den Mönchen beim Almosen-Einsammeln zuzusehen. Über 350 Mönche aus 8 Klöstern gehen jeden Morgen rum und bekommen Reis von der Bevölkerung (und von Touristen, die auch mitmachen wollen...). Wir saßen etwas abseits und beobachteten das Schauspiel nur und genossen die Atmosphäre.
Nachmittags fuhren wir gemeinsam mit den Engländern zu einem Wasserfall, der in Terassen durch den Urwald runterbrauste. Man konnte dort herrlich schwimmen, sich hinein-schwingen, über Steine klettern und mit Reifen rumrutschen! Wie im Paradies, vor allem bei der Hitze!! :-) Wir hatten einen riesen Spaß und platschten fröhlich den ganzen Nachmittag dort rum! Am Mittwoch machten wir vier Mädels wieder allein eine Tour; wir gingen Kayak fahren auf dem Mekong und absolvierten ein Mahout Training in einem kleinen Elefanten Camp, wo wir die einzigen Besucher waren. Wir lernten unsere Elefanten zu lenken, saßen ohne Sattel nur im Nacken der Dickhäuter und schossen die tollsten Fotos! Und dann das Highlight: wir gingen ewig lang mit den Elefanten im Mekong baden!!! :-D wir durften vom Kopf ins Wasser springen, am Rücken aufstehen, uns am Rüssel festhalten - die ließen echt alles mit sich machen und bespritzen uns fröhlich mit Wasser! Das Dauergrinsen stand uns allen noch lang im Gesicht, die Endorphine hatten eine lange Nachwirkung! :-)
Doch das war auch nötig, denn aus dem geplanten Over-Night Bus von Luang Prabang nach Vientiane, der normalerweise 9 bis 12 Stunden dauert, wurde aufgrund eines riesigen Erdrutsches, eine regelrechte Schlammlawine, die einen halben Berg wegriss und anscheinend mehrere Häuser unter sich begrub, eine Odyssee von 20 Stunden!!! :-( Wir waren stundenlang gestrandet, saßen fest zwischen Schlamm, Lastwägen und Bussen, die zum Teil schon seit Tagen dort festhingen und erst morgens konnten wir den Fahrer eines Minibusses mit viel Geduld, Verhandlungskünsten und letztendlich für hiesige Verhältnisse recht viel Geld dazu überreden, uns den Rest der Strecke (7 Stunden!!) nach Vientiane zu fahren. Statt um 7 Uhr morgens kamen wir also erst nachmittags um 15 Uhr an, waren fix und fertig und leicht genervt und gönnten uns erst mal ein leckeres Abendessen in einem französischem Restaurant!
Das Wetter ist inzwischen trocken, unsere Sachen aber immer noch feucht und morgen werden wir uns hier mal umsehen! :-) Am Wochenende gehts weiter nach Kambodscha - mal sehen, was ich davon berichten werde!
Mittwoch, 17. August 2011
Chiang Mai
Nachdem wir den Geburtstag der Königin ausgiebig gefeiert hatten, ihre Parade (mit Blasmusik, Fahnenschwenkern, Tänzern etc.) bestaunt hatten und noch einige Tempeln angeschaut hatten, hatten wir am Samstag Lust uns ein wenig das moderne Bangkok anzuschauen. Wir fuhren also mit dem Flusstaxi und dem Skytrain in die Neustadt, wo alles hochmodern ist mit spiegelnden Hochhäusern und riesigen Einkaufszentren in denen IMAX Kinos und Aquarien drin sind. Echt beeindruckend, deutlich weniger touristisch und ein krasser Gegensatz zu der Altstadt. Fuhren dann noch ein Stückchen weiter zum Wochenendemarkt: ein einziges Gewusel von Klamotten, Schuhen, Spielzeug, Essen, Dekokram, Elektrogeräten, Schnickschnak, Blumen und allem was man sich noch so vorstellen kann. Die Gassen sind extrem eng, alles wimmelt und brummt nur so von Leuten, es ist heiß, es stinkt und es ist einfach faszinierend!! Über 8000 (ja, achttausend!!) Stände sprechen für sich! :-)
Danach waren wir echt fertig und waren froh über die sehr entspannte und stressfreie Busfahrt über Nacht nach Chiang Mai. Es wurden Filme gezeigt, und die Straße war ohne größere Schlaglöcher! Kein Vergleich zu den Busfahrten letztes Jahr in Tanzania, Uganda und Kenya. :-) In Chaing Mai checkten wir ins Siri Guest House ein, sehr gemütlich, günstig, sicher und familiär - so gefällts uns. Schauten uns am Sonntag noch einige Tempel an, doch hier gibts so unendlich viele davon, dass wir gar nicht fertig wurden... WOW!! In Gold, Weiß, Kunterbunt, Glänzend, bemalt - wie es einem am besten gefällt!! Einmalig!! Und überall laufen Mönche rum, die alle sehr freundlich sind. Es gibt auch die Möglichkeit sich mit ihnen zu unterhalten, "Monk Chat" nennt sich das dann. Dafür waren wir aber leider zu spät dran - schade!! Konnten sie aber noch bei der Meditation (bzw. so eine Art Lesung...) beobachten - echt interessant. Wir lernen viel über den Buddhismus, Land und Leute hier. Abends fielen wir nach ein paar netten Stunden Bummeln über den Sunday Night Market (oh je, diese Märkte verleiten einen echt ganz schrecklich viel zum Shoppen!!!) und quatschen mit Philip und Tatjana (Freunde von Julie, die wir hier getroffen haben) totmüde ins Bett, da die letzte Nacht doch etwas schlecht geschlafen war im Bus. ;-)
Am Montag wollten wir ins Elephant Conservation Center, ein Elefanten Krankenhaus in der Nähe von Lampang. Leider fanden wir kein günstiges Taxi und auch nicht die Bushaltestelle - einige Stunden später stellte sich heraus, dass wir direkt davor gestanden hatten und nur leider nicht das Schild lesen konnte, weil es in Thai geschrieben war... GRINS! Daher mussten wir irgendwann aufgeben und waren 3 Stunden umsonst rumgelaufen... das war ärgerlich, aber nicht zu ändern. Also nahmen wir uns ein kleines TukTuk Taxi und fuhren zum Frauen-Gefängnis von Chiang Mai. Nicht weil wir etwas angestellt hatten, sondern weil es dort die beste Massage der Stadt geben soll und die wollten wir uns gönnen. :-) Gesagt - getan! Und es bewahrheitete sich, es war einfach herrlich!! Man wird hier von Gefangenen massiert, die in den nächsten 6 Monaten entlassen werden. Der Erlös geht an diese Frauen, damit sie ein Startkapitel haben, wenn sie aus dem Gefängnis rauskommen. Finden wir super! Allerdings fragt man sich schon, wofür die Dame sitzt, die einem da gerade so wunderbar alle Muskeln massiert... ;-) Danach aßen wir noch dort zu Abend - war sehr lecker, die konnten genauso gut kochen wir massieren! :-) Besuchten dann wieder einige Tempel, einer war besonders beeindruckend in der Abendstimmung mit Sonnenuntergang und malerischen Mönchen. Die Kultur hier ist einfach total interessant und faszinierend, vor allem weil sie für uns so fremd ist und wir so vieles nicht verstehen, aber gerne lernen wollen!
Heute machten wir dann eine Tour, die wir gestern Abend noch schnell gebucht hatten. Wir fuhren zu einer Orchideen und Schmetterlings-Farm (echt hübsch) und dann zu einem Dorf, in dem die Long-Necks, ein ganz ursprüngliches Bergvolk leben. Die Frauen dieses Stammes legen sich goldene Metallringe um den Hals - bereits den 7jährigen Mädchen wird das angelegt. Angeblich zum Schutz vor Tigern und weils hübsch aussieht. Die älteren haben dann den totalen Giraffenhals... erstaunlich, dass das hält und nicht instabil ist. Wir erfuhren so einiges über die 7 verschiedenen Bergvölker und die Politik, die mit diesen Randgruppen betrieben wird. Nur weil die Touristen diese Völker so interessant finden, werden sie von der Regierung mehr gefördert und bekommen auch ihre Gebiete zugewiesen wo sie in Ruhe und noch traditionell leben können. In die Schule gehen die Kinder meistens nicht und in die Stadt fahren die Leute auch nur sehr selten. Die Völker selbst legen wirklich Wert darauf , dass sie so bleiben, wie sie traditionell sind. Sehr interessant. Danach gings weiter in ein Elefanten Camp - leider nicht in das, wo wir gestern hinwollten, sondern in ein anderes, touristischeres. Doch es war trotzdem einfach genial!!! Die Show war witzig, die Elefanten spielten Fußball und Basketball, malten Bilder, trompeteten und wurden auch gut behandelt (bekamen Belohnungen und wurden nicht geschlagen!). In dem Camp sahen wir auch eine Show, wo wir lernten, wie Wasserbüffel trainiert werden, wie Reis angebaut, geerntet, gedroschen und gekocht wird und wie aus Zuckerrohr Zucker gewonnen wird. Durften alles probieren und auf dem Wasserbüffel reiten!! *hehe* Danach fuhren wir Ochsenkarren und dann das Highlight: wir gingen Elfantenreiten! Ein absolut tolles Erlebnis!! Ich ritt mit Franzi und wir saßen auf dem größten Elefanten weit und breit. Durften zwischendurch auch vorn auf dem Kopf sitzen, wo normalerweise der Mahout sitzt. Was für ein wahnsinnig schönes Gefühl auf so einem Giganten durch den Dschungel zu reiten... :-) Den Abschluss der Tour bildete eine witzige "Bamboo Rafting Tour", wo wir mit einem kleinen Bambus Floß den Fluss runter schipperten und zur großen Belustigung unserer Guides lautstark Seemanns- und Kinderlieder sangen! :-D Jetzt sind wir gut müde, packen noch schnell und morgen gehts mit dem Bus zur Grenze im Norden von Thailand nach Laos. Am Donnerstag starten wir nämlich ein großes Abendteuer: The Flight of the Gibbon, die einzigartige Dschungel Erfahrung in Laos!! Ich werde davon berichten!! :-)
Danach waren wir echt fertig und waren froh über die sehr entspannte und stressfreie Busfahrt über Nacht nach Chiang Mai. Es wurden Filme gezeigt, und die Straße war ohne größere Schlaglöcher! Kein Vergleich zu den Busfahrten letztes Jahr in Tanzania, Uganda und Kenya. :-) In Chaing Mai checkten wir ins Siri Guest House ein, sehr gemütlich, günstig, sicher und familiär - so gefällts uns. Schauten uns am Sonntag noch einige Tempel an, doch hier gibts so unendlich viele davon, dass wir gar nicht fertig wurden... WOW!! In Gold, Weiß, Kunterbunt, Glänzend, bemalt - wie es einem am besten gefällt!! Einmalig!! Und überall laufen Mönche rum, die alle sehr freundlich sind. Es gibt auch die Möglichkeit sich mit ihnen zu unterhalten, "Monk Chat" nennt sich das dann. Dafür waren wir aber leider zu spät dran - schade!! Konnten sie aber noch bei der Meditation (bzw. so eine Art Lesung...) beobachten - echt interessant. Wir lernen viel über den Buddhismus, Land und Leute hier. Abends fielen wir nach ein paar netten Stunden Bummeln über den Sunday Night Market (oh je, diese Märkte verleiten einen echt ganz schrecklich viel zum Shoppen!!!) und quatschen mit Philip und Tatjana (Freunde von Julie, die wir hier getroffen haben) totmüde ins Bett, da die letzte Nacht doch etwas schlecht geschlafen war im Bus. ;-)
Am Montag wollten wir ins Elephant Conservation Center, ein Elefanten Krankenhaus in der Nähe von Lampang. Leider fanden wir kein günstiges Taxi und auch nicht die Bushaltestelle - einige Stunden später stellte sich heraus, dass wir direkt davor gestanden hatten und nur leider nicht das Schild lesen konnte, weil es in Thai geschrieben war... GRINS! Daher mussten wir irgendwann aufgeben und waren 3 Stunden umsonst rumgelaufen... das war ärgerlich, aber nicht zu ändern. Also nahmen wir uns ein kleines TukTuk Taxi und fuhren zum Frauen-Gefängnis von Chiang Mai. Nicht weil wir etwas angestellt hatten, sondern weil es dort die beste Massage der Stadt geben soll und die wollten wir uns gönnen. :-) Gesagt - getan! Und es bewahrheitete sich, es war einfach herrlich!! Man wird hier von Gefangenen massiert, die in den nächsten 6 Monaten entlassen werden. Der Erlös geht an diese Frauen, damit sie ein Startkapitel haben, wenn sie aus dem Gefängnis rauskommen. Finden wir super! Allerdings fragt man sich schon, wofür die Dame sitzt, die einem da gerade so wunderbar alle Muskeln massiert... ;-) Danach aßen wir noch dort zu Abend - war sehr lecker, die konnten genauso gut kochen wir massieren! :-) Besuchten dann wieder einige Tempel, einer war besonders beeindruckend in der Abendstimmung mit Sonnenuntergang und malerischen Mönchen. Die Kultur hier ist einfach total interessant und faszinierend, vor allem weil sie für uns so fremd ist und wir so vieles nicht verstehen, aber gerne lernen wollen!
Heute machten wir dann eine Tour, die wir gestern Abend noch schnell gebucht hatten. Wir fuhren zu einer Orchideen und Schmetterlings-Farm (echt hübsch) und dann zu einem Dorf, in dem die Long-Necks, ein ganz ursprüngliches Bergvolk leben. Die Frauen dieses Stammes legen sich goldene Metallringe um den Hals - bereits den 7jährigen Mädchen wird das angelegt. Angeblich zum Schutz vor Tigern und weils hübsch aussieht. Die älteren haben dann den totalen Giraffenhals... erstaunlich, dass das hält und nicht instabil ist. Wir erfuhren so einiges über die 7 verschiedenen Bergvölker und die Politik, die mit diesen Randgruppen betrieben wird. Nur weil die Touristen diese Völker so interessant finden, werden sie von der Regierung mehr gefördert und bekommen auch ihre Gebiete zugewiesen wo sie in Ruhe und noch traditionell leben können. In die Schule gehen die Kinder meistens nicht und in die Stadt fahren die Leute auch nur sehr selten. Die Völker selbst legen wirklich Wert darauf , dass sie so bleiben, wie sie traditionell sind. Sehr interessant. Danach gings weiter in ein Elefanten Camp - leider nicht in das, wo wir gestern hinwollten, sondern in ein anderes, touristischeres. Doch es war trotzdem einfach genial!!! Die Show war witzig, die Elefanten spielten Fußball und Basketball, malten Bilder, trompeteten und wurden auch gut behandelt (bekamen Belohnungen und wurden nicht geschlagen!). In dem Camp sahen wir auch eine Show, wo wir lernten, wie Wasserbüffel trainiert werden, wie Reis angebaut, geerntet, gedroschen und gekocht wird und wie aus Zuckerrohr Zucker gewonnen wird. Durften alles probieren und auf dem Wasserbüffel reiten!! *hehe* Danach fuhren wir Ochsenkarren und dann das Highlight: wir gingen Elfantenreiten! Ein absolut tolles Erlebnis!! Ich ritt mit Franzi und wir saßen auf dem größten Elefanten weit und breit. Durften zwischendurch auch vorn auf dem Kopf sitzen, wo normalerweise der Mahout sitzt. Was für ein wahnsinnig schönes Gefühl auf so einem Giganten durch den Dschungel zu reiten... :-) Den Abschluss der Tour bildete eine witzige "Bamboo Rafting Tour", wo wir mit einem kleinen Bambus Floß den Fluss runter schipperten und zur großen Belustigung unserer Guides lautstark Seemanns- und Kinderlieder sangen! :-D Jetzt sind wir gut müde, packen noch schnell und morgen gehts mit dem Bus zur Grenze im Norden von Thailand nach Laos. Am Donnerstag starten wir nämlich ein großes Abendteuer: The Flight of the Gibbon, die einzigartige Dschungel Erfahrung in Laos!! Ich werde davon berichten!! :-)
Samstag, 13. August 2011
Bangkok
Ein Jahr lang wars still in meinem Blogg, aber jetzt gehts wieder los, denn ich bin wieder unterwegs. 4 Wochen Sued Ost Asien stehen auf dem Programm, zusammen mit Krissi, Julia (Krissis Schwester) und Franzi. Am Dienstag sind wir losgeflogen, am Mittwoch morgen gelandet. SChon der Flug war das erste Highlight. Wir wurden naemlich upgegraded und durften von Abhu Dhabi bis Bangkok in der Business Class fliegen. Nicht schlecht, das kann ich euch sagen. Man konnte die Sitze komplett flach machen und schlafen, wir haben Champagner getrunken und sehr leckeres Essen bekommen. Wunderbar! :-) Und das bestee: die Sitze hatten eine Massagefunktion!!
Dann kamen wir hier an, waren hundemuede, denn wenn man so viele tolle Sachen in der Business Class machen kann, dann schlaeft man natuerlich nicht. ;-) Also haben wir uns ein Taxi geschnappt, sind in die Altstadt gefahren, haben uns ein Hostel gesucht und dann erst mal 4 Stunden geschlafen! Am Nachmittag folgte ein gemuetlicher Spaziergang am Chao Praya (Fluss, der durch Bangkok fliesst, manchen aufgrund der Farbe auch bekannt unter Latte Macchiato Fluss) und wir gaben den ersten Shopping-Versuchungen nach. :-) Nach einem sehr leckeren Abendessen (Thai Essen ist einfach sooooo gut!!) goennten wir uns eine Stunde Thai Massage und gingen dann ins Bett.
Am Donnerstag besuchten wir verschiedene Tempel, das absolute Highlight: Wat Po, mit einem 44 m langem liegenden Buddha und vielen anderen unglaublich beeindruckenden, in allen Farben glaenzenden Pagoden, Tempeln, Statuen etc. Ausserdem gibt es hier die beruehmte Massage Schule - also genehmigten wir uns wieder eine, die aber eher an Krankengymnastik erinnerte als an eine entspannende Massage! ;-) Wir besuchtne auch den Grand Palace, den alten Palast des Koenigs. Dort steht ein 66cm hoher Smaragd Buddha, es ist alles golden und glitzert und funktelt und ist einfach nur beeindruckend und riesig!! Wir buchten uns einen eigenen Guide, weil wir das fuer eine gute Idee hielten. Sein Englisch war leider so schlecht, dass wir kaum etwas verstanden, und auch manchmal nicht unterscheiden konnten, ob er grad Thai oder Englisch sprach... grins! Auf Fragen antwortete er auch nicht, daher erfuhren wir nur sehr wenig ueber die Geschichte.
Abends assen wir Thailaendisches Raclett - so nannten wir das auf alle Faelle... in der Mitte stand ein Ding, wo wir Sachen braten und kochen konnten, es gab ein Buffet mit Fleisch, Fisch, Gemuese, frittierten Sachen, Nachtisch etc. Wir konnten bei max. 50 Przent der Dinge identifizieren was wir da assen, aber es war lecker und wir haben alles gut vertragen!! :-) Danach liessen wir uns noch dazu hinreissen, einem kulturellen Highlight beizuwohnen: einer Ping Pong Show. Sehr interessant... ;-)
Heute (Freitag) haben wir gemuetlich verschlafen aufgrund unseres Jetlags. Weil heute der Geburtstag der Koenigin ist, waen alle Geschaefte geschlossen, also strollten wir durch die Stadt, besuchten noch einige andere Tempel und Pagoden, hatten eine tolle Aussicht vom Goldenen Berg aus und retteten uns dort 2Stunden lang vor einem heftigen Gewitter. Jetzt gabs grad nochmal eine Massage und morgen fahren wir weiter nach Chiang Mai in den Norden! Alles bestens, alles spannend, alles entspannt!!! News folgen!! :-)
Dann kamen wir hier an, waren hundemuede, denn wenn man so viele tolle Sachen in der Business Class machen kann, dann schlaeft man natuerlich nicht. ;-) Also haben wir uns ein Taxi geschnappt, sind in die Altstadt gefahren, haben uns ein Hostel gesucht und dann erst mal 4 Stunden geschlafen! Am Nachmittag folgte ein gemuetlicher Spaziergang am Chao Praya (Fluss, der durch Bangkok fliesst, manchen aufgrund der Farbe auch bekannt unter Latte Macchiato Fluss) und wir gaben den ersten Shopping-Versuchungen nach. :-) Nach einem sehr leckeren Abendessen (Thai Essen ist einfach sooooo gut!!) goennten wir uns eine Stunde Thai Massage und gingen dann ins Bett.
Am Donnerstag besuchten wir verschiedene Tempel, das absolute Highlight: Wat Po, mit einem 44 m langem liegenden Buddha und vielen anderen unglaublich beeindruckenden, in allen Farben glaenzenden Pagoden, Tempeln, Statuen etc. Ausserdem gibt es hier die beruehmte Massage Schule - also genehmigten wir uns wieder eine, die aber eher an Krankengymnastik erinnerte als an eine entspannende Massage! ;-) Wir besuchtne auch den Grand Palace, den alten Palast des Koenigs. Dort steht ein 66cm hoher Smaragd Buddha, es ist alles golden und glitzert und funktelt und ist einfach nur beeindruckend und riesig!! Wir buchten uns einen eigenen Guide, weil wir das fuer eine gute Idee hielten. Sein Englisch war leider so schlecht, dass wir kaum etwas verstanden, und auch manchmal nicht unterscheiden konnten, ob er grad Thai oder Englisch sprach... grins! Auf Fragen antwortete er auch nicht, daher erfuhren wir nur sehr wenig ueber die Geschichte.
Abends assen wir Thailaendisches Raclett - so nannten wir das auf alle Faelle... in der Mitte stand ein Ding, wo wir Sachen braten und kochen konnten, es gab ein Buffet mit Fleisch, Fisch, Gemuese, frittierten Sachen, Nachtisch etc. Wir konnten bei max. 50 Przent der Dinge identifizieren was wir da assen, aber es war lecker und wir haben alles gut vertragen!! :-) Danach liessen wir uns noch dazu hinreissen, einem kulturellen Highlight beizuwohnen: einer Ping Pong Show. Sehr interessant... ;-)
Heute (Freitag) haben wir gemuetlich verschlafen aufgrund unseres Jetlags. Weil heute der Geburtstag der Koenigin ist, waen alle Geschaefte geschlossen, also strollten wir durch die Stadt, besuchten noch einige andere Tempel und Pagoden, hatten eine tolle Aussicht vom Goldenen Berg aus und retteten uns dort 2Stunden lang vor einem heftigen Gewitter. Jetzt gabs grad nochmal eine Massage und morgen fahren wir weiter nach Chiang Mai in den Norden! Alles bestens, alles spannend, alles entspannt!!! News folgen!! :-)
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