Dienstag, 13. April 2010

Fulbright Cultural Enrichment Seminar in Seattle



Vergangenes Wochenende durfte ich am Cultural Enrichment Seminar der Fulbright Organisation teilnehmen. Darunter konnte ich mir zunächst wenig vorstellen, doch als ich das Programm zugeschickt bekam, stiegen meine Erwartungen und meine Vorfreude! Und es sollte sich bestätigen, denn das Wochenende war cooler als ich es mir je vorstellen hätte können.

Wir waren für 4 Tage in einem Seminarhotel direkt an der Waterfront von Seattle untergebracht. Wir - das waren rund 150 Studenten aus 71 Nationen!!! Alle Seminarteilnehmer waren Fulbrightstipendiaten aus der ganzen Welt, die aktuell in den USA studieren. Dieser Mix von Weltanschauungen, Ethnizitäten, Werten, Sprachen, Akzenten, Fachrichtungen, und vielem mehr, war unvorstellbar, sehr inspirierend, faszinieren und einfach unbeschreiblich! Diesen Mix gibt es wahrscheinlich sonst nur so ähnlich in der UN! :-) Die Atmosphäre während des Seminars war klasse, das ganze Hotel war voll mit positiver Energie und jungen, aufgeschlossenen Menschen, die Spaß daran hatten zusammenzuarbeiten und Neues zu erleben und zu erfahren! Ich habe so viele neue Freunde aus allen Ecken der Erde kennengelernt, das ist echt genial!

Das Seminar selbst stand unter dem Motto "Social Entrepreneurship" - ein Thema unter dem ich mir anfangs wenig vorstellen konnte und das ich am Ende sehr faszinierend fand. Ein Unternehmen zu gründen, das in irgendeiner Weise Menschen sozial unterstützt oder die Natur schützt oder anderes Gutes tut, und dennoch profitabel ist, ist ein sinnvoller Ansatz - zumindest in meinen Augen. Wir hatten dazu Podiumsdiskussionen, Projektarbeiten, Vorträge usw. Bei unserer Gruppenarbeit wurde ich von der Gruppe gewählt, unser Projekt vor dem kompletten Seminar vorzustellen. Das war gar nicht ohne, das muss ich zugeben: vor 150 hochqualifizierten Studenten, den Organisatoren von Fulbright und einem Komitee, das unsere Projekte beurteilte, mehr oder weniger aus dem Stehgreif einen Vortrag zu halten - da wurden mir die Knie schon ein wenig weich! Doch es lief alles super und ich hatte superviel Spaß dabei!! :-)

Das Rahmenprogramm war auch klasse, wir hatten Freizeit, Stadtführungen, leckere Dinner, einen Abend bei einer Gastfamilie usw. Absolutes Highlight war das Dinner im Restaurant der Space Needle, hoch über den Dächern von Seattle. Wir hatten das gesamte Restaurant für uns, und genossen einen DJ zum Tanzen und Feiern, und sehr leckeres Essen! :-) Am Sonntag flog ich dann wieder nach Hause, leider mit rund 3 1/2 Stunden Verspätung aufgrund von Nebel in San Francisco.

Insgesamt war das Fulbright-Wochenende einfach genial, unvergleichbar und spitze!!
I am proud to be a Fulbrighter!! :-)

Montag, 5. April 2010

Spring Break

Jetzt wirds wirklich mal wieder Zeit, dass ich mich wieder mal melde und schreibe, was bei mir so los ist. Tut mir leid, dass ich so lange nix von mir hab hören lassen.

Letzte Woche hatten wir Spring Break, und Aurélie, Bri und ich hatten von langer Hand geplant einen großen Road Trip durch Californien zu machen. Teresa, eine alte Freundin von mir aus Regensburger Zeiten, war Ende März für 2 Wochen zu Besuch und war somit auch mit von der Partie.

Tag 1: Wir starteten am 20. März morgens früh Richtung Süden in unserem kleinen Mietauto: ein PT Cruiser, den wir sogleich "Henry" tauften. Unser erster Tag führte uns den Highway 1 runter, den malerischen "17-mile drive" entlang auf der Halbinsel von Monterey, und dann weiter an der Küste Richtung "Big Sur". Wir stoppten diverse Male um die wunderschöne Aussicht und das herrliche Wetter zu genießen, und kamen schlussendlich im "Pfeiffer National Park" an. Dort machten wir eine kleine Wanderung durch Redwoods und blühende Felder zu den Pfeiffer Wasserfällen. Anschließend gings weiter Richtung San Luis Obisbo, wo wir bei Bri's Mutter ankamen. Selbstverständlich brachten wir Blumen mit, und freuten uns riesig die herzliche Begrüßung und über ein riesiges Amerikanisches BBQ mit Shrimps und Steak! :-)

Tag 2: Nach ausgiebigem Ausschlafen und großem Amerikanischem Frühstück fuhren wir weiter nach Santa Barbara. Dort schauten wir uns zuerst die Uni an, die direkt am Meer liegt und richtig schön ist. Man könnte direkt neidisch werden, wenn man all die Surfboards sieht, die vor den Studenten-Buden stehen... doch schlussendlich waren wir uns alle einig, dass es in Berkeley insgesamt doch besser ist, trotz mangelndem Meer und Wellen und Sonnenschein. Wir bummelten gemütlich durch die Stadt, aßen lecker Mexicanisch zu Mittag und fuhren dann am späten Nachmittag weiter nach LA, wo wir bei Bri's bester Freundin Dilara übernachteten. Dort erwartete uns eine spontane kleine Party, und wir hatten einen sehr witzigen Abend mit der Theater-Impro-Gruppe von Dilara's Freund.

Tag 3: Am Montag machten wir eine riesige Tour durch Los Angeles. Unser erster Stop führte uns zu den riesigen Hollywood Buchstaben in den Hügeln von LA. Danach gings weiter zum Hollywood Boulevard - der typische Touri-Stop - aber das musste auch sein! :-) Anschließend fuhren wir quer durch LA zum Venice Beach und genossen nach dem anstrengendem Stadtverkehr und dem trubeligen LA ein paar ruhige Stunden am Strand. Herrlich! Zurück gings durch die Stadtteile Bel Air und Beverly Hills, vorbei am Rodeo Drive, wieder zu Dilara. Dort angekommen war ich wirklich fertig vom Fahren, da ich den ganzen Tag unseren kleinen Henry durch LA manövriert hatte. Wir kochten als "Dankeschön" dass wir 2 Nächte in der WG schlafen durften ein formidables Abendessen, bestehend aus Käsespätzle (selbergemacht!!) und Salat, und fielen dann totmüde ins Bett.

Tag 4: Und weiter ging unser Road Trip nach San Diego. Das Wetter war wunderschön, also entschlossen wir uns den Tag am Mission Beach zu verbringen. Wir relaxten am Strand, aßen mal wieder lecker Mexicanisch zu Mittag, bummelten durch die Strand-Buden und genossen es mal nicht auf der Straße unterwegs zu sein. Das Meer war allerdings schweinekalt, d.h. wir hüpften nur sehr kurz ins Wasser und blieben lieber in der Sonne liegen. Nachmittags fuhren wir dann zu James, einem alten Kumpel von Bri. Der war gerade in sein neues Apartment gezogen und freute sich, uns als seine ersten Gäste dort zu beherbergen. Außerdem hatte er einen supersüßen Welpen, mit dem ich die ganze Zeit nonstop spielte! :-) Abends gingen wir in Downtown San Diego zum essen und dann noch in eine "Secret Bar", wo der Eingang total versteckt war hinter künstlichen Pflanzenranken - das ist der Gag dieser Bar! War echt lustig!

Tag 5: Am Mittwoch wollten wir ursprünglich für einen Tag nach Mexico fahren, da es von San Diego nur 20 Meilen dorthin sind. Allerdings gab es eine Reisewarnung aufgrund von Schießereien und Unruhen an der Grenze, weshalb wir dann doch lieber im schönen Californien blieben. Stattdessen gingen wir also in den Zoo von San Diego, der weltberühmt ist. Er ist wirklich hübsch gemacht und der Umgang mit den Tieren ist klasse, doch der Eintritt war schweineteuer und schlussendlich ist ein Zoo eben doch ein Zoo... Anschließend fuhren wir wieder nach Downtown, bummelten am Hafen entlang und aßen beim Griechen (!) zu Abend. Den restlichen Abend verbrachten wir gemütlich bei und mit James, da wir hundemüde waren und keine Lust hatten wegzugehen.

Tag 6: Vor uns lag ein längerer Trip: von San Diego nach Las Vegas. Teresa fuhr souverän die gesamte Strecke und Nachmittags um 5 waren wir dort. Wir wurden wieder herzlich empfangen von Bri's Mutter und deren Freund, die an diesem Wochenende auch in Las Vegas waren und im MGM Grand eine Penthouse Suite hatten. Netterweise ließen sie uns in dem zweiten Schlafzimmer der Suite übernachten, was wir natürlich seeeehhhr genossen! Außerdem durften wir unseren "Henry" in der Garage stehen lassen und uns mit der Limousine rumkutschieren lassen, was herrlich exklusiv war! Abends gingen wir mit Carla und John schön zum Abendessen, lecker Seafood! :-) Und danach gings ins "Vanity", ein neuer Club im Hard Rock Hotel, der aktuell sehr beliebt ist! War cool!

Tag 7: Nach ausgiebigem Ausschlafen schlenderten wir gegen Mittag Richtung Pool. Dort erwartete uns "The Wet Republic", eine Pool Party wie aus einem Hollywood Movie! Cocktails schlürfen im Pool, die Casinos von Las Vegas als Kulisse, hunderte von jungen Leuten im Bikini und Badehose, Party-Musik, und 30°C - und wir mitten drin! Ein einzigartiger Nachmittag!! Danach machten wir uns schnell schick, denn wir fuhren ins Bellagio, wo wir erst den berühmten Brunnen anschauten und dann die Show vom Cirque de Soleil "O" ansahen. Die Show war der Hammer, die haben Zirkus neu erfunden!! Es gingen tausend Dinge gleichzeitig auf der Bühne vonstatten, man konnte gar nicht alles sehen, es drehte sich alles um das Motto "Wasser" und nahezu alle Beiträge fanden im Wasser statt: Turmspringen, Wasserballett, Clowns, Feuer im Wasser, fliegende Segelschiffe - alles unvorstellbare wurde dort wahr!! Wahnsinn!! Danach gingen wir lecker Sushi essen, um anschließend wieder ausgiebig das Nachtleben vonn Vegas zu genießen! :-)

Tag 8: Samstag hatten wir auserkoren um mal den Strip von Las Vegas zu erkunden. Wir schlenderten die Straße hinunter, schauten uns Cesar's Palace, Treasure Island, Venice, und viele mehr an und kamen schlussendlich in einer große Shopping Mall an. Dort wurde erst mal ausgiebig eingekauft! :-) Zurück im MGM gingen wir mit Carla und John zum Steak essen, wo ich das beste Steak meines Lebens genießen durfte! *WOW* Danach zeigten uns die beiden noch das "Mansion" des MGM, den Teil vom Casino in dem die Schönen und Reichen absteigen, wenn sie da sind. Ich durfte in der Bar Klavier spielen, wir tranken Champagner und fanden es herrlich exklusiv! :-) Danach gings dann ins Palms, wo wir alle 4 nightclubs abklapperten. Absolutes Highlight war "Rain", ein Club der Extraklasse, was ich in meinem Leben noch nie gesehen habe! Einfach unglaublich und nicht zu beschreiben!! :-) Nach ausgiebigem Tanzen verbrachten wir dann noch ne Stunde am Roulette-Tisch, schauten dann den Sonnenaufgang von unserem Zimmer aus an und fielen gegen 7 endlich, totmüde aber glücklich, ins Bett!

Tag 9: Ausschlafen war das wichtigste an diesem Tag. Danach verbrachten wir 2 Stunden am Pool, stärkten uns beim Thailänder für die lange Autofahrt, verabschiedeten uns herzlichst von Carla und John und starteten am Nachmittag mit unserem kleinen "Henry" zurück Richtung Berkeley. Wir standen 4 Stunden im Stau und brauchten insgesamt 12 Stunden... *uff* Um 3 Uhr Nachts waren wir dann endlich wieder zuhause angekommen!

Als Fazit unserer Spring Break kann ich ziehen: das war eine unvergessliche Woche mit einzigartigen Erlebnissen, und wohl eine der genialsten Wochen meines gesamten Aufenthaltes in Californien!! Danke Bri, Teresa, Aurelie, Dilara, James, Carla und John - es war einfach klasse!!! :-)