Die Zeit verfliegt hier - unglaublich! Vergangenes Wochenende besuchten mich Robert und Jan, zwei Kommilitonen aus Göttingen, die aktuell einen unglaublich coolen Roadtrip von Ost nach West durch die USA machen. Freitagabends gingen wir mit einer lustigen, bunt zsuammengewürfelten Truppe auf eine sehr witzige Party im "International House". Kulturelle Eindrücke und kulturspezifische Erlebnisse der besonderen Art kriegt man auf diesen Partys in Berkeley geboten... Die Fotos erspar ich Euch! :-)
Samstag morgens gings dann los mit dem Auto von den beiden deutschen Jungs Richtung Yosemite National Park. Rund 3 Stunden später waren wir dort und mit ein bisschen Charme meinerseits bekamen wir sogar noch ein Plätzchen auf dem Campingplatz, der eigentlich voll war. :-) Den Nachmittag über fuhren wir diverse "look out points" und Sehenswürdigkeiten ab: das wunderschöne Yosemite Valley mit diversen Wasserfällen (mit wenig Wasser, da es Ende des Sommers ist und es lange nicht geregnet hat), sowie beeindruckenden Felswänden, großen Wäldern (teils recht abgebrannt...), hohen Bergen (über 3000m!), malerischen Tälern, kleinen Flüssen und Seen, und schlussendlich erwartete uns ein herrliches Abendrot am Glacier Point! Als wir zu unserem Campingplatz zurück kamen staunten wir allerdings nicht schlecht, als dort 2 Motorräder und ein kleines Zelt standen... Die beiden Bewohner des Zeltes, zwei Schweden Mitte 50, entschuldigten sich sehr, dass sie unseren Platz geklaut hatten, sie dachten dort würde niemand heute Nacht zelten. Wir machten kein Drama draus, stellten unser Zelt daneben, hatten alle zusammen ein lustiges BBQ und Lagerfeuer, unterhielten uns prächtig und die beiden Biker bezahlten den Platz für uns. So war allen gedient! :-) Sonntag morgens gings zu den Sequioa Bäumen im Süden des Parks. Wir machten eine knapp 3stündige Wanderung durch die Wälder und waren sehr beeindruckt von den riesigen und uralten Bäumen! Nachmittags gings mit vielen wunderschönen Eindrücken aus Mutter Natur zurück nach Berkeley. Danke Jungs, dass ihr mich mitgenommen habt, es war toll! :-)
Zurück in Berkeley wartet ein dickes Buch über klinische Psychologie auf mich sowie einiges an Lernstoff für mein erstes "Mid Term Exam", was rund 30% meiner Note in dem Fach "Clinical Psychology" ausmachen wird. Dies sollte am Montag stattfinden... ich las und lernte brav vor mich hin und schlief irgendwann über meinen Büchern ein, denn das Wochenende war anstrengend gewesen! :-) Die Prüfung lief jedoch recht gut, wenn man sich nicht daran stört, dass man 40 Multiple Choice Fragen innerhalb von 50 Minuten beantworten muss. Die Fragen sind zum Teil recht komplex, zum Teil auch einfach, und bei manchen Antworten hatte ich Schwierigkeiten aufgrund der Fomulierungen... da sind wir wieder beim "academic Enlish", das wirklich was anderes ist als bloßes Alltags-Englisch reden... vielleicht sind meine persönlichen Ansprüche an mich auch hoch, aber ich will mich einfach ausdrücken können, wenn ich über komplexe Sachverhalte spreche. *basta* Ich bin zuversichtlich, dass es immer besser wird, und wirklich schwerwiegende Probleme hatte ich bisher nicht (außer dass mir manchmal die Worte fehlen) - so auch nicht in der Prüfung, da musste ich ja nur Kreuzchen machen! :-)
Heute war dann meine zweite Prüfung, allerdings nur eine kleine, ein sogenanntes Quiz in "Cognitive Neuroscience". Zählt ganze 4% zur Endnote in diesem Fach und umfasste immerhin 20 Multiple Choice Fragen... irgendwie mögen die Amis diese Art des Abfragens. Ich finds hingegen dämlich und halte diese Art von Fragen für kein adäquates Mittel der Abfrage von Wissen und Verständnis des Stoffs! In den kommenden Wochen erwarten mich noch mehr solcher größerer und kleinerer Prüfungen und ich versuche vernünftiges Zeitmanagement zu betreiben, damit ich das hinkriege mit all meinen Trips und Freizeitaktivitäten. :-)
Wenn ich unterwegs bin, erzähle ich hier gerne meine ganz persönlichen Geschichten und berichte von meinen Erfahrungen. Zu Lesen gibt es Erzählungen von spannenden Erlebnissen und interessanten Menschen, Schilderungen von Eindrücken und Ländern, Reflexionen über neue Erkenntnisse und vieles mehr... nicht nur aus Californien, wo mein Blog began! Herzlich Willkommen und viel Spaß!
Mittwoch, 23. September 2009
Dienstag, 15. September 2009
Hochzeit in Virginia
Inzwischen bin ich ausgeschlafen und wieder fit - doch das Wochenende war anstrengend und wunderschön zugleich! Es begann mit viel Enttäuschung und Trubel, da Fabians Flieger ersatzlos gestrichen wurde und er deshalb leider nicht nach Virginia zur Hochzeit von unserem Cousin Stefan kommen konnte. Wir waren beide maßlos enttäuscht und traurig und ich musste wohl oder übel das Wochenende allein ohne meinen Bruder meistern... vor lauter Aufregung vergaß ich jedoch leider den Akku für meine Kamera, weshalb ich nur sehr wenige Bilder von der Hochzeit habe. Sorry!
So fuhr ich Freitag morgens um 4 zum Flughafen in San Francisco, um halb 8 ging mein Flieger über Washington nach Richmond. Dort angekommen erwartete mich eine angenehme Überraschung: das Mietauto der günstigen Klasse war nicht mehr vorrätig, weshalb ich ohne Aufpreis einen schicken kleinen Sportflitzer bekam. :-) Aufpreis musste ich jedoch für mein Alter bezahlen - Mieter unter 25 zahlen $25 mehr am Tag! Wucher...
Ich fuhr also gemütlich nach Charlottesville - gemütlich ist der richtige Ausdruck, denn 65 Meilen pro Stunde sind einfach mal gemütliche 110 km/h und das ist die Maximalgeschwindigkeit auf dem Highway... da bedauert man richtig, dass man so ein schnelles Auto hat, dessen PS einem nix bringen! ;-) Im Hotel angekommen machte ich mich schnell schick für den Polterabend und ging dann zu Fuß rüber zum Collonade Club, einem Club mitten auf dem wunderschönen Campus der University of Virginia. Dort erwarteten mich eine life Band, leckeres Essen und eine tolle Stimmung! Stefan und Sheedeh begrüßten mich herzlich, ich wurde rundrum vorgestellt und fühlte mich ganz und gar nicht allein, obwohl ich meinen Bruder sehr vermisste - und das das gesamte Wochenende lang! Der Polterabend verlief sehr lustig, es gab Foto-Beiträge und bayerische "Gstanzl", viel Wein und Gelächter! Gegen 12 wurde die Party in die Buddhist Biker Bar verlegt, wo es mit life Musik und Bier weiterging, bis wir - ein alter Studienfreund vom Stefan und ich als letzte verbleibende Gäste - um 2 Uhr früh rausgeworfen wurden. :-)
Am Samstag Vormittag fand dann ein legendäres Fußballspiel der "Pistazien" gegen die "Brezen" statt, sprich Perser gegen Bayern. Leider verloren die Brezen, da sie alle ihre jungen dynamischen Spieler an die Perser abgegeben hatten, da diese anfangs mit nur 3 Mann auf dem Platz aufliefen... *grins* Nach dem Spiel hüpften wir noch schnell in den See und machten uns dann schick für die Trauung am Nachmittag. Ich durfte vor der Zeremonie die Programme verteilen und während der Trauung ganz vorne bei der Familie sitzen... Es fand eine unglaublich schöne und feierliche Zeremonie statt, die die wichtigsten Elemente einer Trauung entsprechend der Persischen und der Christlichen Kultur enthielt. Die Braut war wunderhübsch und alle waren zu Tränen gerührt! :-) Nach Glückwünschen, Kaffee, Tee und dem ersten Bierchen warf man sich in die Abendgarderobe und schon ging es weiter mit Sektempfang, life Musik und attraktivem Herumstehen. Ich unterhielt mich sehr gut mit einem Onkel von der Sheedeh, der vor langer Zeit in Berkeley studiert hat und bekam ein wunderschönes Kompliment: "You've got the shine of a Berkeley girl!" :-)
Das anschließende Abendessen war mehr als lecker, die Reden sehr kurzweilig und nett und meine Tisch-Nachbarn hochamüsant! Nach dem traditionellen Eröffnungswalzer des Brautpaars wurden mit persischen Hochzeits-Liedern alle 150 Gäste spielend leicht innerhalb von 5 Minuten auf die Tanzfläche geholt - was für ein Spaß! :-) Ich lernte etliche neue Tanzbewegungen von den Damen und fand es einfach klasse! Danach spielte eine unglaublich gute Band und die Tanzfläche rockte! Beeidruckend war außerdem auch die 5stöckige Hochzeitstorte!! *mmmhhhh* So gegen 1 legte dann ein DJ aus New York Musik auf und spielte - zu meiner großen Verwunderung - auch neue deutsche Welle. Natürlich ein Wunsch des Bräutigams! :-) Wir tanzten uns bis morgens um 4 die Füße wund und schlussendlich fuhr ich happy um halb 5 mit dem letzten Shuttle zurück zu meinem Hotel.
Am Sonntag gabs nen leckeren Brunch, große Verabschiedungs-Szenen und ein paar gemütliche Stunden am See. Am späten Nachmittag fuhr ich mit meinem Flitzi zurück nach Richmond und kam irgendwann nachts um 1 mit 2 Stunden Verspätung in San Francisco an. Leider fuhr keine U-Bahn mehr und keiner vom Bodenpersonal konnte mir so richtig weiterhelfen, weshalb ich für schlappe $35 mit einem Shuttle nach Berkeley fahren musste. *nerv* Egal, das Wochenende war der Hammer, ich hatte unendlich viel Spaß und bewundere, mit welcher Leichtigkeit und mit wie viel Vergnügen 150 verschiedene Leute aller Altersgruppen, aus 3 Kulturen, 6 Kontinenten mit so vielen verschiedenen Muttersprachen ein so tolles Fest miteinander feiern konnten! Danke Stefan und Sheedeh für diese 3 wundervollen Tage! :-)
So fuhr ich Freitag morgens um 4 zum Flughafen in San Francisco, um halb 8 ging mein Flieger über Washington nach Richmond. Dort angekommen erwartete mich eine angenehme Überraschung: das Mietauto der günstigen Klasse war nicht mehr vorrätig, weshalb ich ohne Aufpreis einen schicken kleinen Sportflitzer bekam. :-) Aufpreis musste ich jedoch für mein Alter bezahlen - Mieter unter 25 zahlen $25 mehr am Tag! Wucher...
Ich fuhr also gemütlich nach Charlottesville - gemütlich ist der richtige Ausdruck, denn 65 Meilen pro Stunde sind einfach mal gemütliche 110 km/h und das ist die Maximalgeschwindigkeit auf dem Highway... da bedauert man richtig, dass man so ein schnelles Auto hat, dessen PS einem nix bringen! ;-) Im Hotel angekommen machte ich mich schnell schick für den Polterabend und ging dann zu Fuß rüber zum Collonade Club, einem Club mitten auf dem wunderschönen Campus der University of Virginia. Dort erwarteten mich eine life Band, leckeres Essen und eine tolle Stimmung! Stefan und Sheedeh begrüßten mich herzlich, ich wurde rundrum vorgestellt und fühlte mich ganz und gar nicht allein, obwohl ich meinen Bruder sehr vermisste - und das das gesamte Wochenende lang! Der Polterabend verlief sehr lustig, es gab Foto-Beiträge und bayerische "Gstanzl", viel Wein und Gelächter! Gegen 12 wurde die Party in die Buddhist Biker Bar verlegt, wo es mit life Musik und Bier weiterging, bis wir - ein alter Studienfreund vom Stefan und ich als letzte verbleibende Gäste - um 2 Uhr früh rausgeworfen wurden. :-)
Am Samstag Vormittag fand dann ein legendäres Fußballspiel der "Pistazien" gegen die "Brezen" statt, sprich Perser gegen Bayern. Leider verloren die Brezen, da sie alle ihre jungen dynamischen Spieler an die Perser abgegeben hatten, da diese anfangs mit nur 3 Mann auf dem Platz aufliefen... *grins* Nach dem Spiel hüpften wir noch schnell in den See und machten uns dann schick für die Trauung am Nachmittag. Ich durfte vor der Zeremonie die Programme verteilen und während der Trauung ganz vorne bei der Familie sitzen... Es fand eine unglaublich schöne und feierliche Zeremonie statt, die die wichtigsten Elemente einer Trauung entsprechend der Persischen und der Christlichen Kultur enthielt. Die Braut war wunderhübsch und alle waren zu Tränen gerührt! :-) Nach Glückwünschen, Kaffee, Tee und dem ersten Bierchen warf man sich in die Abendgarderobe und schon ging es weiter mit Sektempfang, life Musik und attraktivem Herumstehen. Ich unterhielt mich sehr gut mit einem Onkel von der Sheedeh, der vor langer Zeit in Berkeley studiert hat und bekam ein wunderschönes Kompliment: "You've got the shine of a Berkeley girl!" :-)
Das anschließende Abendessen war mehr als lecker, die Reden sehr kurzweilig und nett und meine Tisch-Nachbarn hochamüsant! Nach dem traditionellen Eröffnungswalzer des Brautpaars wurden mit persischen Hochzeits-Liedern alle 150 Gäste spielend leicht innerhalb von 5 Minuten auf die Tanzfläche geholt - was für ein Spaß! :-) Ich lernte etliche neue Tanzbewegungen von den Damen und fand es einfach klasse! Danach spielte eine unglaublich gute Band und die Tanzfläche rockte! Beeidruckend war außerdem auch die 5stöckige Hochzeitstorte!! *mmmhhhh* So gegen 1 legte dann ein DJ aus New York Musik auf und spielte - zu meiner großen Verwunderung - auch neue deutsche Welle. Natürlich ein Wunsch des Bräutigams! :-) Wir tanzten uns bis morgens um 4 die Füße wund und schlussendlich fuhr ich happy um halb 5 mit dem letzten Shuttle zurück zu meinem Hotel.
Am Sonntag gabs nen leckeren Brunch, große Verabschiedungs-Szenen und ein paar gemütliche Stunden am See. Am späten Nachmittag fuhr ich mit meinem Flitzi zurück nach Richmond und kam irgendwann nachts um 1 mit 2 Stunden Verspätung in San Francisco an. Leider fuhr keine U-Bahn mehr und keiner vom Bodenpersonal konnte mir so richtig weiterhelfen, weshalb ich für schlappe $35 mit einem Shuttle nach Berkeley fahren musste. *nerv* Egal, das Wochenende war der Hammer, ich hatte unendlich viel Spaß und bewundere, mit welcher Leichtigkeit und mit wie viel Vergnügen 150 verschiedene Leute aller Altersgruppen, aus 3 Kulturen, 6 Kontinenten mit so vielen verschiedenen Muttersprachen ein so tolles Fest miteinander feiern konnten! Danke Stefan und Sheedeh für diese 3 wundervollen Tage! :-)
Donnerstag, 10. September 2009
Los Angeles
Letzten Freitag ging ich zum Welcome-BBQ des Ski Teams der Uni, da die neue Mitglieder für den kommenden Winter suchen. Der Deal ist ziemlich gut: $350 für einen Jahrsskipass in Tahoe plus $300 für eine Hütte dort mitten im Skigebiet. D.h. für $650 kann ich so viel Skifahren gehen, wie ich möchte. Und die Leute im Team sind total nett, sie waren hocherfreut ein Mädchen aus Deutschland da zu haben und noch dazu eine Skifahrerin, die "in den Bergen aufgewachsen ist" - naja, fast... ;-) Ich werd also wahrscheinlich demnächst beitreten und ab Dezember / Januar jedes zweite Wochenende in die Berge fahren! *freu*
Am Samstag früh morgens um 7 fuhr ich mit Aurelie und Rozemarijn (Rose) nach LA. Wir waren die einzigen Europäer in einer Gruppe von KoreanerInnen und hatten das Gefühl, eine Minorität darzustellen. Da wir die einzigen auf der Tour waren, die gut Englisch sprachen und den Tour Guide verstanden, hielt dieser es allerdings nicht für notwendig, alle Tourhighlights anzusagen. Deshalb verpassten wir leider die University of California LA, die Hollywood-Buchstaben und noch die eine oder andere weitere Sehenswürdigkeit. Whatever, wir waren dafür in Beverly Hills, in Hollywood, in Venice Beach, in Disneyland usw.
Jaaaa, wir 3 großen Mädchen haben den gesamten Sonntag in Disneyland verbracht - und wir hatten unglaublich viel Spaß!! :-) Wir sind alle Achterbahnen und sonstigen "Rides" gefahren, waren bei den Pirates of the Caribbean, bei Tom Sayer, in Toon Town, in Tarzans Tree House, bei Indiana Jones, im Cinderella Schloss, usw. Wir haben uns mit Mickey Mouse fotographieren lassen, haben die Dance Parade und die "Phantasia"-Light-Show angeschaut, sowie ein atemberaubendes, beeindruckendes Feuerwerk mit musikalischer Untermalung gesehen! Das durften wir übrigens zweimal genießen, denn wir konnten die Raketen bereits an unserem ersten Abend aus dem Whirlpool unseres Hotels bestaunen! :-) Das Hotel war schick, direkt neben Disneyland in Anaheim, mit ein paar Swimming Pools, einem schönen Zimmer und gutem Frühstück. :-)
Am Montag gings dann weiter über Downtown LA (langweilig verglichen mit San Francisco!!) nach Santa Barbara, wo wir ein bisschen am Strand chillten, ins Wasser hopsten und durch die Stadt bummelten. Die Koreaner fanden es jedoch ganz absonderlich, dass wir im Bikini ins Meer gingen, da sie selbst mit langer Jeans, Turnschuhen und Pulli bei knapp 30°C am Strand rumstanden. Wir waren so ein Highlight ihrer Tour, dass sie uns sogar fotographierten! *lol*
Schlussendlich kamen wir abends nach 6 Stunden Busfahrt und einem lustigen Kurztrip nach Southern California wieder in Berkeley an.
Die Uni läuft weiterhin gut, ich find meine Kurse immer noch toll und bin immer wieder aufs Neue begeistert vom wunderschönen Campus, dem immerwährendem Sonnenschein, den kompetenten und netten Profs, sowie den spannenden Inhalten der Vorlesungen! Lernen macht Spaß hier; und ich bin jeden Tag, wenn ich über den UCB Campus schlendere, froh und auch dankbar, dass ich 1 ganzes Jahr lang hier studieren darf! :-)
Außerdem hab ich einen Praktikumsplatz bekommen! Ich werde das ganze Jahr über jeden Dienstag Nachmittag 5 Stunden im Napa Mental Health Hospital verbringen. Das ist das größte staatliche Krankenhaus für Patienten mit psychischen Störungen - die haben über 1000 Patienten aller Altersgruppen und das gesamte Spektrum von Erkrankungen! Ich darf zusammen mit 20 anderen Studenten in allen Stationen mal reinschauen, bei Gruppentherapien dabei sein, mit den Patieten interagieren usw. Ich freu mich riesig, dass das geklappt hat und bin schon gespannt auf nächste Woche, wenn es losgeht!
Aber am Freitag flieg ich erst mal nach Charlottesville, Virginia, um dort am Wochenende auf der Hochzeit meines großen Cousins Stefan zu tanzen! :-) Ich freu vor allem drauf meinen Bruder wieder zu sehen, der auch eingeflogen kommt! Ich werde selbstverständlich berichten, wie die Hochzeit war und wie es so weitergeht in meinem Berkeley-Alltag! ;-)
Am Samstag früh morgens um 7 fuhr ich mit Aurelie und Rozemarijn (Rose) nach LA. Wir waren die einzigen Europäer in einer Gruppe von KoreanerInnen und hatten das Gefühl, eine Minorität darzustellen. Da wir die einzigen auf der Tour waren, die gut Englisch sprachen und den Tour Guide verstanden, hielt dieser es allerdings nicht für notwendig, alle Tourhighlights anzusagen. Deshalb verpassten wir leider die University of California LA, die Hollywood-Buchstaben und noch die eine oder andere weitere Sehenswürdigkeit. Whatever, wir waren dafür in Beverly Hills, in Hollywood, in Venice Beach, in Disneyland usw.
Jaaaa, wir 3 großen Mädchen haben den gesamten Sonntag in Disneyland verbracht - und wir hatten unglaublich viel Spaß!! :-) Wir sind alle Achterbahnen und sonstigen "Rides" gefahren, waren bei den Pirates of the Caribbean, bei Tom Sayer, in Toon Town, in Tarzans Tree House, bei Indiana Jones, im Cinderella Schloss, usw. Wir haben uns mit Mickey Mouse fotographieren lassen, haben die Dance Parade und die "Phantasia"-Light-Show angeschaut, sowie ein atemberaubendes, beeindruckendes Feuerwerk mit musikalischer Untermalung gesehen! Das durften wir übrigens zweimal genießen, denn wir konnten die Raketen bereits an unserem ersten Abend aus dem Whirlpool unseres Hotels bestaunen! :-) Das Hotel war schick, direkt neben Disneyland in Anaheim, mit ein paar Swimming Pools, einem schönen Zimmer und gutem Frühstück. :-)
Am Montag gings dann weiter über Downtown LA (langweilig verglichen mit San Francisco!!) nach Santa Barbara, wo wir ein bisschen am Strand chillten, ins Wasser hopsten und durch die Stadt bummelten. Die Koreaner fanden es jedoch ganz absonderlich, dass wir im Bikini ins Meer gingen, da sie selbst mit langer Jeans, Turnschuhen und Pulli bei knapp 30°C am Strand rumstanden. Wir waren so ein Highlight ihrer Tour, dass sie uns sogar fotographierten! *lol*
Schlussendlich kamen wir abends nach 6 Stunden Busfahrt und einem lustigen Kurztrip nach Southern California wieder in Berkeley an.
Die Uni läuft weiterhin gut, ich find meine Kurse immer noch toll und bin immer wieder aufs Neue begeistert vom wunderschönen Campus, dem immerwährendem Sonnenschein, den kompetenten und netten Profs, sowie den spannenden Inhalten der Vorlesungen! Lernen macht Spaß hier; und ich bin jeden Tag, wenn ich über den UCB Campus schlendere, froh und auch dankbar, dass ich 1 ganzes Jahr lang hier studieren darf! :-)
Außerdem hab ich einen Praktikumsplatz bekommen! Ich werde das ganze Jahr über jeden Dienstag Nachmittag 5 Stunden im Napa Mental Health Hospital verbringen. Das ist das größte staatliche Krankenhaus für Patienten mit psychischen Störungen - die haben über 1000 Patienten aller Altersgruppen und das gesamte Spektrum von Erkrankungen! Ich darf zusammen mit 20 anderen Studenten in allen Stationen mal reinschauen, bei Gruppentherapien dabei sein, mit den Patieten interagieren usw. Ich freu mich riesig, dass das geklappt hat und bin schon gespannt auf nächste Woche, wenn es losgeht!
Aber am Freitag flieg ich erst mal nach Charlottesville, Virginia, um dort am Wochenende auf der Hochzeit meines großen Cousins Stefan zu tanzen! :-) Ich freu vor allem drauf meinen Bruder wieder zu sehen, der auch eingeflogen kommt! Ich werde selbstverständlich berichten, wie die Hochzeit war und wie es so weitergeht in meinem Berkeley-Alltag! ;-)
Freitag, 4. September 2009
University of California Berkeley
Ich hab ne ganze Weile nichts von mir hören lassen, denn die Uni ist letzte Woche losgegangen und seitdem bin ich ziemlich beschäftigt. Doch bereits jetzt kann ich Einiges darüber erzählen, wie mein Studium hier so läuft. Ich habe 6 Kurse mit insgesamt 17 Units belegt, was etwas viel ist, doch ich denke, ich komm klar da ich inhaltlich bereits viel Vorwissen habe. Im Schnitt macht man pro Semester nur 13 Units und 4-5 Kurse, um einen Vergleich zu nennen. Mal sehen, wie stressig das wird, im Zweifel kann ich bis Mitte September immer noch einen Kurs droppen. Also, meine Kurse:
Clinical Psychology: Mehr oder weniger der gleiche Kurs, den ich bereits in Deutschland belegt habe, allerdings wird die ganze Bandbreite von psychischen Störungen behandelt aus allen möglichen Perspektiven. Er umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group. Kursleitung ist Ann Kring, eine recht bekannte Psychologin, die etliche Lehrbücher geschrieben hat.
Cognitive Neuroscience: Ein Kurs über das Gehirn, sehr aktuelle Forschung auf dem Feld der Neurologie verbunden mit Kognitionspsychologie und allen möglichen Bereichen des menschlichen Denkens. Kursleitung: ein unglaublich netter Prof, Richard Ivry. Der Kurs umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group.
Human Happiness: ein Kurs über akademisch sehr anspruchsvolle qualitative und quantitative Forschung auf dem Feld der Glücksforschung. Wir lernen viel über Philosophie aus östlichen und westlichen Kulturen, Komponenten des Glücks, wie man glücklicher wird, pathologische Aspekte etc. In meinen Augen der coolste Kurs, den ich hab, mit einem extrem charismatischen Prof (Dacher Keltner) der sehr unterhaltsame Vorlesungen hält. Der Kurs umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group.
Psychological Anthropology: Ein etwas ungewöhnlicher Kurs, der viel Lesen voraussetzt und unglaublich philosophisch ist. Inhaltlich vieles über Freud und Co., spannende Konzepte und neue Wege, Menschen und Kulturen zu betrachten. Anstrengende Professorin, da sie Italienerin ist und einen starken Akzent hat. Der Kurs umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group.
Cultural and Social Cognition: Der einzige Graduate Kurs, den ich belegen durfte... *hmpf* Ist ein Seminar mit unter 10 Leuten, leider hatten wir noch keine Sitzung, da der Prof (Kaiping Peng) aktuell unterwegs ist... startet also erst nächste Woche. Der Kurs umfasst nur 2 Stunden Sitzung pro Woche, allerdings viel Lesen...
Communication for Leaders: Dieser Kurs ist an der Haas School of Business und soll Studenten rhetorisch auf das Berufsleben vorbereiten. Man lernt wie man überzeugend auftritt, gute, flüssige Vorträge hält, spontane Reden hält, akademisch anspruchsvoll und verständlich argumentiert usw. Sehr cool, auch wenn dieser Kurs mir leider meine 4 Tage - Woche versaut, da er mein einzige Freitagskurs ist! :-)
Außerdem bewerbe ich mich kommende Woche für ein Praktikum im Napa Mental Health Hospital, das jede Woche 5 Stunden umfassen würde, in denen man dort in die Arbeit mit den Patienten involviert wird. Das Praktikum würde über 2 Semester gehen und ich hoffe ich werde genommen!!
Hier noch ein paar interessante Fakten über das Unileben hier:
- Vorlesungen dauern meist nur 50 Minuten - das heißt man kommt gar nicht dazu, dass man gelangweilt ist.
- Man bekommt mündliche Noten in den Discussion Groups - wie damals in der Schule. :-)
- Wir schreiben bis zu 4 (!) Prüfungen pro Fach!
- Der Campus wimmelt von Studenten wie ein Ameisenhaufen. Man kommt kaum von A nach B!
- Zwischen den Vorlesungen hat man meist nur 10 Minuten Zeit um von A nach B zu kommen - und das kann dann schon mal ein knapper Kilometer sein, den man quer über den doch recht großen Campus zurücklegen muss.
- Die Bücher hier sind schweineteuer! Ich hab allein $350 für meine Haupt-Lehrbücher ausgegeben!
- Die amerikanischen Studenten sind mucksmäuschenstill in den Vorlesungen - da ratscht keiner. Dafür haben ganz viele ihren Laptop dabei und spielen Computer, wenn es langweilig ist.
- Profs loben Studenten für Fragen, die gestellt werden und sind begeistert über jeden - noch so blöden - Kommentar.
- Die Studenten sind extrem jung verglichen mit deutschen Studenten.
- Die Zeit, die man in Deutschland damit verbringt Texte zu analysieren und systematisch zu denken und tiefer in die Thematik einzusteigen, wird hier damit verbracht Unmengen zu lesen - wöchentlich über 300 Seiten!
Ich könnte diese Liste über erstaunliche Fakten des amerikanischen Unilebens noch beliebig weiter fortsetzen, doch das langweilt meine lieben Leser - Euch - bestimmt irgendwann. Wenn ihr mehr wissen wollt, erzähl ich gern persönlich mehr! Doch jetzt schreibe ich lieber noch ein bisschen was über meine Freizeit:
Ich mache viel Sport hier: Windsurfen, Segeln, Squash, Schwimmen usw. Das macht Spaß, man lernt viele Leute kennen und hält sich fit neben all der Rumsitzerei in Hörsälen. Außerdem bin ich abends meist mit meinen neuen Freunden unterwegs, eine bunte internationale Gruppe aus Frankreich, Holland, Schottland, Australien, England, Dänemark, Deutschland usw. Wir haben ne Menge Spaß auf Fraternity Parties und anderen House Parties. :-) Alternativen sind Kino, Theater, Billard spielen in unserem 3. Wohnzimmer und vieles mehr. Ihr seht, langweilig wird mir nicht! :-)
Da wir ein langes Wochenende vor uns haben (Montag ist frei), wollen wir (Aurelie, Rose und ich) nach LA fahren und Hollywood unsicher machen - hoffe das klappt, ist alles etwas kurzfristig! Ich werde berichten und demnächst wieder mehr Fotos hochladen! :-)
Clinical Psychology: Mehr oder weniger der gleiche Kurs, den ich bereits in Deutschland belegt habe, allerdings wird die ganze Bandbreite von psychischen Störungen behandelt aus allen möglichen Perspektiven. Er umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group. Kursleitung ist Ann Kring, eine recht bekannte Psychologin, die etliche Lehrbücher geschrieben hat.
Cognitive Neuroscience: Ein Kurs über das Gehirn, sehr aktuelle Forschung auf dem Feld der Neurologie verbunden mit Kognitionspsychologie und allen möglichen Bereichen des menschlichen Denkens. Kursleitung: ein unglaublich netter Prof, Richard Ivry. Der Kurs umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group.
Human Happiness: ein Kurs über akademisch sehr anspruchsvolle qualitative und quantitative Forschung auf dem Feld der Glücksforschung. Wir lernen viel über Philosophie aus östlichen und westlichen Kulturen, Komponenten des Glücks, wie man glücklicher wird, pathologische Aspekte etc. In meinen Augen der coolste Kurs, den ich hab, mit einem extrem charismatischen Prof (Dacher Keltner) der sehr unterhaltsame Vorlesungen hält. Der Kurs umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group.
Psychological Anthropology: Ein etwas ungewöhnlicher Kurs, der viel Lesen voraussetzt und unglaublich philosophisch ist. Inhaltlich vieles über Freud und Co., spannende Konzepte und neue Wege, Menschen und Kulturen zu betrachten. Anstrengende Professorin, da sie Italienerin ist und einen starken Akzent hat. Der Kurs umfasst 2 Vorlesungen die Woche plus eine Discussion Group.
Cultural and Social Cognition: Der einzige Graduate Kurs, den ich belegen durfte... *hmpf* Ist ein Seminar mit unter 10 Leuten, leider hatten wir noch keine Sitzung, da der Prof (Kaiping Peng) aktuell unterwegs ist... startet also erst nächste Woche. Der Kurs umfasst nur 2 Stunden Sitzung pro Woche, allerdings viel Lesen...
Communication for Leaders: Dieser Kurs ist an der Haas School of Business und soll Studenten rhetorisch auf das Berufsleben vorbereiten. Man lernt wie man überzeugend auftritt, gute, flüssige Vorträge hält, spontane Reden hält, akademisch anspruchsvoll und verständlich argumentiert usw. Sehr cool, auch wenn dieser Kurs mir leider meine 4 Tage - Woche versaut, da er mein einzige Freitagskurs ist! :-)
Außerdem bewerbe ich mich kommende Woche für ein Praktikum im Napa Mental Health Hospital, das jede Woche 5 Stunden umfassen würde, in denen man dort in die Arbeit mit den Patienten involviert wird. Das Praktikum würde über 2 Semester gehen und ich hoffe ich werde genommen!!
Hier noch ein paar interessante Fakten über das Unileben hier:
- Vorlesungen dauern meist nur 50 Minuten - das heißt man kommt gar nicht dazu, dass man gelangweilt ist.
- Man bekommt mündliche Noten in den Discussion Groups - wie damals in der Schule. :-)
- Wir schreiben bis zu 4 (!) Prüfungen pro Fach!
- Der Campus wimmelt von Studenten wie ein Ameisenhaufen. Man kommt kaum von A nach B!
- Zwischen den Vorlesungen hat man meist nur 10 Minuten Zeit um von A nach B zu kommen - und das kann dann schon mal ein knapper Kilometer sein, den man quer über den doch recht großen Campus zurücklegen muss.
- Die Bücher hier sind schweineteuer! Ich hab allein $350 für meine Haupt-Lehrbücher ausgegeben!
- Die amerikanischen Studenten sind mucksmäuschenstill in den Vorlesungen - da ratscht keiner. Dafür haben ganz viele ihren Laptop dabei und spielen Computer, wenn es langweilig ist.
- Profs loben Studenten für Fragen, die gestellt werden und sind begeistert über jeden - noch so blöden - Kommentar.
- Die Studenten sind extrem jung verglichen mit deutschen Studenten.
- Die Zeit, die man in Deutschland damit verbringt Texte zu analysieren und systematisch zu denken und tiefer in die Thematik einzusteigen, wird hier damit verbracht Unmengen zu lesen - wöchentlich über 300 Seiten!
Ich könnte diese Liste über erstaunliche Fakten des amerikanischen Unilebens noch beliebig weiter fortsetzen, doch das langweilt meine lieben Leser - Euch - bestimmt irgendwann. Wenn ihr mehr wissen wollt, erzähl ich gern persönlich mehr! Doch jetzt schreibe ich lieber noch ein bisschen was über meine Freizeit:
Ich mache viel Sport hier: Windsurfen, Segeln, Squash, Schwimmen usw. Das macht Spaß, man lernt viele Leute kennen und hält sich fit neben all der Rumsitzerei in Hörsälen. Außerdem bin ich abends meist mit meinen neuen Freunden unterwegs, eine bunte internationale Gruppe aus Frankreich, Holland, Schottland, Australien, England, Dänemark, Deutschland usw. Wir haben ne Menge Spaß auf Fraternity Parties und anderen House Parties. :-) Alternativen sind Kino, Theater, Billard spielen in unserem 3. Wohnzimmer und vieles mehr. Ihr seht, langweilig wird mir nicht! :-)
Da wir ein langes Wochenende vor uns haben (Montag ist frei), wollen wir (Aurelie, Rose und ich) nach LA fahren und Hollywood unsicher machen - hoffe das klappt, ist alles etwas kurzfristig! Ich werde berichten und demnächst wieder mehr Fotos hochladen! :-)
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