Mittwoch, 16. Mai 2012

Stippvisite nach Ecuador – zur Mitte der Welt und zurück!


Ich hatte ja schon die ganze Zeit während meiner Reise den Plan gehabt, einen Spanisch Kurs zu machen, doch nie hatte ich die Zeit gefunden oder die Muße gehabt. Nun, in meinen letzten 2 Wochen in Südamerika wollte ich es endlich angehen! Auf Empfehlung einer netten Deutschen, die ich in Huanchaco getroffen hatte, buchte ich eine Woche Intensivkurs in Quito, Ecuador. Ich wollte unbedingt hinauf zum Äquator – ich war am Anfang meiner Reise am „Ende der Welt“ in Ushuaia gewesen und wollte nun bis zur „Mitte der Welt“ kommen, bevor ich wieder nach Hause flog! Mit einem Nachtbus, der mehr oder minder bequem war, fuhr ich in Begleitung von Boyd, einem der beiden Neuseeländer, 16 Stunden von Máncora rauf nach Quito. Ich fühlte mich deutlich sicherer einen großen Mann dabei zu haben bei der Grenze zwischen Peru und Ecuador, da dieser Grenzübergang als zwielichtig bekannt ist. Doch alles war ruhig, die Beamten waren nett und keiner wollte uns was klauen. *puh*

In Quito regnete es, weshalb der erste Tag hauptsächlich drinnen verbracht wurde. Ich bummelte nur ein bisschen durch die Altstadt und suchte meine Sprachschule, sonst blieb ich allerdings im Hostel und schlief, da das im Bus kaum möglich gewesen war. Montagmorgen schlug ich dann bei der Sprachschule auf und wurde direkt freundlich von Freddy, dem Besitzer, begrüßt! Nach der offiziellen Anmeldung und allen Formalitäten lernte ich meine private Lehrerin kennen: Teresa! Mitte 50, Mutter zweier Töchter und eine absolut bodenständige, freundliche, aufgeschlossene und positive Person! J Wir verstanden uns auf Anhieb und unterhielten uns bereits am ersten Tag auf Spanisch über Psychologie, kulturelle Unterschiede der Depression, Alkoholismus in verschiedenen Ländern und vieles mehr. Sie korrigierte mich, brachte mir viele neue Wörter bei und jeden Tag paukten wir einige Lektionen Grammatik durch, bis die 4 Vergangenheiten, 2 Zukunftsformen, das Konditional und der Subjuntivo wieder einigermaßen saßen! Ich machte brav meine Hausaufgaben und hängte mich echt rein, denn ich wollte wieder auf ein (mich persönlich) zufriedenstellendes Level meiner Spanischkenntnisse kommen. Am letzten Tag des Unterrichts lobte mich Teresa für meinen Fleiß und mein gutes Niveau, und bestärkte mich darin, weiter Spanisch zu lernen, vor allem spanische Bücher zu lesen. Schlussendlich lud sie mich ein, nach Ecuador zurück zu kommen und in ihrem Projekt mit misshandelten Frauen alkoholkranker Männer zu arbeiten. Dafür muss ich aber noch besser Spanisch lernen! J Aber das gibt mir auf jeden Fall einen Ansporn... und ich wollte hier ja ohnehin in einem Projekt arbeiten, was sich leider nicht ergeben hat! Es wird sich zeigen, was die Zukunft bringt...

An den Nachmittagen besuchte ich alle Sehenswürdigkeiten der Altstadt von Quito (Centro Historico) und fuhr natürlich auch zum Äquator, der rund 25km nördlich der Stadt liegt. Das kleine Museum namens „Inti ñan“, das hinter dem offiziellen Museum liegt, war mir von vielen Seiten empfohlen worden. Hier verläuft der offizielle Äquator, der per GPS ausgemessen wurde. Man kann einige Tricks bestaunen, die z.B. zeigen, dass links und rechts vom Äquator das Wasser andersrum abfließt. Für meine „herausragende Leistung“ auf dem Äquator ein rohes Ei auf einem Nagel zu balancieren, bekam ich sogar ein Zertifikat! *lach* J Leider hatte ich jedoch meinen Reisepass vergessen, denn in dem Museum kann man sich (wie schon am Ende der Welt und in Machu Picchu) einen Stempel holen, dass man hier gewesen ist. Schade, hätte diesen Stempel echt gern gehabt! L Naja, ist ja eigentlich auch nix anderes als Farbe auf Papier! ;-)

Quito liegt inmitten von 22 Vulkanen – einige davon sogar noch aktiv! Die Aussicht vom Hügel der Altstadt ist echt toll! In der Altstadt von Quito sind unglaublich viele alte Kirchen aus der Kolonialzeit. Am besten gefiel mir die große gotische Basilika, auf deren Türme man steigen kann und von dort einen grandiosen Blick über die ganze Stadt hat! J Andere Kirchen sind voller Gold und antiker Bilder. Faszinierend ist jedoch überall der Einfluss von einheimischen Bräuchen auf die Kunst in den Kirchen. Auf Gemälden isst Jesus beim letzten Abendmahl ein Meerschweinchen (Festtagsessen!), in manchen Kirchen sieht man Fresken mit exotischen Früchten und Vögeln. Und die Wasserspeier an der Basilika sind Tiere aus dem Urwald! Die einheimischen Künstler haben sich auch den einen oder anderen Scherz mit ihren Kolonialherren erlaubt, z.B. indem sie an alten Herrenhäusern in der Stadt die Balkone mit Engeln verzierten – und einer davon hat einen riesigen Penis! J Die Stadt ist echt toll, voller alter Kultur und Geschichte und schöner Gebäude. Leider ist sie recht unsicher; abends nahm ich immer ein Taxi, da es nach Einbruch der Dunkelheit auf den Straßen nicht mehr sicher ist herumzulaufen.

Ich wohnte für die Zeit der Sprachschule in einer Familie... naja, das dachte ich zumindest. *grins* Ich wohnte bei einem Junggesellen, Mitte 30, Schauspieler und Künstler. Wir führten lange Gespräche über Musik und Theater, Filme und Kultur, Reisen und Geschichte. Leider verstand ich immer nur die Hälfte, da er so schnell sprach und auch auf Aufforderung es nicht schaffte, langsamer mit mir zu reden. *grins* Doch er war sehr nett und gastfreundlich, wir kochten immer gemeinsam, das Essen war super und ich konnte mein Spanisch üben. Außerdem hatte ich meine eigene kleine Wohnung mit separatem Eingang und Schlaf-, Wohn-, Arbeitszimmer und Bad. Perfekt!! J Die Woche in Quito war wirklich klasse, rundrum gelungen!

Am Freitag machte ich mich wieder auf den Weg nach Süden. Baños, 4 Stunden südlich von Quito war mein Ziel. Der Ort liegt mitten in den Bergen, direkt am Fuße eines aktiven Vulkans, den man Nachts sogar manchmal grummeln hört. Aktuell ist er jedoch recht ruhig, normalerweise kann man ihn sogar Lava spucken sehen. Schade, dass ich das verpasst hab... J Doch Baños ist ein toller Ort voller Charme und mit vielen Outdoor Optionen – und das auch noch supergünstig. Hier konnte ich noch all das machen, was ich schon während meiner ganzen Reise machen wollte und was sich nie ergeben hatte. Ich traf bereits im Bus eine Gruppe lustiger Mädels aus Chicago, die in Quito ihr Auslandssemester verbringen und ein Mädelswochenende machten! Gemeinsam gingen wir am Samstagvormittag Raften, ein echt guter Fluss mit tollen Stromschnellen und viel Action und Spaß!! Abends gingen wir feiern, in eine Bar und dann Karaoke singen! *lach* Samstagabend kam AJ in Baños an, die nette Australierin, die mit Rachel und mir den Inka Jungle Trek nach Machu Picchu gemacht hatte. Wir hatten uns verabredet als wir bemerkten, dass unsere Wege sich wieder kreuzen, und freuten uns riesig über das Wiedersehen!! Am Sonntag gingen wir gemeinsam „Canyoning“, also „Schlucht-Wandern“ (das ist das deutsche Wort dafür! *grins*). Als Erklärung: wir wanderten eine Schlucht entlang durch einen kleinen Fluss und seilten uns über mehrere Wasserfälle ab. Der höchste war 45m hoch!!! Soooooo toll!! J Ich war total begeistert und freute mich, dass ich das noch machen konnte, in meiner letzten Woche in Südamerika! Ich hoffe nur, dass alle Fotos auf der CD sind, die wir bekommen haben... vom Raften hab ich leider keine, denn meine Unterwasserkamera ist ja leider bereits am Anfang der Reise in Argentinien beim Tauchen kaputt gegangen...

Baños ist auch bekannt für seine vielen Wellness Angebote und Spas. Da hier alles echt bezahlbar ist, wollte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. J Ich beschloss, mir ein rundrum-glücklich-Paket zu gönnen: Massage, Reflexzonen-Massage, Maniküre, Pediküre und Gesichtsbehandlung – all das für 35,- US-Dollar!! J Über 2 Stunden genoss ich eine Behandlung vom Feinsten und ging anschließend mit polierten Nägeln und Gesicht fröhlich mit AJ Abendessen. Danach fuhren wir noch auf eine 2stündige Nacht-Tour auf einen Aussichtspunkt über der Stadt, von wo aus man normalerweise den Vulkan sehen kann. Der sagte weder Muh noch Mäh, aber die Nacht war sternklar und die Aussicht über Baños trotzdem schön!

Montagmorgen – es war mal wieder Stromausfall in der Stadt, das scheint in ganz Südamerika ständig zu passieren, vor allem überall wo ich hinkomme – startete ich meine letzte Etappe: den ganzen Weg runter nach Lima. Und, man höre und staune, ich bin immer noch unterwegs! Ich sitze gerade im Bus; für die letzten 16 Stunden habe ich mir einen Luxusbus von „Oltursa“ gegönnt, und dieser Bus hat neben Essen und Getränken sogar Steckdosen und Internet. Genial!! Das ist aber nach den letzten Bussen auch gut so, denn von Baños fuhr ich nach Ambato und von dort nach Machala in einem normalen Bus voller Ecuadorianer, die eine andere Vorstellung von persönlichen Grenzen haben als unsereiner... Wir kamen zu spät in Machala an, weshalb ich nicht mehr weiter fahren konnte nach Peru. Also blieb ich dort übernacht, um nicht in der Dunkelheit an die Grenze zu kommen, ohne vernünftige Buscompany. Am nächsten Morgen (Dienstag) fuhr ich dann weiter mit CIFA von Machala nach Tumbes. Dort kam ich mittags an und beschloss weiter nach Máncora zu fahren um dort den Nachmittag zu verbringen, bevor ich den Nachtbus nach Lima nehme. Das klappte alles hervorragend! Ich genoss den Nachmittag am Strand und am Pool des netten Hostels von vor 2 Wochen, und traf sogar einige Bekannte in Máncora wieder! J

Tja, morgen Mittag bin ich dann in Lima... Und dann hab ich noch genau einen Tag, bevor ich nach Hause fliege... unvorstellbar, wie schnell die Zeit verging... 131 Tage war ich dann insgesamt unterwegs! Es ist sooooo viel passiert, ich habe sooooo viel erlebt und unendlich viel gelernt und erfahren! Ich freue mich, dass ich all das sehen konnte, und gesund und munter durch diese tollen Länder reisen durfte! Land und Leute, Sprache, Kultur und Natur, Reisende und Einheimische, Pflanzen- und Tierwelt, und vieles mehr – all das hat mich begeistert und fasziniert! Dies war zwar mein erster Besuch in Südamerika, aber bestimmt nicht mein letzter!! J

Entspannung pur an der Küste Perus


Es war höchste Zeit, endlich an die Küste zu kommen und ein wenig zu entspannen, nach so vielen kulturellen Eindrücken und körperlicher Betätigung! J Wir starteten damit in Ica, bzw. in Huacachina, einer herrlichen Oase inmitten von Sanddünen, die auf dem Weg von Nasca ans Meer liegt. In einem total netten Hostel (Desert Nights) quartierten Rachel und ich uns für 2 Nächte ein. Die Sonnenuntergänge vom „Gipfel“ der Sanddüne waren hinreißend und wir saßen gemütlich mit unserem Sundowner im Sand und freuten uns unseres Lebens!! J Ich war auch ganz begeistert, dass in jeder einzelnen Bar um die Oase rum die Champions League Spiele gezeigt wurden. Ausschlafen, Essen, Sonnen, Fußball schauen, Sundowner auf der Düne... gut, oder? J Für den Nachmittag des FCB Spiels hatte ich jedoch um 16 Uhr eine Tour gebucht mit dem Sandbuggie über die Dünen zu fetzen und Sandboarden zu gehen. Ich war fest davon überzeugt, dass das Spiel bis dahin aus sein müsste. Doch kurz vor Ende der Verlängerung wurde ich vom Fernseher weg geholt... *argh* Geschlagene 2 ½ Stunden versuchte unser Guide mich davon zu überzeugen, dass Bayern verloren hatte! *lol* Doch ich glaubte ihm nicht – und behielt recht! *juhu* Der Ausflug in die Wüste war cool, das Sandboarden (auf dem Bauch liegend auf einem Snowboard die steile Seite der Düne runtersausen) war zwar einigermaßen halsbrecherisch, aber saulustig!! J Und unser Fahrer war klasse mit dem Sandbuggie und wir flogen nur so über die Dünen!! J

Unser weiterer Weg führte uns nach Pacaras, nahe Pisco, an der Südküste Perus. Dort machten wir eine Tour zu „Poor Man’s Galapagos“, einige Inseln, die für ihren Tierreichtum bekannt sind. Die Bootstour war etwas enttäuschend, denn der Name der Insel ist etwas übertrieben, ich hatte mir mehr erhofft... Wir sahen zwar Delfine, Seelöwen und unendlich viele Vögel, unvorstellbar viele sogar, aber es waren sehr viele Boote mit sehr vielen Menschen unterwegs, wir hatten lärmende Israelis an Bord, die Erklärungen des Guides waren dürftig, und nach gut 2 Stunden war der Spaß vorbei. Naja, war auch nicht so schlimm, war nicht so teuer gewesen! ;-)

Eine wahre Bus-Odyssee brachte Rachel und mich von Paracas über Pisco nach Lima und von dort ohne längeren Aufenthalt direkt weiter mit dem Nachtbus nach Huaraz! Ja, wir wollten eigentlich ans Meer, aber Huaraz musste mit auf unserer Route liegen und war einen Abstecher in die Berge wert!! Dieser Ort liegt inmitten von den malerischsten und schönsten Bergen, die man sich nur vorstellen kann. Der hübsche Berg, den man von „Paramount Pictures“ kennt, ist von der Stadt aus gut sichtbar. Und rundrum sieht man riesige, schneebedeckte Gletscher, schroffe Felsen und traumhafte Täler! Das Wetter war toll und wir machten eine wunderbare lange Wanderung zur „Laguna 69“ – beworben als der schönste Bergsee der Welt. Und dieses Versprechen konnte die Lagune auch halten: tiefblau, so eine Farbe hab ich noch nie gesehen, direkt unter einem Gletscher auf 3800m Höhe! Ich war hingerissen und völlig begeistert von der Schönheit der Landschaft! Und was mich am meisten freute: selbst nach 4 Monaten Reisen durch Südamerika und dem Besuch von vielen bezaubernden Orten, bin ich immer noch begeisterungsfähig und lasse mich gerne beeindrucken! J Ein weiterer Pluspunkt an diesem Tag: wir waren mit 2 total netten Israelis unterwegs, mit denen wir uns super unterhielten und die sehr hilfsbereit und freundlich waren!

Nach dieser Wanderung beschloss mein Körper jedoch endgültig zu signalisieren, dass er müde sei und eine Pause will. Und Rachel wollte ohnehin endlich an den Strand und in die Sonne, um braungebrannt nach Hause zu kommen! J Also fuhren wir wie geplant nach Trujillo an der nördlichen Küste von Peru und von dort direkt nach Huanchaco, ein kleiner Ort direkt am Meer. Wir checkten in einem netten Hostel ein, das direkt am Strand lag. Für die kommenden 2 Tage gab es erst mal nix anderes außer Hängematte, Strand, Lesen und gutes Essen (Seafood!!). Das tat gut! J Wir lernten ein paar nette Leute im Hostel kennen, aber außer einigen Surfern und aufdringlichen Einheimischen war im Ort wenig los. Aus unserer geplanten Party-Nacht wurde also leider nix. Doch das machte nix, wir waren ganz entspannt und genossen die Sonnenuntergänge am Strand und die Ruhe! Morgens wachte ich mit Meeresrauschen und Vogelgezwitscher in den Ohren auf – was wünscht man sich mehr? J

Von Huanchaco aus besuchten Rachel und ich gemeinsam mit Zan, einer total lieben Canadierin (mit der ich später noch einige Tage unterwegs war) und Kim, einer sehr alternativen New Yorkerin, zwei großartige Ausgrabungsstätten: „Chan Chan“ und den „Tempel des Mondes“. Beide Stätten sind von Pre-Inka Kulturen und mehr als 1000 Jahre alt. In Chan Chan hatten wir einen total netten älteren Herren als Guide, der uns viel erklärte und die alte Stadt mit Leben erfüllte. Er spielte an der geheiligten Oase in den Ruinen Flöte für uns, um uns die Atmosphäre des Ortes näher zu bringen – wirklich magisch! Die Ruinen sind voller alter Gravuren von Fischen, Pelikanen und Ähnliches, außerdem fand man viele Keramik-Arbeiten. So kann man vieles der alten Kultur rekonstruieren, obwohl sie aufgrund der kriegerischen Inkas untergegangen ist und dann aufgrund der Spanier alle Spuren verloren gingen.

Der Tempel des Mondes auf der anderen Seite von Trujillo liegt etwas abseits von der Küste. Direkt daneben ist der Tempel der Sonne, der aber nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, da dies eine aktuelle Ausgrabungsstätte ist. Von ausländischen Geldern finanziert ist dies momentan einer der größten Ausgrabungsorte Perus mit vielen Archäologen aus aller Welt in Kooperation mit den Peruanern. Die Tour war spannend und der Tempel absolut einzigartig!! Ich war völlig überrascht und fand diesen Ort fast faszinierender als Machu Picchu... J 5 Tempel liegen hier übereinander – jedesmal wenn eine Generation beschloss, einen neuen zu bauen, wurde der alte mit Opfergaben bestückt und versiegelt. Deshalb wurden richtig viele intakte Vasen und andere Keramik gefunden, sowie Schmuckstücke und Gräber, die man in einem nahegelegenen Museum bestaunen kann. Es wurden damals auch Menschenopfer dargebracht: junge Männer zwischen 18 und 35 kämpften gegeneinander und der Sieger wurde dann geopfert – das war eine Ehre! Über 80 Skelette wurden bisher gefunden! Der Tempel ist übersät mit Malereien in den originalen Farben – ganze Wände sind voll mit Bildern von Tieren, Göttern, kulturellen Zeremonien, etc.! Und eine gesamte 7stufige Außenwand, die bestimmt über 20 Meter hoch ist und die freigelegt wurde, ist kunterbunt bemalt!! WOW!! J

Nach 5 Tagen in Huanchaco nahte der Abschied von Rachel. Sie flog am 5. Mai von Lima nach Schottland, und so verabschiedeten wir uns am 3. Mai in Trujillo! Ich war wirklich traurig, denn in Rachel hatte ich eine total nette, unkomplizierte und lustige Reisebegleitung gefunden, die für jeden Spaß zu haben war, mit der ich jedoch auch auf langen Busfahrten und Wanderungen tiefgründige Gespräche führen konnte! Es waren tolle Wochen mit ihr, die ich sehr genossen habe! Ich freue mich, so eine liebe Freundin hier in Südamerika gefunden zu haben und bin mir sicher, dass ich sie irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft besuchen werde!! J Europa ist ja Gottseidank kleiner als dieser Kontinent hier! J Gemeinsam mit Zan stieg ich in den Nachtbus gen Norden nach Máncora, eine Party- Beach-Town voller Surfer und Backpacker, während Rachel nach Lima fuhr.

In Máncora waren der Strand weiß, das Meer warm und die Leute aufgeschlossen und nett. Unser Hostel (Kokopelli) war eine Oase der Fröhlichkeit und hatte sogar einen Pool! J Zan und ich bekamen gleich Frühstück an dem Morgen, an dem wir ankamen und fühlten uns direkt wohl! Das Internet im Hostel war super, also konnte ich auch mit zuhause Skypen! Schnell fand sich eine nette Gruppe von Leuten zusammen, mit denen wir die kommenden 2 Tage verbrachten: 3 Engländer, 2 Kiwis, Zan und ich! Baden, sonnen, ratschen, Surfern zuschauen – so sah mein perfekter Strand-Tag aus! J Abends war leider Stromausfall in der ganzen Stadt – wir gingen in ein peruanisches Thai-Lokal (sehr lecker!) und danach feierten wir am Strand, da alle Bars aufgrund des Stromausfalls geschlossen hatten! J

Surfen ging ich nicht, auch wenn die 2 Jungs aus Neuseeland mir anboten, es mir zu zeigen und mit mir zu üben. Seit ich damals in Australien den Unfall hatte, ist mir dieser Sport nicht mehr so geheuer... *grins* Stattdessen gingen Zan und ich am Strand reiten – natürlich ganz kitschig: im Bikini im Sonnenuntergang!! Und dann am nächsten Vormittag gingen wir gleich nochmal, weil es so schön war, denn wir wollten etwas weiter den Strand runter. Nur leider rieb der Sattel recht stark an meinem Bein, was ich lange nicht so richtig bemerkte, und natürlich hatte ich keine lange Hose an... das Resultat: eine recht große Wunde, vergleichbar mit einer Brandwunde, die die letzten 10 Tage immer wieder zu nässen anfing... baden war damit gestrichen und Sandstrand auch. Mit Hilfe von Krissi’s großartigem Erste-Hilfe-Koffer, den ich zu Weihnachten von ihr bekommen hatte, versorgte ich sorgfältig jeden Tag die Wunde und inzwischen sieht sie schon viel besser aus! Aber eine Narbe wird wohl als Souvenir vom romantischen Ritt am Strand von Máncora bleiben! J

Sonntag, 13. Mai 2012

Die Wanderung geht weiter... noch mehr Kultur und Natur in Peru!!


Da ich immer noch etwas hinten dran bin mit meinem Blog, versuche ich mal die letzten Erlebnisse in Peru etwas kompakter zusammen zufassen... J

Rachel und ich hatten noch nicht genug vom Wandern und wollten auch noch mehr Inka-Ruinen anschauen. Noch vorm Frühstück besuchten wir die Ruinen von Ollantaytambo, faszinierende Terassen, die sich steil und weit den Berg hinaufziehen. Etliche verschiedene Tempel, darunter natürlich der obligatorische Sonnentempel und der Tempel des Mondes, sowie rituelle Bäder und toll konstruierte Brunnen konnten wir hier bestaunen. Das anschließende große Frühstück hatten wir uns verdient nach einem langen Spaziergang durch die Ruinen! Lustigerweise trafen wir in dem Café AJ wieder, die ausgeschlafen hatte, sowie den Franzosen von unserer Gruppe!! Gemeinsam fuhren wir mit dem Bus nach Urubamba, wo wir dann in getrennte Richtungen weiterfuhren. Rachel und ich fuhren über Pisac, das wir ja bereits mit Filip besichtigt hatten, gen Cusco. Ein paar Kilometer vorher stiegen wir aus, da eine nette kleine Wanderung über mehrere Ruinen (Tambomachay, Puka Pukara, Q’enqo und Saqsaywaman) in Cuscos Altstadt führt. Die Ausgrabungsstätten sind recht klein, bis auf die letzte. Saqsaywaman thront auf einem Hügel über Cusco und formt den Kopf des Pumas (die historische architektonische Form von Cusco ist die eines Pumas). Riesige Felsen bilden dicke Mauern, die der Verteidigung der Stadt dienten. Der schwerste Stein wiegt über 70 Tonnen! Wer weiß, wie die Inkas diese Brocken transportieren konnten und solche riesigen Gebäude errichten konnten?? Ich war echt beeindruckt und fasziniert von den Dimensionen dieser Festung!! Die Spanier haben leider nach der Eroberung Saqsaywaman als Steinbruch zum Errichten ihrer Kathedrale benutzt... schon bedauerlich, wie viel Kulturgut der Kolonialisierung zum Opfer gefallen ist!!!

In Cusco besuchten wir noch das Inka-Museum, wo einige sehr gut erhaltene, aber auch sehr gruselige Mumien ausgestellt sind, sowie etliche Keramik-Gefäße, Statuen, Miniatur-Landschaften und so weiter. Der Besuch im Museum vervollständigte unsere Tage voller Inka-Ruinen, alter Geschichte und faszinierender Kultur! Im Hostel trafen wir zufällig Liane wieder, die auch nach Arequipa wollte. Sie hatte allerdings einen anderen Bus gebucht als wir, trotzdem fuhren wir gemeinsam zum Bus Terminal. Unser Nachtbus war superbequem; die Busse in Peru sind der Wahnsinn! Sie sind mit WiFi ausgestattet, man bekommt vernünftiges Essen, eine Decke und ein Kissen, es werden Filme gezeigt etc. Wie im Flugzeug, nur mit deutlich mehr Beinfreiheit und Lehnen, die richtig weit nach hinten gehen (160°). Echt toll, sowas sollte es mal für Langstrecken in Deutschland / Europa geben!!

In Arequipa, im Süden von Peru, gönnten Rachel und ich uns erst mal einen ganz entspannten Tag. Wir buchten ein Doppelzimmer statt Dorm-Room um besser schlafen zu können, bummelten durch die Stadt und genossen die Sonne auf der Dachterasse! Abends gingen wir ins Kino, mit Popcorn und Cola, ganz wie zuhause, und mit Burger King zum Abendessen! *grins* Sowas muss auch mal sein, wenn man monatelang durch Südamerika reist! J Spannend war der Besuch des historischen Klosters Santa Catalina. Es ist eine riesige Anlage, die einen ganzen Block der Stadt umfasst und herrlich hergerichtet ist. Die Mauern sind rot und blau gestrichen, überall sind frische Blumen, saubere Brunnen mit Fischen, Kreuzgänge mit Orangenbäumen – es wirkt wie ein sehr gepflegtes kleines Paradies, um das sich jemand liebevoll und mit viel Stil kümmert! Seit dem 15. Jahrhundert leben dort Nonnen, ursprünglich Frauen aus wohlhabenden spanischen Familien. Die „Zellen“ sind wie kleine Wohnungen, mit Küche und Wohnzimmer ausgestattet. Die Damen lebten also recht luxuriös und gönnten sich anscheinend auch so Einiges – ein „Party-Kloster“!! J Noch heute wohnen im Kloster rund 30 Nonnen, allerdings mit deutlich weniger Komfort als ihre Vorgängerinnen.

Am 21. und 22. April machten Rachel und ich getrennte Sache. Sie hatte keine Lust mehr zu wandern – sehr verständlich nach all unserer Machu Picchu Inka Trek Wanderei – und machte eine Bustour zum Colca Canyon, während ich eine zweitägige Wanderung in den Canyon buchte. Sonntagabend trafen wir uns wie verabredet wieder im Hostel um dann gemeinsam weiterzufahren! Die Wanderung war der Hammer! Ich hatte – wie bisher auf jedem Trip dieser Reise – wieder mal großes Glück mit der Gruppe: ein Schotte, 2 Californier, ein New Yorker, ein Holländer, eine Französin und eine holländische Familie! Wir verstanden uns super und hatten eine Menge Spaß zusammen! Das Wetter war strahlend schön und am „Cruz del Condor“, ein beliebter Aussichtspunkt, sahen wir auch einige der riesigen Vögel segeln. Unser Guide war Luz, eine supernette Peruanerin, die sich prima auskannte! Das war das erste Mal, dass ich einen weiblichen Tour-Guide hatte hier in Südamerika!!! Der Abstieg in den Canyon war problemlos. Ich unterhielt mich auf dem ganzen Weg mit den beiden Californiern, Bruder und Schwester, die gemeinsam Peru bereisten! Toll!! Vielleicht ergibt sich das ja bei mir auch mal... wäre bestimmt lustig mit meinem Bruderherz! *grins* J 

Die Landschaft war atemberaubend, der Canyon ist echt beeindruckend! Es ist der zweittiefste Canyon der Welt – der tiefste ist ein paar Kilometer weiter, aber in den kann man nicht runtersteigen. Die Vegetation bestand aus Kakteen, Aloe, sehr resistenten Büschen und hübschen Blumen! Wir sahen viele Eidechsen und Vögel und unten im Canyon rauschte dauerhaft der Fluss! Wir aßen im Canyon in einem der kleinen Dörfer, die es dort gibt, zu Mittag und setzten unsere Wanderung fort bis zu einer wahren Oase – Swimming Pool, Palmen, Feierabendbier! J Wir spielten Karten, alberten herum und hatten einen total netten Abend!! Lustigerweise traf ich genau in dem Hostel, in dem meine Gruppe über Nacht blieb, auch Liane wieder, die zufällig gleichzeitig die gleiche Wanderung machte wie ich, nur auf 3 Tage gestreckt. Schon witzig, wie sich unsere Wege doch immer wieder kreuzen!

Der Aufstieg am zweiten Tag war heftig und echt anstrengend!! Wir starteten morgens um halb 6 und die Ansage war: 3 Stunden steil bergauf! Als Alternative hätte man für rund 20 Euro einen Muli mieten können, die einen hinauf trägt. Aber das kam nicht in Frage! J Ohne Frühstück machten wir uns auf den Weg! Der Sonnenaufgang war wunderschön, wie die Sonne die schneebedeckten Berggipfel in goldenes Licht tauchte und langsam das Tal mit Licht flutete! Ich trottete in meinem Tempo den Weg hinauf, der sich in Schlangenlinien den Steilhang hinauf zog. Mit Musik in den Ohren und der wunderschönen Aussicht vor der Nase war alles halb so schlimm. Die Französin und der New Yorker gaben richtig Gas, sie besteigt regelmäßig 6000er und er ist Marathonläufer. Die beiden schafften den Berg in Rekordzeit mit unter zwei Stunden, aber ich blieb auch unter 2 ½ Stunden. Das ist schneller als per Muli! *juhu* J Die Aussicht oben belohnte uns für die Mühe und wir freuten uns über das Frühstück!! Wir relaxten ein wenig in Cabanaconde und fuhren dann weiter zum Baden in heißen Quellen – Balsam für die müden Muskeln!! Einige Stunden sowie einige Aussichts- und Sightseeingstops später kamen wir wieder in Arequipa an. Ein tolles Wochenende, aber mein Körper sagte mir ganz deutlich, dass er jetzt gern ein bisschen Ruhe hätte und müde sei! J

Rachel und ich fuhren weiter nach Nasca, das mitten in der Wüste liegt, wo es nahezu niemals regnet und sehr warm ist! Hier wollten wir uns die berühmten Nasca Linien anschauen. Die Linien faszinieren mich seit ich davon zum ersten Mal gehört habe und waren ein absolutes Highlight für mich auf dieser Reise!! Sie sind allerdings so riesig groß, dass man sie nur richtig aus der Luft anschauen kann. Wir entspannten erst mal ein wenig nach dem Nachtbus (sehr bequem, hatten beide je 2 Sitze für uns! Aber trotzdem ist das immer ein bisschen anstrengend, da man nicht so wirklich tief schläft.) und erkundeten die Lage. Schon bald hatten wir das beste Preis-Leistungs-Angebot gefunden und beschlossen, den Flug über die Nasca am nächsten Tag (Dienstag, 24.4.) morgens zu machen, da morgens weniger Turbulenzen sind. Noch am gleichen Tag besuchten wir jedoch den Friedhof von Chauchilla. Dies ist eine archäologische Ausgrabungsstätte, die erst vor rund 20 Jahren entdeckt wurde. Ein riesiges Areal bedeckt mit Knochen, Haar- und Kleiderfetzen, Scherben etc. wurde gefunden. Mitten in der Wüste lagen auch einige prima erhaltene Mumien rum... Dieses Chaos war das Resultat von Grabräubern! Die Mumien stammen aus der Zeit der Nascas und der Huari, zwei Pre-Inka Kulturen (rund 200 v.Chr. bis 900 n.Chr.). Jetzt kann man auf dem Friedhof sehr ordentlich ausgestellte Mumien, Schädel, Knochen etc. sehen. Unser Guide war cool, er erklärte viel und beantwortete geduldig alle meine neugierigen Fragen! J Echt eine beeindrucktende archäologische Stätte!

Abends besuchten wir das Planetarium, um mehr über die Nasca Linien zu lernen. Dort trafen wir mal wieder zufällig Liane! *grins* Die Nasca Linien sind nach wie vor ein großes Mysterium!! Maria Reiche, eine deutsche Mathematikerin, studierte ihr Leben lang die Linien und fand vieles darüber heraus. Doch es ist nach wie vor nicht eindeutig geklärt, welchem Zweck die Linien, geometrischen Figuren und Zeichnungen dienten. Doch es war spannend, mal die verschiedenen Theorien zu hören und Erklärungen darüber zu bekommen, was wir am nächsten Tag sehen würden. Liane hatte den Flug bereits hinter sich, empfahl ihn jedoch nicht weiter, da ihr voll schlecht geworden war. Wir frühstückten also am nächsten Tag nix – zur Vorbeugung! J Doch alles was ich hatte, waren Schmetterlinge im Bauch vor Aufregung, nicht weil mir übel war! J In einem klitzekleinen Flugzeug mit fünf Pasagieren und zwei netten Piloten flogen wir über eine halbe Stunde herum – links rum und rechts rum bei jeder Zeichnung, damit jeder die Figuren gut sehen konnte: Hund, Wal, Baum, Papagei, Kolibri, Condor, Austronaut, perfekte Dreiecke, sternförmig zusammenlaufende Linien und vieles mehr!! Ich war begeistert und freute mich wie ein Honigkuchenpferd, dass ich dieses kulturelle Highlight in Peru hatte sehen dürfen!!! Ich würde den Flug jederzeit weiterempfehlen – im Zweifel einfach Reisekrankheitstabletten vorher nehmen, dann wird das Erlebnis auch mit Sicherheit toll! J


PS: Ich wünsche allen Mamas und vor allem meiner eigenen und meinen Omas einen wunderschönen Muttertag!!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Inka Jungle Trek und Machu Picchu

Wir trafen in unserem Hostel in Cusco Amanda oder auch „AJ“ genannt, eine total liebenswerte Australierin aus Melbourne. Gemeinsam mit ihr zogen Rachel und ich los um den beliebten 4-tägigen „Inka Jungle Trek“ nach Machu Picchu zu buchen. Mit etwas Verhandlungsgeschick („In einer anderen Agentur haben wir das gleiche Angebot für US$170 bekommen...“ etc. *grins*) bekamen wir einen superguten Deal und ich bekam nochmal US$20 Rabatt für meinen Studentenausweis, der noch gültig ist. J Und so gings am Samstag den 14.4.2012 los!


Die Gruppe bestand aus 3 argentinischen Jungs, alles junge Staatsanwälte auf Perureise, 1 alleinreisender älterer Argentinier, 1 Schwede, 1 Neuseeländer, 1 Franzose, und wir drei Mädels. Unser Tourguide, René, war sehr lustig und total nett. Er schien sehr erfahren und umsichtig, aber gleichzeitig immer für einen Scherz aufgelegt und abends regelmäßig für ein Feierabendbier zu haben! Er nannte uns vom ersten Moment an seine „Rosa Meerschweinchen“... ein super Gruppenname, der allseits für Gelächter sorgte!! J Die Truppe war ein echter Glücksgriff, wir verstanden uns alle super, hatten ein ähnliches Wandertempo und wuchsen innerhalb kürzester Zeit zu einem guten Team zusammen!

Unsere erste Etappe führte uns mal wieder auf über 4000m – allerdings mit einem Minivan. Die Fahrt dauerte den ganzen Vormittag, da wir durch das ganze Sacred Valley fuhren und dann hoch in die Berge über einen malerischen Pass. Unterwegs sahen wir viele einsame Dörfer, Ruinen und etliche (teils unterernährte) Kinder und Hunde am Straßenrand. Unser Fahrer verteilte Brote und Semmeln – gleichermaßen an Kinder wie an Hunde. J Auf dem höchsten Punkt bestiegen wir unsere Mountainbikes und dann gings erst mal DOWNHILL die Passstraße entlang!! Genial!! Mit der Erfahrung von der Death Road aus Bolivien legte ich mich ordentlich in die Kurven und hatte echt Spaß an den hohen Geschwindigkeiten! Allerdings war 95% der Straße geteert, insofern war es weniger Gehoppel als auf der Death Road! J Highlights waren die rund 10 Flüsse, die wir überqueren mussten, d.h. wir fuhren mitten durch! Das bescherte uns natürlich patschnasse Klamotten, aber wir waren gewarnt worden. *grins* Und als es irgendwann in Strömen zu regnen begann, war’s dann eh egal. Doch der Regen tat dem Spaß keinen Abbruch und wir cruisten fröhlich weiter den Berg runter.

Nass bis auf die Unterwäsche stiegen wir nach rund 2 ½ Stunden wieder in unseren Van um nach St. Maria zu fahren. Dort sollten wir an diesem Nachmittag eine kleine Rafting Tour machen. Doch leider war die Straße gesperrt aufgrund eines Erdrutsches und wir steckten rund eine Stunde fest, bevor wir durchgewunken wurden. Also kamen wir etwas spät in dem Ort an und außerdem war der Fluss zu hoch um Raften zu gehen. Das Geld, das wir bereits bezahlt hatten, bekamen wir anstandslos zurück gezahlt, und den Nachmittag verbrachten wir alternativ mit trocken werden, Fußball spielen und ratschen. Das Essen auf dem Trip war insgesamt sehr gut, nur manchmal ein bisschen wenig. Doch auf Nachfrage bekamen wir immer etwas mehr. J Den Abend verbrachten wir in einer Kneipe und ich spielte gegen einen der argentinischen Jungs Kicker. Wir spielten das Championsleage Halbfinale und Finale aus, und ich (=Bayern München) gewann! Ein gutes Omen! J Dann spielten wir noch ein paar Länderspiele und ich (=Deutschland) gewann auch die EM! J Hehe, ob das am Alkoholkonsum des Argentiniers oder an meinen Kickerfähigkeiten lag, möchte ich an dieser Stelle offen lassen... *grins*
Am zweiten Tag gings morgens früh um 6 Uhr los. Dies sollte unser langer Wandertag werden. Anfangs gings am Fluss entlang und der Weg war „Inka-flach“ (Definition: ein leichtes aber stetiges Auf und Ab des Weges). Dann kam ein steiler Aufstieg in Serpentinen der Berg hinauf – puh, das war schweißtreibend! Zur „Motivation“ bemalte uns René mit natürlichen Farben (Amazonenbemalung!! Siehe Bilder!) und überzeugte uns, dass das gutes Antimoskitomittel sowie natürlicher Sonnenschutz sei. Wir sahen alle soooo lustig aus – im Gegensatz zu den anderen Gruppen vielleicht etwas lächerlich! *grins* Als Rache bemalten wir sein Gesicht wie ein Clown! J Er trieb uns an, da er nicht wollte, dass wir in der Mittagssonne den Steilhang weiter rauf müssen. Und so waren wir um 10 Uhr bereits oben angekommen. Wir waren deutlich schneller als andere Gruppen, die auf dem gleichen Trail unterwegs waren und hatten daher immer ein wenig mehr Zeit an den Aussichtspunkten und beim Essen. J Die Landschaft war atemberaubend, ein ewig langes Tal mit einem malerisch mäandernden Fluss und hohen, teils schneebedeckten Gipfeln in der Ferne. Wir sahen auch coole Vögel und interessante Pflanzen, René zeigte und erklärte uns vieles. Es ging weiter durch dichte Vegetation mit riesigen Blumen und zwischendurch kamen wir immer wieder an Häusern vorbei, wo wir kalte Getränke kaufen und uns ein bisschen ausruhen konnten. Mittags hatten wir über eine Stunde Zeit, machten ein gemütlichen Nickerchen in den Hängematten und ich hatte das Gefühl, so glücklich zu sein, wie ein Mensch nur sein kann!! J
Am Nachmittag gings „Inka-Flach“ weiter bis wir zum Fluss kamen. Dort war leider der Weg meist nicht mehr vorhanden, da etliche Erdrutsche stattgefunden hatten. Bei einem meinte René mal „oh, der war letztes Mal noch nicht hier...“. Sehr vertrauenserweckend zu wissen, dass das anscheinend jederzeit passieren kann. Doch die Sonne strahlte die ganze Zeit, es war ein Tag zum Götterzeugen (wie meine Mutter so gerne sagt! J)! Wir kletterten also über die Felsen und fanden unseren eigenen Weg. Wir balancierten über Baumstämme über den Fluss und schaukelten über Hängebrücken. Und zu guter Letzt überquerten wir den Fluss nochmal in einer kleinen, handbetriebenen Gondel. Am Ende des Tages warteten heiße Quellen auf uns – großartig! J Wir genossen eine Stunde lang das warme Wasser direkt neben dem Fluss und das Bier hatten wir uns auch verdient! Danach gings allerdings nochmal eine Stunde den Berg rauf nach St. Teresa, wo wir unsere zweite Nacht verbrachten. Ein paar der Jungs gingen nochmal was trinken, aber wir Mädels waren müde und fielen glücklich und erschöpft ins Bett. Rund 10 Stunden Wandern (plus Unterbrechungen) waren doch anstrengend, auch wenn dieser Tag so schön war, wie ein Tag nur sein kann!
Tag 3: Es ging wieder früh los, allerdings nicht mit Wandern, sondern mit Ziplinen! Ich, AJ, der Schwede und der Kiwi fuhren mit vielen anderen Menschen rauf auf den Berg hinter St. Teresa, wo eine Agentur sechs Kabel über das Tal gespannt hat und man – mit Aussicht Richtung Machu Picchu – das Tal entlang zipt. Eine tolle Erfahrung mit toller Aussicht! Wir „Rosa Meerschweinchen“ waren mal wieder die Spitze der Gruppe und rasten fröhlich quietschend über die Schlucht! Die Ziplines waren nicht so lang wie die, die ich letztes Jahr in Laos erlebt habe, aber sie waren schnell und die Landschaft einfach einzigartig! Spaß macht das immer wieder! J 
Der Rest unserer Gruppe wanderte unterdessen am Fluss entlang weiter. Zum Mittagessen trafen wir uns alle wieder, da wir mit einem Minibus zu dem Treffpunkt gebracht wurden. Die Forelle mittags konnte ich leider nicht essen, meine (überstandene!!) Lebensmittelvergiftung war mir noch zu gut im Gedächtnis... ich bekam dafür Spiegeleier, das war mir lieber! J Den Nachmittag wanderten wir die Bahnschienen entlang, die sich durchs Tal am Fluss entlang ziehen. Ein gemütlicher Weg ohne Anstrengung mit hübscher Landschaft. Irgendwann deutete René nach oben und dort sahen wir Machu Picchu auf dem Gipfel! Dort sollten wir also morgen sein! J
Die Nacht verbrachten wir in Aguas Calientes. Dort angekommen brachte René uns Mädels in eine andere Unterkunft als die Jungs. Wir fragten uns erst mal was das sollte, und er meinte, wir hätten über einen anderen Anbieter gebucht, also seien wir anders untergebracht. Na gut... doch das erwies sich als Glücksfall, da wir in einem total hübschen Hotel waren mit eigenem Bad, heißem Wasser (ja, das ist leider keine Selbstverständlichkeit) und sehr bequemen Betten! J Wir besuchten wieder die Termalquellen im Ort und trafen dort Filip wieder, den netten Schweden, der mit seiner aktuellen Gruppe auch am nächsten Tag Machu Picchu besuchte und deswegen vor Ort war. Wir erzählten begeistert von unserem Trek und er ging auch noch mit unserer Gruppe Abendessen. Das war allemal spannender für ihn als mit seinen alten Schweden... 
Der nächste Morgen begann um 4 Uhr für uns... *uff* Wir hatten beschlossen, dass wir den Berg hinauf gehen wollten statt den (teuren) Bus zu nehmen. Wenn wir schon nach Machu Picchu gehen, dann auch komplett! Leider erwies sich der Berg als absolute Herausforderung so früh am Morgen ohne Frühstück und ohne Sicht – Rachel und ich schnauften und schwitzten ordentlich!! Da es die ganze Nacht geregnet hatte und immer noch nieselte, waren die (unregelmäßigen und viel zu hohen) Stufen auch noch nass und rutschig... was haben sich die Inkas denn bei diesen Stufen gedacht?? Die waren doch recht klein, die mussten da wohl zum Teil auf allen Vieren rauf! Unglaublich! *grins* Doch nach langem Fluchen kamen wir um kurz nach 6 Uhr endlich oben an! Uns erwartete... Nebel. Wir sahen erst mal... nix. Doch das war egal, Hauptsache angekommen. In dem Nebel sah alles mystisch und gespenstisch aus, die Ruinen wirkten total surreal und aus einer anderen Welt! Wir bekamen eine 2stündige Tour und lernten so einiges über die Geschichte der Stadt, den Tempel der Sonne, verschiedene wichtige Steine und so weiter... ich war leider zu müde und hörte kaum zu. Aber man kann ja gottseidank alles nachlesen! J Fasziniert schaute ich mich in der Ruinenstadt um, bestaunte die Konstruktionen und freute mich über die dort grasenden Lamas.
Für 10 Uhr hatten wir drei Mädels die beliebten Sondertickets ergattert um Huayna Picchu zu erklimmen (pro Tag dürfen da nur 400 Menschen rauf). Das ist der Berg hinter Machu Picchu, den man auf so vielen Fotos sieht. Und von oben hat man einen tollen Blick auf die gesamte Ruinenstadt und erkennt deren Form: ein fliegender Condor. Ich sah eher einen Schmetterling darin... J Der Berg war anstrengend, aber seine Mühe wert! Oben angekommen riss tatsächlich die dichte Wolkendecke auf und wir hatten einen wunderbaren Blick auf die weltberühmten Ruinen!! Schon beeindruckend! Wir saßen über eine Stunde oben auf den Felsen, machten Picknick und genossen die herrliche Aussicht. Doch wenn man so drüber nachdenkt, dann sind es nur Steine auf einem Berg. Historisch bedeutsame Steine mit faszinierender Geschichte dahinter! Aber es gibt viele Stätten auf der Welt, die wohl ähnlich beeindruckend sind wie Machu Picchu. Warum nun genau diese Ruine in die „7 Neuen Weltwunder“ gewählt wurde, während beispielsweise Angkor Wat in Kambodscha nicht darunter ist, ist mir unverständlich.
Gegen 14 Uhr begann es wieder zu regnen... wir bummelten noch ein wenig durch die Ruinen, fanden den Rest unserer Gruppe wieder und schauten uns nochmal alles in Ruhe an! Dann beschlossen wir mit dem Bus runter nach Aguas Calientes zu fahren – das war allemal bequemer als im Regen zu Fuß die Stufen wieder runter zu gehen! Und wir waren der Meinung, jetzt seien wir genug gewandert! *grins* Unser Zug nach Ollantaytambo ging erst recht spät abends um 21:30 Uhr, also hatten wir richtig viel Zeit in Aguas Calientes. Dort fanden wir eine himmlische Bäckerei, wo wir etliche süße Teilchen und eine traumhafte heiße Schokolade verzehrten! Danach gingen wir direkt Pizzaessen – man gönnt sich ja sonst nichts... *hihi*

Rachel, AJ und ich blieben in Ollantaytambo übernacht, während der Rest der Gruppe zurück nach Cusco fuhr. Wir wollten jedoch am nächsten Tag noch weitere Ruinen besuchen. Doch dazu das nächste Mal mehr! 

Donnerstag, 26. April 2012

Ein paar Fotos vom Titicaca See... :-)

Copacabana, Bolivien

Auf dem Berg bei Copacabana, Aussicht auf den Titicaca See

Die Isla del Sol, der Legende nach die Geburtsstätte der Inkas

Puno, Peru

Ostersonntag in Peru

Uros, die Floating Islands bei Puno

Sillustani

Alte Schädel... Außerirdische?! *hehehehe*

Im Land der Inkas


Ostersonntag in Puno (Peru) am Titicaca See war lustig. Wir (das waren Liane, Rachel und ich) fuhren in ein kleines Dorf, das bekannt ist für seinen „Tempel der Fruchtbarkeit“ – eine alte Inka-Ruine mit vielen großen und kleinen „Stein-Phalli“, direkt neben der Kirche des Dorfes gelegen. Sehr witzig! J Auf dem Marktplatz tanzten die Menschen in traditionellen Klamotten, spielten Musik und verbrannten zwei Strohpuppen. Wozu die Verbrennung? Das konnten wir leider bis jetzt nicht herausfinden. Aber die fröhliche Atmosphäre und das schöne Wetter waren echt super! Wir aßen dann auf dem Marktplatz ein traditionelles Ostermenü und ich holte mir prompt eine unangenehme Lebensmittelvergiftung, wahrscheinlich vom Fisch, die eine 5tägige Magenverstimmung mit sich brachte. Naja, es gibt Schlimmeres und ich bin ja in einem Land mit normalen Toiletten unterwegs! *grins* Trotzdem nervig, vor allem so kurz nach der anderen Infektion... aber jetzt gehts mir wieder gut und ich bin wohlauf und gesund! Abends machten wir dann noch eine Bootstour zu den "Floating Islands" namens "Uros", die ganz aus Schilf gebaut sind. Ganz nett, kulturell interessant, aber leider mega-touristisch und eine einzige Show.

In Puno trennten sich Lianes und meine Wege, da wir unterschiedliche Pläne für die kommenden Wochen hatten; Rachel und ich wollten es etwas ruhiger angehen und uns an manchen Orten etwas mehr Zeit lassen. Ich möchte meinen letzten Monat hier in Südamerika in aller Ruhe genießen und mich nicht stressen. Also verabschiedeten wir uns, waren uns aber sicher, dass wir uns immer wieder über den Weg laufen würden. Und das ist seitdem schon öfters passiert und immer wieder eine lustige Überraschung! J Rachel und ich blieben noch einen Tag länger am Titicaca See und besuchten einige Pre-Inka Ruinen („Sillustani“): große Türme, die als Gräber dienten und Mumien in Embryonalstellung beinhalteten. Faszinierend! 

Für die Fahrt nach Cusco hatten wir einen Touristen-Bus gebucht, um auf dem Weg die eine oder andere Stätte zu besichtigen. Der Tag war total relaxt (und das Mittagessen ein Traum!!), wir sahen alte Ruinen eines Sonnen-Tempels, sowie zwei Museen und eine Kirche, die als „Sixtina“ Südamerikas bekannt ist aufgrund ihrer tollen Malereien. Echt schön! Und die Landschaft während der Fahrt war einfach bezaubernd! In einem der Museen waren deformierte Schädel mit ausladendem Hinterkopf ausgestellt, was in einigen Kulturen vor hunderten von Jahren hier Brauch war. Ein Amerikaner postulierte jedoch, er sei ein „World Expert“ auf diesem Gebiet und dies seien keine menschlichen Schädel, sondern Außerirdische, die die Inka Tempel gebaut hätten und evtl immer noch unter uns seien... er erklärte ein wenig seine Theorie und sobald er weg war, brachen alle Umstehenden in Gelächter aus! J

In Cusco angekommen, war ich erst mal echt beeindruckt, wie schön diese Stadt ist! Alte Kolonialgebäude, riesige Kirchen, große Plätze und rundrum grüne Hügel mit alten Inka-Ruinen drauf! Wahnsinn! J Wir checkten erst mal in ein Hostel ein (und trafen Liane dort wieder!) und sahen uns in der Stadt um. Ich war leicht angeschlagen wegen der Magen-Sache, also ließen wir es erst mal ruhig angehen. Am ersten Tag (Mittwoch, 11. April) machten wir eine „Free Walking Tour“ mit, das gleiche Konzept, das wir bereits in Santiago de Chile kennengelernt hatten. Wir lernten die Stadt aus der Perspektive eines einheimischen Studenten kennen und bekamen einige wertvolle Tipps. Außerdem brachte er uns zu einem Restaurant wo wir einen Kochkurs bekamen und unter Anleitung unser eigenes traditionelles peruanisches Essen zubereiteten und einige Spezialitäten probieren durften! Sehr lecker!! J


In den Tagen in Cusco besuchten wir natürlich auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt, unter anderem den „Tempel der Sonne“ (wurde leider von den Spaniern in der Kolonialzeit in eine große Kirche umfunktioniert und größtenteils zerstört), die große Kathedrale (mit dem berühmten Bild vom letzten Abendmahl, wo Jesus mit seinen Jüngern Meerschweinchen isst) und einen Turm mit einer Ausstellung über den letzten großen Inka-König. Das Wetter war die ganze Zeit traumhaft und ich genoss die Tage im schönen Cusco sehr. Rachel und ich bummelten durch die Straßen und über Märkte, schrieben einige Postkarten (mal sehen, wie lang die brauchen und ob sie überhaupt ankommen!) und schliefen auch mal gemütlich aus! J

An einem Tag trafen wir Filip wieder, einen Schweden, den ich in Potosi in der Silbermine kennengelernt hatte. Er arbeitet als Tour-Guide in Peru (für Gruppen mit älteren Menschen aus Schweden) und hatte einen Tag frei und bot an, uns einige Geheimtipps in der Gegend und im „Sacred Valley“ zu zeigen. Wir mieteten uns gemeinsam ein Taxi für den Tag und fuhren erst mal zu einem Park, in dem Lamas, Alpakas, Guanakos und Vikunas leben, so dass man endlich mal die Unterschiede zwischen diesen Tierarten sehen kann. Wir besuchten auch ein „Animal Refugio“, eine Auffangstation für Tiere. Die hatten auch einige Condore, die wir sogar anfassen durften. Es ist in Peru eine alte Tradition, dass man Condore auf die Rücken von Stieren bindet und die beiden „kämpfen“ lässt... das steht symbolisch für den Kampf der einheimischen „Quechuas“ gegen die spanischen „Conquistadores“, geht jedoch leider für die Tiere meist weniger schön aus...


Danach besuchten wir Pisac, eine bekannte alte Inka-Ruine im Sacred Valley, die hoch oben auf einem Berg thront. Wir kletterten fröhlich dort herum und die Aussicht war atemberaubend schön!! Filip erklärte uns viel und war total hilfsbereit. Als „Dankeschön“ luden Rachel und ich ihn zum Mittagessen ein, doch er meinte, er hätte so viel Spaß mit uns, er täte das total gern! J Wir schauten uns im Laufe des Nachmittags noch zwei weitere Inka-Ruinen an, die landwirtschaftlichen Experimenten („Moray“) sowie der Gewinnung von Salz („Maras“) dienten. Sehr spannend und aufschlussreich – diese Inkas hatten echt was drauf! J Am Ende des Tages waren wir glücklich und zufrieden wieder in Cusco, gingen noch alle gemeinsam Abendessen und es war echt einer der coolsten, interessantesten und nettesten Tage meines Trips durch Südamerika!! J


Natürlich besuchten wir von Cusco aus auch „Machu Picchu“ – eines der sieben neuen Weltwunder. Wir wollten unbedingt eine der beliebten Wanderungen dorthin machen und buchten – nach einigem Vergleichen von Angeboten, sowie Empfehlungen anderer Reisender – den 4tägigen „Inka Jungle Trek“. Dieser Trek beinhaltet Mountainbiken, viel Wandern und (optional) Rafting und Ziplining. Wir starteten die Wanderung am Samstag, den 14. April und kamen am Dienstag, den 17. April in Machu Picchu an – Tag 100 meiner Südamerika-Reise!!! J Doch mehr Details über die Wanderung schreib ich im nächsten Blogeintrag, denn das war einfach ein einmaliges Erlebnis! 

Samstag, 14. April 2012

La Paz und Ostern am Titicaca See - Abschied von Bolivien

Die Busfahrt von Rurrenabaque nach La Paz war mal wieder stolze 22 Stunden lang und die Straße eine einzige Hoppelpiste. Doch wir überlebten es und waren froh, als wir endlich angekommen waren! J In einem sehr netten und lustigen Hostel („Adventure Brew“) checkten wir ein und fühlten uns direkt wohl. Als erstes stand jedoch ein Arztbesuch auf dem Programm, da Liane und ich uns beide irgendeine Magen-Darm-Infektion eingefangen hatten. Die Ärztin sprach super Englisch, war sehr nett und verschrieb uns ein Medikament, das uns wieder auf die Höhe bringen sollte. 4 Tage später ging es uns auch wieder gut! J In der Zwischenzeit relaxten wir, schliefen viel, bummelten durch die Stadt, shoppten unglaublich viel (ich hab z.B. einen ganz tollen Alpaka-Pulli gekauft!) und schauten uns die Sehenswürdigkeiten (Kirchen und so) der Stadt an. Im Coca-Museum lernten wir viel über die Wirkung der Coca-Pflanze, Coca-Kultur in Bolivien (rund 90% der Menschen hier kauen regelmäßig Coca-Blätter) und den bedauerlichen Missbrauch der Pflanze zur Herstellung von Kokain. Außerdem trafen wir Rachel (die Schottin, mit der ich schon in Tupiza war) und Mauree (die Canadierin, mit der wir in Feuerland/Ushuaia wandern waren) wieder. Schon cool, wie sich die Wege von Reisenden wieder kreuzen!

Ein absolutes Highlight in La Paz war der Besuch einer „Cholita-Wrestling“ Veranstaltung. Wrestling, d.h. Showkampf, ist sehr beliebt in Bolivien, vor allem wenn Frauen kämpfen. Frauen gelten hier als stark und sind sehr angesehen, wenn sie Stärke demonstrieren. Im Wrestling kämpfen sie in ihren traditionellen Kleidern mit ihren ewig langen Zöpfen und machen die Jungs platt – oder auch sich gegenseitig. Das alles ist unglaublich schlechter Showkampf, doch es ist sehr sehr lustig!! J Das Publikum bestand zu ¾ aus Einheimischen und nur ¼ waren Touristen. Alle fieberten mit, buhten den Schiedsrichter aus, warfen mit Popcorn und so weiter! Auf so einer witzigen Veranstaltung war ich echt noch nie!! *grins* J

Ein weiteres Highlight in La Paz war ein unglaublich leckeres Steak in einem australischen Steak House. Doch das sei nur am Rande erwähnt! J Wirklich cool war unser Mountainbike Trip auf der gefährlichsten Straße der Welt, bekannt als die „Death Road“. Wir wurden prima ausgestattet mit sehr guten Fahrrädern, Helmen und Protektoren. Die Straße war bis vor 5 Jahren eine der Hauptverkehrsstraßen Boliviens und geht Richtung Norden nach Coroico. Inzwischen gibt es eine neuere Straße, die geteert und breiter ist. Doch die alte Straße ist eine reine Schotterpiste, an manchen Stellen nur 3m breit, und schlängelt sich halsbrecherisch an Steilwänden entlang, wo es gut und gerne ein paar hundert Meter in die Tiefe geht. Die Straße ist gesäumt von Kreuzen und man sieht gelegentlich ein altes Auto oder einen Bus unten in der Tiefe liegen. Mit dem Mountainbike ist das allerdings alles halb so wild, denn inzwischen ist die Straße für den normalen Verkehr gesperrt. Wir konnten so schnell fahren, wie wir wollten, keiner drängelte und unsere Guides erklärten uns immer wieder die kommenden Abschnitte. Die Strecke führte uns unter Wasserfällen hindurch, über kleine Bäche und durch die Wolkendecke. Von über 4800m fuhren wir über 60km Downhill auf rund 1600m. Echt genial!! Anfangs hatte ich noch ganz gut Respekt vor der Straße, doch mit der Zeit wurde ich sicherer auf dem Rad, traute mir mehr zu und hatte extrem viel Spaß! Am Ende erwartete uns ein leckeres Buffett sowie ein Swimming Pool! J Ein super Tag!

Am Donnerstag den 5. April fuhren wir weiter nach Copacabana am Titicaca See. Das ist ein Walfahrtsort für viele Bolivianer und zu Ostern pilgern Tausende dorthin. Wir buchten uns in einem günstigen Hotel ein, alle anderen Unterkünfte waren ausgebucht. Der See ist echt traumhaft schön, er ist riesig groß und einfach faszinierend! Es wirkt fast wie ein Meer, aber liegt auf 3900m Höhe!! Das Wetter war super, die Stimmung in der Stadt einzigartig! Überall am Ufer und auf den Plätzen hatten die Menschen ihre Zelte aufgeschlagen; Straßenverkäufer, Musiker, etc. waren zugegen! Scharen pilgerten auf den Berg hinauf, der ein bekannter Kreuzgang ist. Auch ich ging hinauf, Liane und Rachel hatten keine Lust. Die Aussicht war einfach atemberaubend und die Atmosphäre dort oben unbeschreiblich: so viele betende Pilger, dazwischen Verkäufer für alles Mögliche und ganze Familien, die das Osterwochenende am Titicaca See verbringen wollten. Einige kauften dort oben kleine Miniatur-Autos und –Häuser, die sie dann segnen ließen (mit Bier, Weihrauch und Tischfeuerwerk). Das soll Glück und Geld bringen für das kommende Jahr! Vor allem Autosegnungen sind hier sehr beliebt: wenn man ein neues Auto gekauft hat, dann wird das mit Blumen geschmückt und vor der Kirche gesegnet! J

Abends fand eine große Kar-Freitags-Prozession statt: vorweg wurde eine schwarz gekleidete Marien-Statue getragen, hinterher ein brennendes Kreuz und darauf folgte ein gläserner Sarg mit einer Jesus Statue, getragen von Menschen mit weißen spitzen Kapuzen und weißen langen Gewändern. Alles war sehr gespenstisch und gleichzeitig sehr feierlich! Es folgte eine Menge Menschen mit Kerzen, die auf ihrem Marsch durch die Stadt gemeinsam den Kreuzgang beteten. Wir gingen ein gutes Stück mit, hatten uns auch Kerzen besorgt und ich genoss die feierliche Atmosphäre. Im Anschluss gabs leckere Forelle!! *mmmmhhh*

Am Samstag besuchten Rachel und ich die „Isla del Sol“, eine für die Inkas sehr bedeutsame Insel, da hier der Legende nach die beiden ersten Inkas dem Wasser des Titicaca Sees entstiegen sind. Auf der Fahrt dorthin stürmte es leider, und unsere beiden verantwortlichen „Bootsmänner“, ca. 10 und 15 Jahre alt, waren wenig vertrauenserweckend. Doch sie brachten uns sicher ans Ziel... auf der Insel selber war der Boden mit Hagelkörnern bedeckt! Doch als wir ankamen, kam die Sonne raus und es wurde doch noch ein schöner Tag. Wir trafen eine nette Französin und gemeinsam wanderten wir vom Nordende bis zum Südende der Insel, besuchten einige historische Inka-Ruinen, wuschen unsere Hände im heiligen alten Inka-Brunnen, der niemals versiegt, und waren ganz begeistert von der schönen Landschaft! Echt ein toller Ausflug! J Die Bootsfahrt zurück war auch traumhaft, da nun die Sonne schien und wir an Deck sitzen konnten! Leider war unser Boot etwas langsam, weshalb wir nur mit Müh und Not den Bus erreichten, mit dem wir weiter nach Puno fahren würden, das auf der peruanischen Seite des Titicaca Sees liegt. Der Grenzübergang war problemlos und wir trafen in Puno Liane wieder, die schon 1 Tag hier gewesen war, da sie die Isla del Sol schon kannte. Aber mehr über die Osterfeierlichkeiten in Peru, sowie über weitere Inka-Ruinen und unsere tollen Tagen in Cusco schreib ich in ein paar Tagen, wenn wir von unserem Inka Jungle Trek zu Machu Picchu zurück sind! J

Ein Trip in die Pampas - Tropen pur!

Es ist mal wieder viel passiert seit dem letzten Blog-Eintrag, und ich hab wenig geschrieben... daher kommt jetzt mal wieder ein längerer Blog mit vielen Updates und Stories! Ich sitze inzwischen in Cusco (Peru) in einem netten Hostel und schreibe über unsere letzten Tagen in Bolivien.

Die Gruppe mit der wir die dreitägige Pampas Tour in Rurrenabaque machten, war einfach klasse: Liane und ich, Annica (eine der beiden Schwedinnen, mit denen wir jetzt schon eine ganze Weile unterwegs waren) und ein Pärchen aus England, Georgina und Jim, die total nett waren. Sie hatte die letzten 2 Jahre in Nairobi gearbeitet, er hatte sie mehrfach besucht und auch einige Zeit dort gelebt und gearbeitet, und so hatten wir dauerhaft Gesprächsmaterial über Ostafrika!! Einfach toll, wie solche Erfahrungen sofort verbinden und man sich gleich sympatisch ist! Unser Guide, Marcello, war echt spitze! Er konnte gut Englisch, erklärte uns viel über die Natur und die Tiere und war sehr rücksichtsvoll im Umgang mit denselben. Das Essen war auch klasse, die ganze Tour war sehr empfehlenswert, alles in allem eine eine gute Agency („Dolphin Tours“). Strom hatten wir nur von 19 bis 21 Uhr, danach war Bettruhe. Und warmes Wasser gabs auch nicht, aber das brauchte man auch nicht, da es sehr warm und extrem schwül war.

Leider regnete es am ersten Tag in Strömen, und wir fuhren 2 Stunden mit dem Boot durch wahre Wasserfälle, die der Himmel von sich gab, um zu unserer Lodge inmitten der Pampas zu kommen. Pampas, das ist der Begriff für tropische Feuchtgebiete, die in der Regenzeit komplett überflutet sind und in der Trockenzeit von vielen Flüssen und Bächen durchzogen werden, incl. einiger Seen, die sich bilden. Da aktuell Ende der Regenzeit ist, war noch alles überflutet, incl. dem Gebiet um unsere Lodge herum, weshalb diese auf Stelzen im Wasser steht. Auf der Fahrt zur Lodge wussten wir vor lauter Regen gar nicht mehr wo oben und unten war! Um uns abzulenken und uns bei Laune zu halten, sowie um die Gruppendynamik zu stärken, sangen wir die komplette Fahrt: Disney-Lieder, Seemannslieder, Songs die etwas mit Wasser zu tun haben, mehrsprachige Kanons, etc. Lustig wars! J Wir waren bis auf die Unterwäsche durchnässt, als wir ankamen. Unserer Rucksäcke waren Gottseidank in einer Folie eingewickelt trocken geblieben... Also konnten wir uns trockene Sachen anziehen und erst mal einen heißen Tee trinken. Direkt wurden wir vom 3m langen Haus-Kaiman (Kaiman = südamerikanischer Aligator/Krokodil) „Pedro“ begrüßt, der um die Lodge herum sein Territorium hat und immer fröhlich dort rumschwimmt und sich brav fotographieren lässt. J

Abends gingen wir auf eine weitere Bootstour, diesmal ohne Regen, aber mit Taschenlampen. Wir sollten die Augen von Kaimanen entdecken, die im Taschenlampenschein rot leuchten. Echt gruselig sieht das aus, wenn mehrere rote Augenpaare aus dem Dickicht leuchten und man mit dem Boot direkt darauf zu fährt. Wir fanden einige kleine Baby-Kaimane, einen richtig großen und ein paar mittelgroße. Ich war ziemlich gut drin, sie aus dem fahrenden Boot zu entdecken, hatte auch richtig Spaß dran! J Wie in Afrika auf der Pirsch, nur eben anderen Tiere und nachts! J

Am nächsten Morgen starteten wir mit dem Boot, um Tiere zu beobachten und Anakondas und andere Schlangen zu finden. Während der Bootsfahrt sahen wir verschiedene Affenarten (u.a. Brüllaffen, Kapuzineräffchen), Nasenbären, Tucane, Schildkröten, viele tropisch-bunte Vögel, besonders viele Greifvögel, und so weiter. Wir legten bei einer kleinen Insel an und als erstes fanden wir frischen Capivara-Kot und Spuren – das sind die größten Nager der Welt, haben die Größe eines mittelgroßen Schweins und sehen aus wie überdimensionale Meerschweinchen-Biber-Kreuzungen mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen (zu deutsch: Wasserschwein). Später am Tag entdeckten wir sogar eins, sahen es aber nur ganz kurz, die sind momentan schwer zu finden. Auf der Insel gingen wir auf Schlagen-Jagd – d.h. Marcello suchte und wir liefen hinterher! J Als erstes fanden wir eine Klapperschlange unter einem Baumstamm zusammengerollt. Die südamerikanischen Klapperschlangen haben keine Klapper am Schwanz, aber sonst sehen sie recht ähnlich aus wie die Nordamerikanische. Wir ließen sie in Ruhe weiterschlafen! J Eine weitere Entdeckung war ein Frosch, der von einer kleinen blauen Schlange gefressen wurde und quiekte. Und dann fanden wir noch eine dicke Kröte sowie eine „kleine“ Tarantel, ein Mords-Viech! Die war echt spannend, und Marcello beglückwünschte uns zu diesem seltenen Fund! J Alles in allem ein sehr erfolgreicher Ausflug, wenn auch ohne Anakonda.

Wir fuhren gerade weg, als 2 Boote mit rund 30 lärmenden Israelis ankamen... gutes Timing, würde ich sagen! J Wir beobachteten weiter Tiere vom Boot aus und tuckerten gemütlich durch die Gegend, von einem Fluss durch viele Seitenarme in den nächsten – fließende Übergänge sind das hier im Amazonas-Becken. Der Amazonas selbst ist von dort übrigens weit weg. Plötzlich sahen wir einen rosa Flussdelfin – ein absolutes Highlight! Doch unser Guide versprach uns, dass wir noch mehr sehen würden und auch mit ihnen schwimmen können. Tatsächlich entdeckten wir kurze Zeit später noch mehr der Süßwasserdelfine und gingen alle nach und nach ins Wasser um mit ihnen zu schwimmen und sie womöglich auch zu streicheln, falls sie freiwillig herkommen. Wo die Delfine im Wasser sind, ist es sicher zu schwimmen, da dort keine Kaimane und keine Piranhas hinkommen, da die Delfine natürliche Feinde von ihnen sind – so sprach unser Guide. Nur leider sagte uns keiner, dass die Delfine selber auch beißen. Von spielerischem, neugierigen Knabbern war die Rede, aber nicht von kräftigem Zubeißen und Ziehen – und genau das passierte Liane. Zuerst waren die Tiere ganz lieb und zutraulich, doch dann tauchten sie ab und bissen sie in den Fuß! Sie schrie und hatte echt Angst, die Delfine waren wirklich grob, und Annica und ich schwammen auf sie zu um die Delfine von ihr abzulenken, während die anderen mit dem Boot kamen, um uns alle wieder reinzuholen. Echt ein Schock... wir gingen alle nochmal ins Wasser, um die Angst vor den rosa Delfinen zu überwinden, doch so richtig Lust mit denen nochmal in Kontakt zu kommen hatten wir nicht.

Zurück im Boot aßen wir erst mal ein paar Kekse und entspannten uns wieder, als wir plötzlich eine Schlange aufs Boot zu schwimmen sahen. Erstaunt fragten wir Marcello, ob die giftig sei, denn wir seien doch vor 10 Minuten hier noch geschwommen und es sei doch sicher hier. Er meinte in aller Seelenruhe: jaja, die ist giftig, aber die Delfine fressen die normalerweise. Und wo waren die Delfine jetzt? Natürlich grad woanders... Naja, auch egal, ist ja nochmal alles gut gegangen und irgendwo war es auch lustig! Rosa Flussdelfine – das klingt so romantisch... doch dann entpuppen sie sich als fiese Viecher!! *grins* Abends, als wir von unserer Bar aus den Sonnenuntergang beobachteten, sprang nochmal einer aus dem Wasser – sehr malerisch, aber damit konnten sie es auch nicht gutmachen, dass wir sie jetzt doof finden! J

Am dritten Tag starteten wir sehr früh, um den Sonnenaufgang zu sehen. Wir waren das einzige Boot draußen und die Ruhe war einfach unbeschreiblich!! Die Stimmung war atemberaubend schön, um uns herum waren soooo viele Vögel und Affen und alles mögliche andere Getier. Und der Sonnenaufgang strahlte in den schönsten Farben und spiegelte sich im ruhigen Wasser! Traumhaft! Nach einem ausgiebigen Frühstück stand dann Piranha-Angeln auf dem Programm. J Als Köder diente ein schönes Stück Rindfleisch, denn das mögen die kleinen Fische sehr gern! Mit ganz primitiven Angeln und Haken zogen wir los. Unser Guide fing gleich in den ersten 5 Minuten einen. Ich folgte einige Minuten später und hatte auch einen an der Angel – stolz wie Oskar! J Doch Piranhas sind sehr geschickt, sie fraßen immer um den Haken herum die Köder von der Angel! Es sollte bis zum allerletzten Köderstückchen dauern, bis Jim auch noch einen rauszog. 3 Piranhas, das ist eine etwas magere Ausbeute. Aber immerhin! J Und vor allem Spaß hats gemacht! Wir aßen noch in unserer Lodge zu Mittag und dann fuhren wir wieder mitm Boot 2 Stunden zurück zum Ausgangspunkt, wo der Jeep wartete der uns nach Rurrenabaque zurück brachte, diesmal ohne Regen und mit strahlendster Sonne! J

Alles in allem waren die Tage in den Tropen echt klasse und wirklich einzigartig. Doch ich muss ehrlich zugeben, mir hats auch gereicht. Da gibt es viel zu viele kleine Tiere, die einen beißen und fressen wollen – Moskitos, Zecken, Blutegel, irgendwelche Fliegen, die ihre Eier gerne in menschlichen Füßen ablegen und anderes infektiöses Getier! Da sind Delfine, Kaimane und Piranhas echt noch harmlos. J Insofern war ich glücklich, als wir wieder in den Bus stiegen und nach La Paz fuhren, das mitten in den Anden auf stolzen 3600m liegt und wo ein angenehmes Klima herrscht. Berge, Kälte und Trockenheit – das ist mir allemal lieber als tropische Schwüle! J Doch mehr zu La Paz und Ostern am Titicaca See im nächsten Blog Eintrag!