Ich bin wieder in Berkeley und hab Internet. Deswegen erzähl ich gleich mal, wie mein Trip nach Santa Cruz war! :-) Fotos hab ich auf www.facebook.com hochgeladen, da ich leider noch nicht herausgefunden habe, wie das hier in dem Blog funktioniert. Aber dort kann man die Bilder auch wunderbar anschauen, das Album heißt "Summer in California"! :-)
Wir fuhren am Donnerstag mit dem Greyhound Bus die Küste runter, es sind ja nur knapp 80 Meilen von Berkeley nach Santa Cruz. Wir, das sind Aurelie und ich sowie Keno und Enrico, zwei Jungs aus Deutschland die auch in San Francisco bzw. Berkeley studieren werden und die ich letzte Woche kennengelernt hab. Dort angekommen brachten wir unser Gepäck ins Hostel und gingen direkt an den Strand. Es war herrliches Wetter, wir legten uns gemütlich in den Sand, genossen das - ziemlich kalte - Wasser und hatten Spaß in den Wellen. Leider waren die Wellen ziemlich klein, wie es für diese Saison typisch ist, weshalb wir nicht surfen gehen konnten. Aber das machte nix, da wir auch so unsere Zeit gut rumbrachten und genossen. Am Strand bemerkten wir komische Wolken, die sich später als riesige Rauchwolken herausstellten, die von den Waldbränden in den Hügeln hinter Santa Cruz stammten. Ziemlich beeindruckend, aber auch furchteinflößend, wenn man weiß, dass riesige Feuer gar nicht so weit weg in den Wäldern lodern... Abends kochten wir zusammen im Hostel und gingen dann noch einen Margarita am Pier trinken. :-)
Am Freitag schliefen wir alle gemütlich aus und trafen uns unten am Strand in einem Restaurant wo wir uns ein amerikanisches Frühstück genehmigten. Danach ging es mit dem Bus in die Hügel zu University of California of Santa Cruz. Der Campus ist riesig, es ist richtig beeindruckend wie die Uni und die Studentenwohnheime auf dem Gebiet verteilt sind. Alles ist im Wald und aus Holz gebaut. Die haben ihr eigenes Bussystem aufm Campus, da man nix zu Fuß machen kann, weil alles so weit voneinander entfernt ist. *wow* Wir wurden Zeugen eines kleinen Brandes (circa so groß wie eine Pizzaschachtel), den unser Busfahrer todesmutig löschte und dann die Feuerwehr rief, die sofort kam und den Brandherd gar nicht fand, ohne dass wir ihnen zeigten, wo das Feuerchen war. Es ist aber gut, dass die sowas so ernst nehmen, denn es ist alles so trocken dort, dass sich solche kleinen Brandherde krass ausbreiten können. Leider war die Luft am Campus voller Rauch und Asche, was das Atmen nicht gerade angenehm machte. Deshalb blieben wir nur knapp 3 Stunden und fuhren dann wieder zurück ans Meer, wo es zumindest ein bisschen besser war. Wir kochten lecker im Hostel und fanden es richtig klasse, dass die Unmengen von kostenlosem Essen, vor allem Obst und Gemüse, für ihre Gäste bereitstellen. Das bescherte uns ein ziemlich gesundes Abendessen! ;-) Abends gings dann an den Strand runter, wo eine Band namens "Papa Doo Run Run" Oldies spielte. Der Strand war voller Leute aller Altersgruppen, wir saßen zwischen ein paar Rentnern, die sich prächtig mit uns unterhielten und tanzten wir die Weltmeister. :-) Danach gingen wir noch in eine Bar zusammen mit einer Holländerin namens Aafke, die lustigerweise auch in Berkeley studieren wird und in dem Haus wohnen wird, wo ich übermorgen ausziehe! :-)
Samstags schliefen wir wieder ewig aus - das tut einfach gut, und anscheinend haben sowohl Aurelie als auch ich den Schlaf dringend nötig. Dann gings wieder runter an den Strand, diesmal an einen anderen. Es war wieder ziemlich rauchig, aber auch kalt. Wir schliefen wieder ne Runde, lasen ein bisschen, quatschen und beobachteten die Helikopter, die mit Wasserbehältern Richtung Hügel flogen. Unglaublich, wie heftig diese Waldbrände sein müssen... :-( Keno und Enrico fuhren zurück nach Berkeley, Aurelie und ich wollten allerdings noch bis Sontag bleiben. Wir checkten in ein total süßes "Bed and Breakfast" ein, das von ausgewanderten Mexikanern betrieben wird. Die ganze Familie war so unglaublich gastfreundlich und unser "California King Size Bed" einfach riesig!! :-) Abends fuhren wir wieder rauf zum Campus, weil wir dort "A Midsummernights Dream" von Shakespeare anschauen wollten. Leider war das schon ausverkauft, worüber wir aber nicht allzu traurig waren, da es ein Open Air Theater war und es schweinekalt war. ;-) Also schauten wir ein anderes Theaterstück an namens "Shipwrecked", das drinnen stattfand und superwitzig war! Haben viel gelacht und waren froh, dass wir nicht froren! :-) Danach fuhren wir zurück in unser King Size Bed und schliefen wieder mal. :-)
Tja, und schlussendlich: Sonntag! Wir bekamen ein sehr leckeres mexikanisches Frühstück und machten dann einen Strandspaziergang. Wir kamen sehr nah an Seelöwen ran, besuchten ein Surfer Museum und genossen die Sonne und die frische Luft (der Wind hatte gedreht, denkt bloß nicht, dass das Feuer schon gelöscht war!)! Nachmittags gings mit dem Greyhound Bus zurück nach Berkeley. Leider können wir erst am Mittwoch in unser neues Zimmer einziehen. Allerdings darf ich bis dahin hier im Hoyt Haus bleiben, was supernett von den Mädels ist!
Morgen ist der erste Tag der Orientation Week für die internationalen Studenten. Freu mich drauf, da werd ich bestimmt viele neue Leute treffen und einige neue Dinge über das Studieren in Berkeley erfahren! *juhu* :-)
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