Freitag, 2. Juli 2010

News aus Babati

Hier kommt mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Ich bin nach wie vor in Babati, inzwischen seit rund 10 Tagen, wo wir unsere Orientierungsphase haben. In der ersten Woche haben wir Unmengen gelernt ueber HIV und AIDS, ueber Land und Leute in Tansania, ueber Zellbiologie und antiretrovirale Medikamente und vieles mehr. Ausserdem haben wir jeden Tag 2 Stunden Swahili-Unterricht – sehr intensiv, aber auch lustig, da wir viele Lieder lernen, tanzen und singen!  Die Gruppe waechst immer mehr zusammen, es bilden sich jedoch auch immer mehr Sub-Gruppen. Am Samstag erfahren wir, wer mit wem in ein Dorf kommt und die naechsten 6 Wochen zusammen verbringen wird. Spannend, besonders da wir nur 6 Leute pro Gruppe sein werden und aktuell 27 Volunteers und 14 Teaching Partner sind.

Das Leben hier ist sehr spannend und wirklich unbeschreiblich. Toiletten gibts keine, nur Loecher im Boden. Toilettenpapier benutzen die Enheimischen auch nicht, dafuer gibts die linke Hand. Die rechte wird zum Essen und Gruessen benutzt.  Gegessen werden hauptsaechlich Bohnen, Mais, Reis, Kartoffeln, verdammt zaehes Fleisch, ein spinataehnliches Gemuese und Chapati, so ne Art Pfannkuchen-Brot. Die Verdauung muss sich auf die Ernaehrung erst einstellen, aber so langsam wirds… hihi! Um 7 wirds spaetestens dunkel, und die Moskitos beissen wie bloed in der Daemmerung. Eine der volunteers hat sich bereits Malaria eingefangen. Ich schluck brav meine Prophylaxe und schmier mich mit Anti-Mueckenzeugs ein. Waesche waschen ist auch ein besonderes Vergnuegen: man nehme einen Eimer, fuelle ihn mit kaltem Wasser und Seife, schmeisse alle Klamotten rein und dann wird geschrubt… lol! Die Tansanier lachen uns Auslaender jedoch aus, weil wir uns scheinbar so daemlich anstellen.

Die Kinder auf der Strasse laufen uns hinterher und wollen uns anfassen, vor allem die Haare. Alle gruessen uns freundlich und wollen mit uns reden, aber zu viel Konversation reicht das Swahili noch nicht… doch ich arbeite dran. In den Doerfern warden die Leute kaum Englisch koennen, dann sind wir auf unsere paar Brocken Swahili angewiesen und auch auf die Uebersetzungskuenste unserer teaching partner. Das wird spannend! Am Sonntag ziehen wir um in unsere Familie aufm Dorf, ohne elektrischen Strom, ohne fliessend Wasser. Und am Montag gehts los mit teaching! Ich freu mich drauf!

Zur Info: Internet hab ich hier nur sehr unregelmaessig, wahrscheinlich nur 2 oder 3 mal in den naechsten 6 Wochen. ICh hab allerdings ein Telefon, auf dem ich SMS und Anrufe empfangen kann. Die Nummer ist +255 762 569 215. Freu mich ueber news von daheim!

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