Freitag, 3. April 2015

Blue Mountains - Teil 1 und 2

Wir waren jetzt bereits zwei mal in den Blue Mountains, rund 1 1/2 Stunden westlich von Sydney im Landesinneren. Hier eine Zusammenfassung (eher länger als kürzer...)! :)

Das erste Mal (vor einigen Wochen) verbrachten wir ein ganzes Wochenende in dieser herrlichen Gegend! Samstag früh packten wir unsere Campingsachen ein und fuhren fröhlich los (nachdem wir unser Auto geputzt hatten... siehe Blog-Eintrag "Ärger wegen des Autos"). Wir steuerten zuerst die "Wentworth Falls" an (malerische Wasserfälle, steile Klippen) und wanderten ein wenig herum. Die morgendlichen Wolken klarten schnell auf und wir hatten traumhaftes Wetter und genossen die gute Aussicht! Nächster Stopp war der "McMahons Lookout" (wo man einen riesigen See in einem Tal überblickt, der Sydneys Wasser-Reserve ist), wo man nur über eine unbefestigte Straße hinkommt. D.h. dort waren wir ganz allein, ohne andere Touristen. Ein gemütliches Picknick bei dem ablegenen "Ingar’s Campground" an einem kleinen Weiher, in dem Kinder spielten, und ein kleines Nickerchen später fuhren wir weiter nach Katoomba. Dort kauften wir ein (Essen und ein paar ergänzende Dinge für unsere Camping Ausrüstung, z.B. Camping-Stühle und Luftmatraze fürs Zelt) und besuchten den so beliebten Aussichtspunkt "Evan’s Lookout", wo man die "Three Sisters" sieht, eine Gesteinsformation die aussieht wie drei versteinerte Frauen (nun ja, mit viel Fantasie...). Heiliger Ort der Aboriginees (deswegen soll man da auch nicht raufklettern...). Hier trafen wir auf viele andere Besucher, die vor allem mit ihren Selfie-Sticks hantierten. Sooo lustig, all die Chinesen und Inder und amerikanischen Backpacker zu beobachten, wie sie ihr Handy auf einem langen Stab durch die Luft balancieren um von sich selbst ein Bild (oder Video) zu machen. Komisch, früher hat man einfach andere Leute gefragt ob sie mal eben ein Foto machen können. :-)

Wir schlugen unser Camp beim "Bungleboori Campground" auf, wo leider eine Horde Motorradfahrer die ganze Nachte einen Heidenlärm machten und am nächsten Tage viel Müll hinterließen... nicht so der Hit, aber auch solche Erfahrungen gehören zum Reisen dazu. Umso schöner war unser nächster Tag! Wir besuchten zunächst den "Glowworm Tunnel". Eine kleine Wanderung mitten durch den Wald entlang einer alten Eisenbahnstrecke brachte uns dorthin und wir marschierten erstmal mit unseren Stirnlampen durch den stockfinsteren Tunnel, ohne groß links und rechts zu schauen. Wir landeten in einem wunderschönen Tal, abgeschieden und versteckt mit riesigen Farnen und einem kleinen Bach. Wie bei Indiana Jones... :) Auf dem Rückweg sahen wir im Tunnel eine Familie im Dunkeln stehen und dachten uns "was machen die denn da...?" Wir knipsten unsere Lampen aus - und sahen hunderte und aberhunderte von Glühwürmchen (richtige Würmchen, keine fliegenden Käferchen wie bei uns daheim), die überall auf der Tunneldecke und den -wänden saßen!! Ein grünliches Licht erfüllte den ganzen Tunnel, magisch und unvergesslich! Momente, die man sich im Herzen behält! :)

Anschließend fuhren wir zur "Lost City" - über richtige 4WD Strecken mit einigen Gräben, Wasserlöchern und Felsen! Ich fuhr unseren "Roten Baron" souverän über alle Hindernisse und Reinhard navigierte mich souverän und so kamen wir fröhlich bei der Lost City an, einem Tal mit abstrakten Gesteinsformationen die aussehen wie alte verfallene Ruinen. Sehr cool!! Und vor allem waren wir die einzigen Menschen hier! Wir kraxelten ein bisschen herum und genossen diesen wunderbaren Ort! Danach gings glücklich und zufrieden zurück nach Sydney - ein gelungenes Wochenende!!

Letztes Wochenende fuhren wir dann zum zweiten Mal in die Blue Mountains, allerdings nur für einen Tag. Wir wollten nun doch noch richtig zum Klettern gehen, da diese Leidenschaft von uns hier in Australien gerade etwas zu kurz kommt. Reinhard hatte sich eingelesen und sowohl ein bisschen zusätzliche Ausrüstung als auch einen Kletterführer besorgt. Wir steuerten das Dörfchen Blackheath an und fanden den Klettergarten von Medlow Bath auf Anhieb. Dort waren bereits 4 Chinesen aus Hongkong - voll lustig, wenn man rein am Ton hört wie andere Kletterer in ihrer Sprache genauso fluchen wie man selbst! :D Wir hatten Spaß und kletterten ein paar Routen - allerdings gar nicht so einfach und sehr gewöhnungsbedürftiges Gestein! Krönender Abschluss war ein kleine 2-Seillängen-Tour die oben beim Aussichtspunkt endete. Sonnenschein, Klettern, Aussicht - kann ein Tag schöner sein? Ja, und zwar mit einem leckeren Steak, das wir uns an diesem Abend gönnten! :)

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