Es ist über 1 ½ Jahre her, dass ich die schöne Bay Area und Berkeley verlassen habe. Im Mai 2010 sagte ich meinen Freunden auf Wiedersehen – und jetzt, im Januar 2012 fand genau dieses statt! :-)
Beflügelt von meiner abgegebenen Masterarbeit und tollen Reiseplänen für dieses Jahr stieg ich am 9. Januar in München ins Flugzeug. Der Abschied von Familie und Freunden war nicht einfach, doch er ist ja glücklicherweise auf absehbare Zeit, und ich freute mich riesig darauf, ENDLICH wieder meine „zweite Heimat“ Californien und alle meine Freunde hier wiederzusehen. Natürlich fragte ich mich, wie es werden würde... doch sobald ich aus dem Flughafen in San Francisco trat, fühlte ich mich wieder fast wie daheim! Es war großartig, alles war so vertraut! Ich konnte es kaum glauben, wie schön dieses Gefühl war, wieder californischen Boden unter den Füßen zu haben! Und dieses Gefühl hält bis jetzt an. :-)
Katie Lesyna, eine Freundin die mit mir im Sommer 2010 in Tansania war, holte mich vom Flughafen ab und ich wohnte die ersten 2 Nächte bei ihrer Familie, die mich sehr gastfreundlich aufnahm! Eine unglaublich liebe Familie, die Mutter bot mir direkt ein Praktikum an, wo sie arbeitet – sehr cool! ;-) Katie und ich führten viele angeregte Gespräche über Afrika, unsere Erfahrungen mit Reverse Culture Schock und anderen Kulturen, Zukunftsperspektiven und vieles mehr. Ich genoss es, so gute Gespräche zu führen mit jemandem, der diese so prägende Zeit in Afrika mit mir geteilt hat! Wir verbrachten sehr nette Tage zusammen, bummelten durch Palo Alto, machten einen Strandspaziergang in Half Moon Bay und es war der denkbar beste Einstieg in meine Reise, den ich hätte haben können!!
Am 11. Januar gings dann weiter mit dem Greyhound Bus nach Truckee im schönen Tahoe... dort hatte ich während des Wintersemesters unendlich viel Zeit verbracht mit dem Skiteam! Da das Skiteam (in neuer Besetzung) aktuell dort sein Training Camp durchführte, und Katie „Speedracer“ Robinson, mit der ich vor 2 Jahren nahezu jedes Wochenende Skifahren ging, jetzt President des Skiteams ist, wurde ich eingeladen, ein paar Tage mit den Kids zu trainieren. Es war großartig, in die Skihütte (Cabin) des Skiteams zu kommen, so viele bekannte Gesichter zu sehen und sofort wieder aufgenommen zu werden – als Alumna!! Katie und ich verstanden uns sofort wieder so gut, als ob wir uns letzte Woche zuletzt gesehen hätten und nicht vor 1 ½ Jahren! Schon erstaunlich, wie man einfach auf einer Wellenlänge sein kann und Freundschaft weder Zeit noch Distanz kennt. Das ist wohl die wichtigste und schönste Erkenntnis, die ich in den letzten Tage gewonnen habe! Der Schnee war leider miserabel, es war nur Kunstschnee da und deshalb waren nur 2 bis 3 Abfahrten offen. Doch fürs Slalom-Training und ein paar Abfahrten „just for fun“ reichte es allemal!! :-) Den Rest der Zeit während der 4 Tage die ich in Tahoe war, verbrachten wir typisch amerikanisch mit Chicken Wings , Pizza, Bier, Whirlpool, Spielen, etc. – sprich: einer Menge Spaß!! *hihi*
Am Samstagnachmittag fuhr ich dann mit Jon Bottom (auch ein alter Skiteam-Freund) zurück nach Berkeley, wo wir auf eine Einweihungsparty von Skiteam-Freunden, die auch schon fertig mit dem Studium sind und jetzt in San Francisco und Umgebung arbeiten, eingeladen waren. Ich spazierte einfach so in die Wohnung, wo gar nicht so viele der Gäste wussten, dass ich überhaupt im Lande bin... *hihi* Es folgten ungläubige Blicke und die Frage: Was machst DU denn hier!?! Wir dachten du bist in Deutschland?? WOW!! Die Wiedersehensfreude war groß! Ich wurde gleich wieder in den Freundeskreis integriert – nahezu alle Leute waren da, mit denen ich während meines Studiums hier viel Zeit verbrachte!! Es war einfach schön! Wir feierten, ratschten und ich freue mich darüber, hier ein „home away from home“ zu haben!!
Die folgenden Tage vergingen scheinbar ereignislos, doch für mich waren sie großartig! Ich streunte über den Campus, bummelte durch die Stadt, aber vor allem traf ich viele alte Freunde zum Breakfast, Lunch, Coffee und Dinner. Es war schön all diese lieben Menschen wiederzusehen und die Zeit war viel zu knapp für jeden einzelnen. Ich übernachtete fast jede Nacht bei jemand anderem, überall empfingen mich offene Arme! Ich kann gar nicht beschreiben, wie schön diese Tage für mich waren! Ich bin sehr sehr dankbar, wenn ich daran denke, was für nette Menschen ich in verschiedensten Ecken der Welt kenne und was für liebe Freunde ich auch hier habe! Vor allem, wenn ich darüber nachdenke, dass es wirklich cool ist, dass ich jetzt die Chance hatte, sie wiederzusehen! :-)
Jetzt bin ich in Los Angeles, wo ich Bri besuche, die damals mit mir und Aurelie im gleichen Haus gewohnt hat und der wir unvergessliche Tage in Las Vegas zu verdanken haben!! In ein paar Tagen flieg ich dann nach Buenos Aires. Dann geht die Reise durch Südamerika so richtig los... doch bis dahin genieße ich noch ein paar ganz entspannte Tage und lass die Seele in Californien baumeln – das tut einfach gut nach der stressigen Zeit der „Master-Endphase“!
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