Der Abschied aus Californien war schwer, denn ich hatte die zwei Wochen mit meinen amerikanischen Freunden sehr genossen und mich gut entspannt!! Aber ich hoffe, dass ich sie bald wieder sehe!! In den letzten Tagen mit Bri in Los Angeles hat sie mir unglaublich viele Geschichten über ihre Reise durch Südamerika erzählt, mir einige gute Tipps gegeben und mich herrlich auf meinen Trip eingestimmt!
So flog ich also am 24. Januar nach Buenos Aires mit einem Zwischenstopp in Lima. Der Flug dauerte deutlich länger als ich dachte (15 Stunden!!), es ist echt ein ganz schönes Stück von Nordamerika nach Südamerika! :-) Ich wartete am Flughafen auf Kim, Liane’s alte Mitbewohnerin aus Göttingen, die für 2 Monate mit auf unserem Trip dabei sein wird. Gemeinsam starteten wir in die Innenstadt!
Mein erster Eindruck von Buenos Aires und somit von Südamerika war absolut genial! Eine lebhafte Stadt, voller Energie und positiver Atmosphäre! Die Leute sind freundlich und hilfsbereit, das Wetter war herrlich, angenehm warm und nicht zu schwül. Liane (sie war schon seit 2 Wochen hier für einen Spanisch-Sprachkurs) begrüßte uns freudig im „Hostel del Sol“ im Stadtteil „El Telmo“, wo es viele Antiquitätenläden, hübsche Häuser und nette Bars gibt. Lianes Kurs ging noch bis Freitag, also erkundeten Kim und ich zunächst an den Vormittagen gemeinsam die Stadt. Wir schauten uns am ersten Tag das City Center mit dem Obelisken an, gingen zum „Plaza de Mayo“ mit dem rosa Regierungsgebäude (von dem Balkon hat Evita Peron viele Reden gehalten und gewunken! :-)) und holten Liane von der Schule ab. Dann besuchten wir gemeinsam das Evita Museum, sehr nett gemacht, allerdings wird sie als absolute Nationalheldin gefeiert und nur ihre glorreichen Taten für das Volk dargestellt... Schattenseiten? Davon keine Rede! Aber ich habe dort viel über Argentiniens Geschichte gelernt! Wir bummelten noch durch den Botanischen Garten, am Zoo entlang und relaxten ein wenig im Rosengarten. Alles hier ist so westlich und sehr modern – doch alles hat einen leicht anderen Flair, da es mit einer guten Portion argentinischem Temperaments versehen ist. Einfach klasse, mir gefällts hier!!
Die folgenden Tage marschierten wir durch alle Stadtviertel und erkundeten alles, was es so zu sehen gibt! Natürlich, neben Ubahn und Bus für längere Strecken, hauptsächlich zu Fuß... und die Füße taten uns dementsprechend abends verdammt weh!! :-) Der Friedhof im Stadtteil „Ricoleta“ beeindruckte mich besonders! Tote wohnen hier in Häusern!! Es stehen dort ein Grab-Häuschen neben dem nächsten, eines pompöser als das nächste. Man kann durch die Fenster und Türen reinschauen und die Särge und Urnen anschauen von all den Menschen die dort bestattet wurden. Während wir dort waren fanden 2 Beerdigungen statt. Einige Gräber wurden auch geplündert, da sind die Scheiben eingeschlagen und es sieht echt böse aus... Evita liegt hier übrigens auch im Grab ihrer Familie, dort liegen haufenweise frische Blumen – die Argentinier lieben sie noch immer! Doch es ist irgendwie schon seltsam sich zu überlegen, wir arm manche Menschen in Südamerika sind, während andere es sich noch nach ihrem Tod leisten können, in einem 2-stöckigen Haus zu liegen...
Auch interessant war das Arbeiterviertel „La Boca“. Dort sind alle Häuser kunterbunt angemalt, es ist sehr trubelig und extrem überlaufen von vielen Touristen. Für die finden in jedem (überteuerten) Restaurant auf der Straße Tango-Shows statt, man wird fast in die Lokale reingezogen von den Kellnern. Das alles war eher nervig als wirklich schön... doch wenn man von der Hauptstraße weggeht, zeigt sich ein anderes Bild. Zuerst gibt es immer noch hübsche Häuser mit bunten Malereien an den Wänden. Doch dann so langsam wirkt alles runtergekommener, dreckiger, leerer... ein echtes Arbeiterviertel eben. Schon heftig, wie das Leben hinter den Fassaden aussieht, die für Touristen manchmal aufgebaut werden!
An unserem letzten Abend (Freitag, 27.1.) in Buenos Aires gingen wir natürlich auch noch ein bisschen feiern. Ein Amerikaner, der mit Liane den Spanischkurs zusammen gemacht hat, hatte uns alle zu seinem Geburtstag eingeladen! Wir fuhren mit der Ubahn hin und uns erwartete ein rauschendes Fest auf einer Dachterasse mit vielen jungen Leuten aus der ganzen Welt, wo wir fröhlich bis nachts um 3 blieben! Wir feierten mit Holländern, Südafrikanern, Amerikanern, Argentiniern, Engländern, Deutschen, und vielen mehr!! Wir hatten einen sehr sehr witzigen Abend!! Hauptsprache war natürlich Englisch...
Mein Spanisch wird erfreulicherweise von Tag zu Tag besser, vieles von damals aus der Schule kommt so langsam wieder, doch es mangelt mir wirklich an Vokabular und auch an sitzender Grammatik. Ich komm gut klar, kann vieles erfragen und auch einfache Sachen erzählen, Fragen beantworten etc. Doch die Argentinier nuscheln auch so schrecklich, da versteht man kaum was. Vielleicht werd ich später auf der Reise noch einen Sprachkurs machen, da hab ich echt Lust drauf! Möchte mich am Ende der Reise gerne auf einem etwas höheren Niveau als jetzt unterhalten können, das wäre echt prima! :-)
Fazit für Buenos Aires: Eine absolut sehenswerte Weltstadt!!
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