Vorletztes Wochenende flogen wir recht spontan runter nach Melbourne. Grund hierfür: Lizzie (meine Austauschpartnerin aus der 10. Klasse) und Tim (ihr Ehemann) wohnen und arbeiten seit einiger Zeit in Saudi Arabien. Sie sind daher nur selten in Australien und genau an diesem Wochenende waren sie da anlässlich der 60. Geburtstagssfeier von Lizzies Eltern (meine Gasteltern!! :)). Kurzum, wir waren auch eingeladen zur Party und flogen daher spontan nach Melbourne, um die ganze Familie zu sehen!
Am Flughafen mieteten wir ein Auto (AVIS, völlig problemlos, sehr empfehlenswert) und cruisten rüber nach Doncaster. Heißt: Reinhard cruiste souverän durch den Linksverkehr, ich navigierte und bremste fleißig mit (wenn man dort sitzt wo man sonst als Fahrer sitzt und diese komische Perspektive auf den Verkehr hat, machen die Beine das automatisch...).
Auf der Party waren viele Leute, die sich an mich erinnerten ("Oh Silvana, how lovely, you are back!") - ich hatte leider meist keine Ahnung, wen ich vor mir habe... Ist ja auch inzwischen 13 Jahre her (2002!!), dass ich all die Onkels, Tanten, Cousins und Freunde getroffen habe! ;) Wir feierten fröhlich mit Rosemary und Lee, die sich riesig freuten, dass wir da waren, uns in ihrer Ansprache als "special guests" begrüßten und mich wie eine Tochter wieder willkommen hießen! Das hat mich wirklich riesig gefreut und berührt, hier wieder ein "Home away from Home" zu finden!
Am nächsten Tag besuchten wir AJ (meine Reisefreundin aus Peru, Machu Picchu 2012!), die ich dann zufällig 2013 in Vietnam wieder traf und nun in ihrem Zuhause in Seaford, Melbourne, zum dritten Mal auf unserem dritten gemeinsamen Kontinent wiedersah!! Life is a journey! :) Wir fuhren raus zur Mornington Peninsula, aßen "Fish and Chips" am Strand (Reinhard, der "Möwenflüsterer" fütterte sie natürlich, so dass sie uns bis auf halben Weg zurück in die Stadt hinterher watschelten...) und machten einen gemütlichen Spaziergang am Cape Schanck. Strahlendes Wetter, gute Gespräche, ein tolles Wiedersehen! :)
Abends machten wir ein echtes "Aussie BBQ" mit Känguruh-Steaks und Beef-Burger! :) "Caveman" Reinhard machte Feuer, AJ und ich spielten Tischtennis! *hihi* Wir ließen uns während des Abendessens ein bisschen von den Moskitos auffressen und dann von einem fetzen Gewitter schnell nach drinnen treiben! Stromausfall, Sturmböen - das volle Programm! :) Wir relaxten auf der Couch, schauten "Findet Nemo" und spielten mit "Milo", dem Pudel (ein minikleiner, sogenannter "Toy Poodle", sehr niedlich!).
Am Sonntag fuhren AJ, Reinhard und ich nach St. Kilda, bummelten über den Sonntagsmarkt und schauten den Kite-Surfern zu. Beim Mittagessen holte ich mir im Halbschatten einen halbseitigen Sonnenbrand (nicht so schlimm, nur leicht) und sah dementsprechend für einige Tage etwas doof aus... Aber was solls? ;)
Sonntag Abend trafen wir wieder Lizzie und Tim (diesmal bei Tims Eltern) und Fleur war auch da!! *juhu* Wir fuhren nach Abbotsford, saßen auf der Wiese und tranken Wein, und hatten uns viel zu erzählen! Lizzie und Tim berichteten viel von ihrem Leben in Saudi Arabien, von den Herausforderungen im Alltag, kulturellen Besonderheiten und von vielen Sachen vor Ort, die einen "Westler" nur den Kopf schütteln lassen... Ich zolle den beiden den höchsten Respekt, dass sie das 2 Jahre durchziehen wollen!! Abendessen gabs im "Lentil as Anything" (http://lentilasanything.com/abbotsford/), ein vegetarisches Restaurant das auf dem Konzept beruht, dass man so viel bezahlt wie man denkt dass das Essen wert war (plus ggf. Spenden für Menschen, die sich das Essen nicht leisten können). Lecker und toller Ansatz! Und der Erfolg spricht für sich: die Restaurant-Kette hält sich bereits seit über 10 Jahren. Wir beendeten den Abend mit einem kleinen Bummel durch die City (die neuen Docklands, CBD, Southbank entlang des Yarra River, Flinders Street Station, Arts Centre). Vieles in der Stadt ist neu gebaut und aufpoliert, einiges habe ich wiedererkannt, doch vor allem habe ich mich gefreut über die Vertrautheit, die mit meinen australischen Freunden und meiner "zweiten Familie" sofort wieder da war, und die Selbstverständlichkeit, mit der wir aufgenommen und willkommen geheißen wurden!
Fazit: Wahre Freundschaft kennt keine Grenzen - weder durch Raum noch Zeit!



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